Jubiläumsbilder (1)

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Ich bin gebeten worden, die „Jubiläumsbilder“ der letzten Monate in einem eigenen Ordner zusamenzufassen, da sie bei den Monats-Seiten untergehen würden, was „schade“ sei. Dem habe ich Nichts hinzuzufügen, ich sehe es genauso. Daher nun ganz oben in der Seitenleiste ein neuer Galerie-Ordner mit den bisherigen 50-Jahres-Bildern, d.h. es ist eine Wiederholung der Bilder, die am ursprünglichen Ort stehenbleiben und zusätzlich in diesem eigenen Ordner zu finden sind. Im übrigen werde ich auch in Zukunft an dieser Tradition festhalten und jeden Monat eine neue Folge präsentieren, die dann einige Tage später auch hier zu sehen sein wird. Gute Unterhaltung bei diesen Bildern, die jeweils in 5-Jahres-Schritten zurückgehen bis zu einer Zeit vor 50 Jahren (!).

(Es sind relativ willkürlich ausgewählte Bilder, die immer 5 Jahre auseinander liegen, aber untereinander nicht in Zusammenhang stehen)

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Die Jubiläums-Bilder von Januar 22:

Auch zu sehen im Ordner „Neues im Januar

<58> Von Januar 22 um 50 Jahre zurück = Januar 1972. Und da gibt es einen für mich besonderen Umstand, denn sogar das genaue Datum kann rekonstruiert werden: Ich weiß sicher, daß ich einen Tag vor der 82-Abschiedsfahrt ab Koblenz hier in diesem AW war – Und die Sonderfahrt mit 82 008 fand am 9. Januar 72 statt, wie es vielfach festgehalten ist. Also fand dieser Besuch hier am Samstag, dem 8. Januar 72 statt, und zwar in einem der ziemlich „seltenen“ fotografisch festgehaltenen AW: Wir sind im AW Lingen/Ems! Rechts vorne 050 173-4, dahinter einige Andere, von denen durch Fotos 001 088 und 001 187 belegt sind, die restlichen sind unbekannt. Es war so, daß ich an diesem Tage im Bw Rheine zufällig auf andere Fuzzy traf, die wußten, daß im AW Lingen ein Tag der offenen Tür angesetzt war am selben Tage. Daraufhin zog es mich sofort nach Lingen, und tatsächlich wurde ich eingelassen im AW – ABER oh je: Da ich unvorbereitet hier war, hatte ich weder genügend Filme dabei, noch ein Stativ. Gemeinsam mit der damaligen Knipse, mit deren Belichtungssystem ich nicht zurechtkam, ergaben sich daraus leider nur unterirdische, eigentlich nicht vorzeigbare wenige Bilder > Dies ist eines davon.
<58a> Dasselbe Bild etwas heller, das macht es leider aber auch nicht besser
<59> Vor 45 Jahren = 1977. Da gab es eine seltene Gelegenheit, die ich aber nicht als Solche erkannt hatte: 044 404-2, die nur wenige Monate in Gelsenkirchen-Bismarck fuhr, war eine Bremslok mit Gegendruckbremse, also eine aus allen anderen 44 herausstechende Besonderheit. Die andere, inzwischen seltene Besonderheit heißt: Schnee!
<60> Vor 40 Jahren = 1982. Da kam mir eine Dampflok vor die Linse, die es gar nicht gibt! Eine „81 1001“ hat es nie gegeben. Es handelt sich um die Saarbahn-Lok „36“ (Krauss-Maffei 17575/1949) der Saarbergwerke, die noch betriebsfähig an die Historische Eisenbahn Frankfurt ging. Und dort bekam sie zeitweilig eine Phantasienummer nach Staatsbahn-Norm
<61> Vor 35 Jahren = 1987. Im Januar 1987 kam mir in München einer der (meiner Meinung nach) elegantesten Triebwagenzüge (> natürlich nach dem 601!) überhaupt vor eine Linse. NACHTRAG: Ausgerechnet 4010.022 ist erhalten geblieben im Museum Straßhof – Dank für diesen Hinweis aus der Leserschaft!
<62> Vor 30 Jahren = 1992. Die Galerie für diesen Monat hat mit einem AW begonnen und ich habe ein weiteres (für mich: seltenes) Bild aus einem AW gefunden, das tatsächlich aus dem Januar 92 stammt: Hier ist es das AW Chemnitz, das mir einen kurzen und einmaligen Besuch gestattet hatte. Erkennbar ist die Nummer 332 035
<63> Vor 25 Jahren = 1997. Und auch für den 25-Jahres-Part habe ich ein Bild gefunden, das tatsächlich aus dem Januar 1997 stammt: Zufällig traf ich in Salzwedel (bei der Suche nach abgestellten Dampfern) auf diesen illustren Bauzug mit der V75 der Karsdorfer Eisenbahn, die leider nicht langfristig überlebte. Wohl aber 107 018 existiert noch heute

