415 001 (Tz 1501)

Galerie 285 in den Ordnern 05 “Bender” und zusätzlich in 27 “001- Fahrzeuge”

Das Ende vom Baumuster 415 001

<1> Die beiden Nummern des Zuges*

Zwei allgemeine Links zum Thema: Wikipedia zur Baureihe 415 und die Daten des 415 001

Der Triebwagen, der ZWEIMAL beim Bender war: Er dürfte der einzige Hauptdarsteller beim Bender in Opladen gewesen sein, der ein zweites Mal auf dem Zerlegeplatz stand. Bereits im Dezember 25 war der komplette Zug 1501 angeliefert worden, der schon länger Ersatzteilspender war, aber er wurde von der Firma Bender nicht angefaßt, sondern vom Zerlegeplatz wieder weggefahren und zurückgebracht zum AW Krefeld- Oppum, weil er innerlich stark verschimmelt war und eine Gefährdung der Mitarbeiter in Opladen nicht ausgeschlossen werden konnte. So wurde der Zug in Krefeld mit Schutzkleidung und Sicherheitsmaßnahmen innerlich entkernt und am 4. Mai 26 wieder nach Opladen überführt – Diesmal aber endgültig. Was im Umfeld dieser Geschichte an Fotos zusammenkam, ist nachfolgend zu sehen:

*= Zu den Nummern des Zuges: Die interne Bezeichnung der DB lautet “Tz 1501”, die allgemeine Nummer im Sprachgebrauch ist “415 001” für den ganzen Zug, wobei diese Nummer aber eigentlich nur den ersten Kopfwagen des Triebzuges bezeichnet, der aus den fünf Fahrzeugen 415 001, 415 101, 415 701, 415 601 und 415 501 besteht, wobei die “Köpfe” 001 und 501 die mit Führerständen versehenen Endwagen sind, angetrieben sind jedoch ALLE fünf Wagen

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<2> Da mir vom 415 001 leider kein Betriebsbild vorliegt, weiche ich aus auf den Zug 002, mit dem ich selbst einmal gefahren bin, und zwar im Juni 2012 ab Passau, wo dieses Bild entstand. Die Baureihe 415 gab es in unserer Gegend nicht, daher habe ich auch nur ganz wenige Bilder von ihr
<3> Das Beweisbild der Nummer aus Passau. Dieser Zug existiert noch mit Kenntnisstand vom Mai 26, aber er steht schon länger ausgemustert als Teilespender in Leipzig Engelsdorf
<4> Auf diesem Bild vom Juli 2016 können wir erkennen, daß die Baureihe 415 (hier der 021 “Homburg/Saar”) nur aus FÜNF Wagen besteht, was ihn von der Baureihe 411 unterscheidet. Auch dieser 021 ist noch abgestellt vorhanden, im Einsatz ist leider keiner mehr von ihnen
<5> Der Vollständigkeit halber: Die Baureihe 411 (hier der 008 in Duisburg) ist technisch genauso aufgebaut, besteht aber aus SIEBEN Wagen. Das heißt: Ersatzteile aus dem 415 könnten auch im 411 noch Verwendung finden, der noch bis ins Jahr 2030 erhalten werden soll im Betriebsdienst . . . könnten . . . aber nein, mehrere 415 wurden bereits verschrottet, andere wurden betriebsfähig abgestellt, obwohl sie noch gebraucht werden könnten . . . wieder könnten . . . jetzt sind wir bei der Logik der Bahn angekommen, die hochgerechnet ins Nirwana führt, also für Normalsterbliche nicht nachvollziehbar ist . . .
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Bei der zweiten Anlieferung beim Bender in Opladen war ich zugegen und konnte die letzten Bilder anfertigen, die man von ihm noch machen kann, nun ist sein Ende absehbar, es gibt kein Zurück . . .