Soviel zunächst zu den Jubiläumsbildern in der Vorschau für Januar 2022, und damit: GUTEN RUTSCH!

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Die Bilder von Dezember 2021:

<46> Vom Dezember 21 ziemlich genau 50 Jahre zurück: Diesmal beginnen wir wieder mit den alten Bildern und arbeiten uns nach vorne in die Neuzeit. Dieses Bild der 01 073 im Bw Ehrang hatte ich lange Zeit falsch einsortiert: Aber durch die uns heute zur Verfügung stehenden Unterlagen wissen wir, daß ebendiese 01 073 bereits im 4. Quartal 1971 zerlegt worden ist (in Karthaus), damit MUSS das Foto schon bei meinem ersten Besuch im Bw Ehrang im Herbst 1971 entstanden sein, kurz vor der Überstellung nach Karthaus. Nun hat die Lok noch ihre Schilder und ich habe mich bereits damals als 14-Jähriger intensiv für Schilder interessiert, aber die Siebdruckschilder waren zu der Zeit so verpönt, daß ich trotz des Gedankens daran (leider) nicht danach gefragt habe . . . > Und etwas Weiteres sehen wir: Ich hatte im Sommer 71 eine bessere Knipse bekommen als vorher: Siehe zum Vergleich das Bild der 50 001 (aus den Oktober-Bildern) – Dieses war noch mit einer Spielzeugkamera gemacht, eine „ADOX Golf 1a Rapid“, und nun war es eine Kodak „Retina 1b“ (so ich erinnere), die Qualität ist dadurch gewaltig gestiegen, aber . . . ich kam mit der Belichtungssteuerung nicht zurecht, bis das klappte, waren noch zahlreiche Aufnahmen im Eimer und werden erst durch moderne Medien zeigbar
<47> Ein zweites 50-Jahres-Bild. Auch hier ist das Aufnahmedatum unklar, es war irgendwann in 1971 (ich war mehrfach dort) in Karthaus bei Trier. Hier war ich lange Zeit der Meinung, das seien die Überreste der 01 073, aber heute erscheinen mir die drei Radsätze nicht groß genug für eine 01, es wird wohl eher eine 38 gewesen sein, die hier kleingemacht wurde, dann könnte es die 038 335 gewesen sein – denn von der hatte ich damals ein Überführungsschild ergattern können
<48> Vor 45 Jahren = 1976 (Das erste Bild). Dies ist eine der wenigen Aufnahmen, die ich von der Großbekohlungsanlage im Bw Gelsenkirchen- Bismarck habe und es zeigt im Dezember 1976 eine Lok, die ich im selben Monat noch in Farbe geknipst habe:
<49> Vor 45 Jahren (Das zweite Bild). Und zwar unter sehr besonderen Umständen: Bei Filmaufnahmen! Im Bahnhof Schee (zwsichen Hattingen und Wuppertal) fanden zu dieser Zeit häufig Filmaufnahmen statt und eines Tages im Dezember 1976 auch für eine Spielfilmproduktion mit dem Titel “Schlechte Zeiten”. Dafür war die eigentlich schon abgestellte 044 754 nochmals angeheizt worden und stand drei Tage letztmals unter Dampf, bis sie in den Hochofen ging. Kurz vorher war eine Kohlenklauszene gedreht worden mit zahlreichen Komparsen, die nun zum Bahnhof streben, um sich aufzuwärmen. Es ist quasi die Einfahrt in Schee aus Richtung Wuppertal. Die 044 754 ex 1754 war übrigens eine der 1944 in Frankreich gebauten 44er, die bis zum Schluß durchgehalten hat, um dann doch bei Schuy in Limburg zerlegt zu werden
<50> Vor 40 Jahren = 1981.  Es ist inzwischen still geworden um diese schöne kleine Lok, die 24 009, die heute im ehemaligen Bw Bismarck hinterstellt ist mit ungewisser Zukunft. Damals, in den 70er und 80er Jahren war sie allgegenwärtig und bei vielen Sonderfahrten in ganz Deutschland dabei, hier bei der Hohenzollernbahn im Dezember 81
<51> Das zweite 40-Jahres-Bild. Nach der 24 konnte auch die moderne Bahn festgehalten werden, denn wir wollen uns auch der “neuen” Traktion widmen: Im Bw Kornwestheim finden wir 120 001 und 140 356. Die erste 120er- Urmutter konnte leider nicht erhalten werden, denn sie hatte 2004 einen schweren Unfall und wurde vor Ort zerlegt
<52> Das erste 35-Jahre-Bild von Dezember 21. Wir sehen eine West V100 aus Kleve bei der Einfahrt in Duisburg Hbf, natürlich mit den allgegenwärtigen „Silberlingen“ (n-Wagen)
<53> Das zweite 35-Jahre Bild. Und auch hier sehen wir eine V100, aber sehr weit von ihrem Ursprungsland entfernt: Wir sehen die DH 11 502 der TCDD, hinter der sich die ehemalige 211 071 der Bundesbahn aus Mühldorf verbirgt, die in die Türkei verkauft worden war. Die TCDD kam aber nicht wirklich klar mit ihr, sie wurde nach nur wenigen Jahren bereits zerlegt. Hier sehen wir sie im Herbst 1986 im Bw der Stadt Edirne in der europäischen West-Türkei, es war nicht klar zu eruieren, ob sie zu dem Zeitpunkt noch im Einsatz war oder bereits abgestellt
<54> 30 Jahre zurück = 1991. Wir sehen nochmals eine V100, aber diesmal eine Ostlok von LEW, die umgebaut und umgespurt wurde für die Harzquerbahn: 199 892 in Sorge im Dezember 1991
<55> 30 Jahre, das zweite Bild = 1991. Aber an ziemlich gleicher Stelle (nur in der anderen Richtung) gab es auch Dampf zu sehen und zu bestaunen: 99 222 trägt noch nicht ihren später wieder eingebauten Oberflächenvorwärmer. Man beachte den jahresendzeitlichen Schmuck in Form des schönen Weihnachtsbaumes links!
<56> Vor 25 Jahren = 1996. Da gab es ein paar sehr seltene Aufnahmen: Wir sehen 120 129, wie sie im AW Opladen gerade beklebt wird mit der Weihnachtsfolie, die sie nur wenige Wochen tragen wird. Ich war zwar damals mit dabei, durfte aber nur den Helfer spielen für Manni Kantel (†), dem wir leider nicht mehr danken können für das Bild, er weilt nicht mehr unter uns
<57> Und das zweite Bild von vor 25 Jahren. Hier beehrt uns der “Nikolausi” (frei nach Gerhard Polt). Es ist aber nicht, wie vermutet, die 41 360, sondern die zu dieser Zeit zweite in Oberhausen eingesetzte 41 241, die dann später in die Niederlande verkauft wurde. Und damit wünsche ich allen Lesern nochmal nachträglich, schöne Weihnachten gehabt zu haben!