<6> Die Überführung aus dem AW Krefeld- Oppum nach Opladen hieß Dbz 91963 und wurde erledigt von der RADVE- Lok 2016 902, hier zu sehen bei der Ankunft in Opladen, wobei die mitgeführten Flachwagen Bremswagen sind, da der Triebzug keine wirksame Bremse mehr besitzt
<7> Vor und hinter dem Triebwagen laufen die “Adapterwagen” 005 und 006 von RailAdventure, die die sichere Verbindung mit den bei Triebwagen üblichen Scharfenberg- Kupplungen gewährleisten
<8> Hier die Indentität des bei der Anlieferung vorne laufenden Kopfes 415 501 “Eisenach”
<9> Dahinter der Wagen 415 601, wobei die “4” aus der Baureihennummer 415 darauf hinweist, daß es sich um einen angetriebenen Mittelwagen handelt, wäre es ein Beiwagen ohne eigenen Antrieb, würde die Baureihe “815” lauten
<10> Nächster Mittelwagen ist der 415 701
<11> Und der nächste ist der 415 101, der Bistrowagen (siehe Bild 19)
<12> Der letzte des fünfteiligen Anlieferungszuges muß dann der 415 001 sein
<13> Hier der Beweis: 415 001
<14> Beim hineindrücken in den Benderanschluß läuft der Triebzug also wieder vorwärts, sprich mit dem 001 an der Spitze. Der Adapterwagen wird natürlich nicht mit verschrottet, sondern auf das Außengleis geschoben, wo er später von der Lok wieder abgeholt werden kann, wohingegen der Triebwagen ins Zerlegegleis gedrückt wird
<15> Dabei sehen wir, daß der 415 001 ein “Auge” verloren hat = Ein Scheinwerfer wurde offenbar mit seinem Umfeld ausgebaut als Ersatzteil für einen anderen Zug
<16> Der ganze Kopf 415 001, nun von der anderen Seite als in Bild 12
<17> Hier sind alle Identitäten im Bild: Der Name “Eisenach”, die Nummer “415 001″ links außen und die interne Bahnnummer ” Tz 1501″ rechts außen unter dem ICE- Logo
<18> Die Nummer “Tz 1501” hier nochmal in groß
<19> Die andere Seite vom Wagen 415 101 (vergleiche Bild 11: Das Logo “Bistro” ist also nur einseitig zu finden)
<20> Dies war dann für eine ganze Zeit die vorläufige Endstation, denn es fand sich Niemand bei Bender, der bereit oder in der Lage gewesen wäre, das Tor zu öffnen (!)
<21> Diese Situation der Zwangspause konnte aber gut und gerne genutzt werden . . .
<22> So entstanden einige Detailbilder vom 415 001. Das alles geht also in die sprichwörtliche Tonne = Der PzB- Magnet, das Horn, die funktionsfähige Scharfenberg- Kupplung . . .
<23> Und dieses interessante Detail fiel ins Auge: Der Aufbau der Kunststoff- Karosserie! Da gibt es also eine dünne Gewebeschicht, auf der zu beiden Seiten stabiles Füllmaterial aufgetragen ist, nach innen und außen folgt dann eine feste, aber immer noch bedingt elastische Kunststoffschicht. So sind alle Kunststoff- Teile von Siemens aufgebaut, also auch die Nasen der 403
<24> Dann war die offene Tür zu verlockend . . . ganz vorsichtig hab ich die Knipse mal kurz hineingehalten, wie wir gleich sehen werden, aber dies gehört ebenfalls hierhin: Auf dem hellen Fleck im Türstufenbereich saß einmal ein Fabrikschild des Wagens, die vier Nieten waren deutlich erkennbar, aber ausgebohrt. Das Schild wurde also irgendwo fachgerecht sichergestellt, bevor es am Ende noch geklaut wird . . .
<25> Der Blick nach innen in den 415 001 hinein in Richtung 101
<26> Da hinten war also der Bistrobereich vom Wagen 101, aber alles ist weg, die Wagen bestehen nur noch aus der Hülle
<27> Auch vorne wurde ganze Arbeit geleistet
<28> Da wurde alles Wichtige ausgebaut und alle schimmeltragenden Teile sind restlos entfernt
<29> Auch das hier fiel auf: Die Türschließmechanik über einer Fahrgasttüre – Sowas bekommt man doch selten zu Gesicht
<30> Auch untenherum fehlen doch so manche Teile, die woanders Leben erhalten
<31> Eines der Triebdrehgestelle. Diese werden incl. der Antriebsmotoren nicht erhalten
<32> So stand der Zug ziemlich lange im Anschluß und wartete auf ein offenes Tor beim Bender
<33> Hier z.B. mit dem Wagen 415 701, an dem wir erkennen, daß er genauso leer ist wie die eben gesehenen Wagen, daß aber auch der Faltenbalg getrennt ist = Das ist aber schon beim ersten Aufenthalt des Zuges beim Bender passiert, wie wir weiter unten sehen werden
<34> Dieses morbide Motiv bot sich an als Schlußakkord der Fotosession vom 4. Mai 26
<35> Nachzutragen ist noch dieses Bild von Norbert, das am nächsten Tag entstand, dem 5. Mai 26. Es zeigt, wie der Tz 1501 beim Bender in die Zerlege- Reihenfolge kommt: Rechts vorne am Zerlegeplatz stehen 415 001 und 101, hier am Einfahrtstor stehen (v.r.n.l.) 415 701, 601 und der Kopfwagen 501. Der 001 war bereits am nächsten Tag Geschichte . . .
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Dem Triebzug 1501 kommt ja ein Rekord zu: Er dürfte das einzige Fahrzeug sein, das bereits am Zerlegeplatz in Opladen gestanden hat, und diesen Platz trotzdem im Ganzen wieder verlassen durfte! Wie wir gleich sehen, war der Zug schon bis ganz vorne in Position geschoben worden, und wurde doch nicht angegangen wegen der extremen Schimmelbelastung, seht selbst:

<36> Auf diesem Bild ist er im Hintergrund zu sehen, der Tz 1501., während vorne ein Schwerlast- Güterwagen brutal verschrottet wird. Und im richtigen Moment fährt vorne ein Bender- LKW vorbei, der sehr deutlich dokumentiert, daß das Wort “ENDE” im Namen “BENDER” versteckt ist! Für eigentlich alle hier auftauchenden Fahrzeuge ist dieser Platz das finale Ende, auch für den Tz 1501 beim zweiten Versuch . . .
<37> So ähnlich wie auf dem Bild 35 standen die Fahrzeuge des Zuges 1501 auch schonmal am 8. Dezember 25: Der Kopf 415 001 steht mit dem 415 101 auf dem Stumpf des alten Zufahrtsgleises, während vorne am Zerlegeplatz Güterwagen “in Arbeit” sind
<38> Hier aus anderer Perspektive, leider mit Sichtschutz
<39> Während hinten auf dem Außengleis die drei Wagen 415 501, 601 und 701 warten. Unterschied zu den Bildern aus Mai 26: Die Inneneinrichtung ist noch vollständig vorhanden, aber stark schimmelbefallen
<40> Dieses Bild von Eberhard dokumentiert, daß die Wagen 415 001 und 101 über Weihnachten 2025 schon ganz vorne am Zerlegeplatz gestanden haben für den Beginn der Arbeit nach den Feiertagen, aber es kam ganz anders, und zwar deshalb . . .
<41> Bereits vorher im AW Krefeld- Oppum, wo der Zug mehrere Jahre im Freien als Ersatzteilspender gestanden hatte, war sehrwohl aufgefallen, daß er schimmelbelastet ist, allerdings hat man dies nicht als so gravierend wahrgenommen wie Lauritz Bender als Chef vom Zerlegebetrieb. Dieser hat ein deutliches Risiko für seine Leute gesehen allein in dem Umstand, daß eine Gefährdung durch Schimmelsporen nicht ausgeschlossen werden konnte = Eine sehr mitarbeiterfreundliche und umweltbewußte Entscheidung folgte nach reiflicher Überlegung: SO kann der Zug nicht verschrottet werden, dafür kommen zu viele Mitarbeiter direkt und indirekt mit ihm in Berührung, auch noch in den Drittunternehmen, in denen später die kleingemachten Reste geshreddert werden, um die Materialien sauber voneinander zu trennen; Dabei wären alle Maschinen mit Schimmelsporen und unsicherer Konsequenz infiziert worden! Nein, keine Frage: Die Entscheidung von Lauritz Bender war hochanständig und absolut in Ordnung. Dem Vernehmen nach hat er sich selbst in Krefeld vor der zweiten Überführung einen Eindruck verschafft, wie gründlich die Schimmelbelastung beseitigt wurde > Sehr anerkennenswert!
<42> Am ersten Tag nach Weihnachten, dem 27. Dezember 25, wurde der ganze Zug wieder startklar gemacht für die Rücküberführung nach Krefeld, wobei Norbert vor dem Tor in Opladen noch dieses Bild vom 415 001 gelang, das deutlich einen den Warnhinweise aus Bild 41 auf der Türe zeigt
<43> Hier steht der Zug im Bahnhof Opladen, wie er etwas später abfuhr nach Krefeld, bis er nun im Mai 2026 wieder zurückkam zum Verwerter, dem er bereits einmal entkommen war, beim zweiten Mal aber nicht mehr . . .
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<44> Nur an einer einzigen Stelle, und das auch erst bei der Bearbeitung zuhause am Rechner (nicht vor Ort in Opladen) entdeckte ich das letzte amtliche Untersuchungsdatum des Zuges Tz 1501 = Es war der 28.11.2018, und die Untersuchung wurde ausgeführt im Betriebsbahnhof Dortmund (“EDOB”). Damit hätte der Zug eigentlich bis in dem November 2026 hinein fahren können, aber ein Schaden zwang ihn schon Anno 2022 ins AW Krefeld, wo dann entschieden wurde, ihn NICHT zu reparieren, sondern zugunsten anderer Fahrzeuge 411 und 415 wegen knapp werdender Teile als Ersatzteilspender zu verwenden. Seitdem stand er im AW Krefeld- Oppum, und das wegen der beengten Platzverhältnisse weitgehend im Freien, sodaß der Schimmel Zeit hatte, sich zu entwickeln . . . Es gibt das Gerücht, in Krefeld stünde noch ein weiterer ausgemusterter ICE, der innerlich vollkommen schwarz von Schimmel sein soll, also noch stärker befallen ist als dieser 1501 . . . da wird sich Krefeld was einfallen lassen müssen, WENN die Info denn so stimmen sollte . . .
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Dank für Euer Interesse

Und nochmal der Hinweis: Diese Galerie ist im Ordner 05 “Bender” zu finden und zusätzlich im Ordner 27 “001-Fahrzeuge”

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