Und hier der Link zu den anderen aktuellen Bildern von Dezember 2021

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Die Bilder von November 2021:

<39> Vor 25 Jahren = 1996. Schon 25 Jahre reicht dieses Bild vom “Stahlhelm” 01 1102 zurück. Die Lok ist unterwegs auf ihrer ehemaligen Stammstrecke in Lingen an der Ems (Richtung Norddeich)
<40> Vor 30 Jahren = 1991. Da schauen wir auf die 242 070, spätere 142 070, und zwar in Magdeburg Neustadt. Das Bild muß aus Anlaß eines Plandampfes im Oktober 1991 entstanden sein, war also quasi Beifang
<41> Vor 35 Jahren = 1986. Hier sehen wir gleich zwei “Hasenkasten”- Silberling- Steuerwagen, die aber gravierende Unterschiede aufweisen: Der rechte Wagen hat keine Scheibenwischer mehr, dafür aber einen Gummiwulst- Übergang und offenbar eine zu öffnende Tür mit Bodenblech, währen der linke Wagen eine verschlossene Tür hat – aber beide Wagen dürften nicht mehr im Stw-Einsatz sein, weil Gerolstein gar keine Wendezugeinsätze hatte! Bw Gerolstein anläßlich einer Sonderfahrt mit 41 360
<42> Vor 40 Jahren = 1981.  Wir wagen wir einen herbstlichen Blick in das Bw Kornwestheim mit Resten des ersten Schnees. Vorne steht 194 045, dahinter 193 004, dann eine unbekannte 150, dahinter 140 356 und hinten die 120 001
<43> Vor 45 Jahren = 1976. Von November 21 an 45 Jahre zurück sind wir natürlich noch in der Dampfzeit der Deutschen Bundesbahn. Hier stampft die gut gepflegte 053 104 (mit Wannentender) aus Duisburg- Ruhrort Hafen kommend in Richtung Mülheim/Ruhr, im Hintergrund sehen wir das Fdl- Stellwerk Ruhrort Hafen
<44> Vor 50 Jahren = 1971. Etwa 50 Jahre zurück in meine Jugendzeit blickt dieses Bild einer kleinen Bn2t, die die Nummer “Sachtleben 2” trägt und in Duisburg- Homberg unmittelbar vor meiner Haustüre gelegentlich zu finden war. Es ist die Henschel 11192 (siehe Dampflokomotivarchiv.de), die dann Ende des Jahres 1973 bis zum Februar 74 bei Sachtleben in Homberg auf dem Werksgelände verschrottet wurde -> Da kann der Datenvorrat vom Dampfarchiv also etwas vervollständigt werden, denn dort steht noch, daß der Verbleib unbekannt sei
<45> Noch ein Zusatzbild: Denn die kleine „Sachtleben 2“ wurde nicht vollständig verschrottet, beide Seitenschilder entgingen dem Schrotti, obwohl es wertvolles Messing gewesen wäre. Und beide Schilder befinden sich nachwievor in Duisburg, eines sogar unmittelbar neben dem heutigen Sachtleben-Gelände (Hallo Rüdiger!) und eines bei mir an der Wand. Das andere 001- Nummernschild liegt nur wegen dem Größenvergleich daneben, es ist ja völlig uninteressant ansonsten . . . ;-))

Und noch der Link zu den anderen aktuellen Bildern von November 2021

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Die Bilder von Oktober 2021:

<33> Vor 50 Jahren = 1971. Köln vor etwa 50 Jahren! “Etwa” daher, weil ich kein Datum habe, es kann 1970 sein, 71 oder 72, wer weiß das? Es ist auch nicht so wichtig. Jedenfalls sind bemerkenswerte Details erkennbar: Auch auf dieser Rheinseite ist noch die Rampe vorhanden, die bis März 1945 den Straßen- und Straßenbahnverkehr über einen weiteren Brückenzug der Hohenzollernbrücke führte, die selber nur aus zwei Zügen, also vier Gleisen besteht. Außerdem sind Züge der KBE- Rheinuferbahn am dortigen Endbahnhof zu sehen, der damit seine genaue damalige Lage verrät
<34> Vor 45 Jahren = 1976. Noch fahren D-Züge zwischen Dresden und Berlin mit Dampf. Und hier erreicht am Bahnhof Warschauer Straße gerade ein Zug mit 01 118 die Hauptstadt. Es ist ein damals völlig unvorstellbarer Zufall, daß ausgerechnet diese Lok bis in die Neuzeit überleben würde. Und was wird sie noch alles erleben in ihrem langen Leben!
<35> Vor 40 Jahren = 1981.  Da haben wir mit “Hilger Steamtours” (> Scherz, sowas gabs nicht, wir waren immer rein privat unterwegs) eine Rundreise unter anderem durch Ungarn gemacht und im Großraum Budapest gab es noch Vorortverkehr mit Dampf. Hier sehen wir die 424.278 in einem kleinen Unterwegsbahnhof am Rande von Budapest – oder zumnindest in der Nähe von Budapest, wo genau, ist mir entfallen, aber es dürften die letzten Leistungen dieser Art gewesen sein
<36> Vor 35 Jahren = 1986. Mal keine Eisenbahn, sondern die gummibereifte Konkurrenz. Wir sehen einen klassischen ziemlich alten (aber gut gepflegten) BÜSSING-Lkw im Norden der Türkei, der tatsächlich noch im täglichen Einsatz stand (Ende 09 oder Anfang 10/1981). Dabei steht die „14“ für die Provinz Bolu
<37> Vor 30 Jahren = 1991. In diesem Jahre gab es verschiedene Plandampf-Veranstaltungen und bei einer davon ergab es sich, daß die 01 531 durch Genthin fahren sollte. GENTHIN! Da war doch was . . . ?! Genau, Genthin hat einen sehr traurigen Beigeschmack, wenn gleichzeitig von der Eisenbahn die Rede ist. Das Eisenbahnunglück von Eschede war “nur” das bisher schlimmste Unglück der Nachkriegsgeschichte, der verheerendste Unfall deutscher Allgemeingeschichte (der nicht durch Kriegsereignisse ausgelöst wurde), passierte in Genthin, als ein verunsicherter Fahrdienstleiter einen Zug anhalten wollte, der über ein rotes Signal gefahren war – Er hatte irrtümlich aber den ersten Zug angehalten und hätte eigentlich den direkt dahinter laufenden zweiten Zug anhalten sollen, der dann mit hoher Geschwindigkeit auf den ersten auffuhr und mit 200 Toten in die Geschichtsbücher einging – Vielleicht sogar noch viel mehr, die Quellen nennen unterschiedliche Zahlen. Das muß ungefähr hier gewesen sein im Dezember 1939, wo gerade 01 531 mit Volldampf vorbeibrettert. Was hat das mit ihr zu tun? SIE, die 01 531, allerdings unter ihrer alten Nummer 01 158, war damals genau die Lok, die den zweiten Zug gezogen hat und ziemlich genau hier auf den ersten D-Zug aufgefahren ist, wobei die Lok und etliche Wagen total zerstört wurden. Aber die 01 158 wurde danach trotzdem wieder neu aufgebaut, verblieb nach dem Kriege in der DDR und wurde später modernisiert zur 01 531. Und genau sie donnert auf dem Bild im Jahre 1991 an der ehemaligen Unfallstelle vorbei! DIESES Motiv wollte ich unbedingt haben, unabhängig davon, ob ich wirklich die Unfallstelle gefunden hatte oder nicht – es war zumnindest in der Nähe, in Genthin!
<38> Vor 25 Jahren = 1996. Auch dieses Bild hat einen aktuellen Bezug – Und leider ebenfalls einen traurigen: Wir sehen die 62 015 im Oktober 1996 im Ahrtal, also genau dort, wo im Sommer 2021 eine der schlimmsten Hochwasserkatastrophen der neueren Geschichte zu beklagen war

Und der Link zu den übrigen aktuellen Bildern von Oktober 2021

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Die Bilder von September 2021:

<26> Vom September 21 zurück vor 25 Jahren = 1996. In diesem Jahre gab es diverse Sonderfahrten mit Dampf, die über das ganze Bundesgebiet verteilt waren – So kam auch eine Lok nach Bayern, die nie vorher hier war, die 44 1486. Links steht ihr Sonderzug und wartet die Kreuzung oder Überholung der 139 131 ab, die ehemalige E40 1131 (also keine umgebaute 110).
<27> Vor 30 Jahren = 1991. In diesem Jahre gab es die DDR-Reichsbahn noch, obwohl die Wiedervereinigung bereits zurücklag. Und in amtlichem Auftrag dieser DR stand dieser 601, der einen schnellen (und komfortablen) Testbetrieb zwischen Hamburg und Berlin anbot – leider aber keine Zukunft hatte. Vielleicht war es noch etwas zu früh für einen Bürozug in die gerade wieder werdende Hauptstadt. Hier steht 601 013 abfahrbereit in Altona zu einem neuen Umlauf. Der Zug aus 601 013 und 015 wurde später bekannt als “Der Blaue Zug” aus Augsburg
<28> Vor 35 Jahren = 1986. In diesem Jahre gab es bei der DR in Mitteldeutschland noch planmäßigen Dampfverkehr. Und zwar an verschiedenen Stellen, so auch im Pz-Dienst um Magdeburg herum. In der Gegend von Hettstedt im Mansfelder Bezirk dampfte es zusätzlich noch privat, aber nur ganz selten gelang eine Kombination Beider (DR und Privat) auf einer Aufnahme, die nicht gestellt ist und auch nicht manipuliert wurde: Unten dampft 50 3564 (im 41er Plan) nach Schönebeck-Salzelmen und oben kommt uns ein Zug der Mansfelder Kleinbahn mit der Lok 11 entgegen.
<29> Vor 40 Jahren = 1981. In diesem Jahre fuhren noch die Limburger “Zigarren”, relativ moderne Akkutriebwagen, die nie aus dem Versuchsstadium herauskamen und leider Splittergattungen blieben. Hier der Urvater 517 001 im Heimat-Bw, dessen Name mir gerade entfallen ist . . . ;-))
<30> Vor 45 Jahren = 1976. Anno 76 gab es noch vereinzelten Dampf im Westen, der aber überall weniger wurde, es war absehbar, daß die Bundesbahn in Kürze ausgedampft haben würde. So kam es, daß auch Medien sich für den Dampf interessierten und für mehrere Tage eine 44 mit Zug mieteten, um für das ZDF- “Sonntagskonzert” (! Kein Scherz !) Filmaufnahmen (mit Musik) aufzunehmen. Dazu wurde eine wenig bis gar nicht befahrene Strecke ausgesucht, hier z.B. sind wir im Bahnhof Schee, der heute längst gleislos ist. Der Zug wurde übrigens nicht abgeschnitten, sondern bestand hier nur aus diesen zwei Wagen (später war auch ein längerer Zug am Start), Lok ist die Starlok aus Bismarck: 044 508
<31> Ein Zusatzbild zur 45-Jahre-Session aus Schee: Einige Prominente waren für die Filmaufnahmen angereist nach Schee, so zum Beispiel auch der damals sehr bekannte Schauspieler Walter Giller, der hier aus dem Führerstand der 044 508 blickt, die Anderen gehörten zur Filmcrew, nur der junge rotblode Typ rechts oben könnte ebenfalls ein Sänger gewesen sein (glaube ich zu erinnern), möglicherweise fast sicher war es Michael Holm
<32> Und vor 50 Jahren = 1971. In diesem Jahre wurde ich 14, hier war ich noch 13. Und zu meiner Oma zu Besuch in Kierberg (Eifelbahn). Ich hatte gelesen, die 050 001 würde den “Rheingold” über die Eifelbahn ziehen und wollte den Zug unbedingt sehen – was angesichts verständnisloser Verwandter schwierig war . . . Letztlich stand ich ganz aufgeregt auf der nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Seite der Gleise und zitterte vor Erwartung der 50 001 mit dem Rheingold – Wahnsinn! Damals ein “Weihnachten” für mich. Aber der Zug war zu schnell für meine Spielzeug-Kamera, die Einstellungen paßten nicht und überhaupt gehört das Bild eigentlich in die Tonne . . . Nur ist es eines meiner individuell wertvollsten Bilder, was aber außer mir Niemand nachvollziehen kann . . . Vielleicht gibt es ja in einigen Jahren die Chance, auch aus so einem Müll noch elektronisch ein vorzeigbares Bild zu zaubern, wer weiß . . . Es war eine der ersten Fahrten des wiederauferstandenen alten Rheingold und eine der letzten Fahrten der 50 001, die aber erhalten wurde und heute in Berlin steht im Technik-Museum

Und noch der Link zu den übrigen aktuellen Bildern vom September 2021

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Die Bilder vom August 2021:

<14> Im August lief es mal umgekehrt: Das älteste Bild voran, hier also 1971 = 50 Jahre! Bild 57385 (= Bildnummer im Archiv). Wir sehen das heute noch stehende, aber als feines Restaurant genutzte Stellwerk “HOF” (= “Hohenbudberg Ost Fahrdienstleiter”) im Sommer des Jahres 1971 – es kann aber auch 1970 oder 72 sein, wer weiß das so genau. Jedenfalls verläßt am Nachmittag eine 44 von Vielen den Rbf Hohenbudberg (zwischen Duisburg und Krefeld) mit einem Ruhrgebiets-Güterzug, der am Tage hier in Hobu neu zusammengestellt worden war. Die sichtbaren Gleise sind heute alle verschwunden, aber die bauliche Substanz des Stellwerks ist gut erhalten, wenn auch innerlich entkernt und neu ausgebaut. Was dort damals “los” war, kann man sich heute nicht mehr im Geringsten vorstellen, wenn man nicht dabei war, an allen Nachmittagen fuhr ein Zug nach dem nächsten aus in Richtung Osten (Ruhrgebiet), und (fast) alle mit Dampf . . .
<15> Noch eine Besonderheit von August: Ich zeige jeweils ZWEI Bilder des entsprechenden Jahres, hier also das zweite Bild aus 1971. Dieses zweite Bild von vor 50 Jahren zeigt einen Blick aus dem gerade gesehenen Stellwerk HOF in Richtung Osten (Krefeld), wo ebenfalls noch Gleise lagen und wo 055 703 gerade herumrangiert. Wenn man heute aus diesem (noch vorhandenen) Fenster blickt, sieht man nur Grünanlagen
<16> Das erste Bild von vor 45 Jahren. Hier zum Beispiel die 043 121 mit einem Leerpark aus Emden kommend, die in LATHEN durchballert auf ihrem Weg nach Rheine. Damals hab ich mich fies geärgert, daß ausgerechnet in diesem Moment eine Deutz-Lok der Hümmlinger Kreisbahn in Richtung Sögel mitten ins Bild fahren muß, heute sehe ich das ganz anders und betrachte die V-Lok sogar als Bereicherung. Dies hier ist eigentlich ein Farbbild, das aber durch die Zeit so stark farbverändert ist, daß auch Photoshop machtlos war und nur noch die Konvertierung in schwarz/weiß helfen konnte als last possibility
<17> Das zweite Bild von vor 45 Jahren. Es zeigt (ungefähr) im August 1976 einen Leerzug mit der Emder Denkmallok 043 903 und offenen (E-) Wagen bei der beeindruckenden Durchfahrt in Lingen/Ems. Die Fahrt geht vorbei an der am Vortage liegengebliebenen 043 100, die kalt auf die Abholung wartet. Da bin ich doch jahrzehntelang von falschen Voraussetzungen ausgegangen: Damals war die Haupttransportrichtung noch logisch und sinnvoll, nämlich vom Ruhrgebiet weg in alle Richtungen und die Südfahrer auf der Emslandbahn waren fast alles Leerzüge. Heute ist das umgekehrt und nicht mehr “sinnvoll” im Sinne von nachhaltig, sondern kostenoptimiert
<18> Das erste Bild von vor 40 Jahren. Bild 54477. Weitere 5 Jahre weiter sind wir bei zwei 40-jährigen Bildern des Jahres 1981. Da ist zum Beispiel eine der letzten 58 (pr. G12), die man noch antreffen konnte. Die 58 1042 in Nossen hat ihre Zeit aber schon hinter sich und wird wenige Jahre später leider verschrottet
<19> Das zweite Bild von vor 40 Jahren. Bild 45839. Zu dieser Zeit gab es noch feinen Dampfbetrieb bei der Reichsbahn, wo der letzte Schnaufer im Westen bereits mehrere Jahre zurücklag. Hier kachelt 41 1074 mit einem gemischten Güterzug aus dem Westen von Oebisfelde nach Stendal (-Berlin) in der Nähe von Gardelegen an einem speziellen “Negativ”-Signal vorbei: Es hat inverte (“vertauschte”) Farben, die man vor dem hellen Hintergund besser erkennen soll, das Signal im Hintergund hat die üblichen Farben und würde als Negativsignal vor dem Wald quasi unsichtbar. Dies ist übrigens eines der ersten Digitalbilder, die ich besaß: Ich hatte um 1998 herum 100 Dias bei Kodak für sündhaft teures Geld digitalisieren lassen und war DAMALS mit der Qualität zufrieden, HEUTE reicht sie nur noch für eine sowieso heruntergerechnete Netzpräsentation, so ändern sich die Zeiten. Zudem gibt es zu der Lok noch eine Geschichte: Hartnäckig hält sich das Gerücht, um 1982/83 herum habe es genau mit der 41 1074 in Oebisfelde einen versuchten (und gescheiterten) Grenzdurchbruch gegeben, bei dem die Lok beschädigt wurde. Diese Geschichte wird von Vielen angezweifelt, da bis jetzt keine Unterlagen dazu aufgetaucht sind, aber ICH glaube sie nach wie vor, da ich einen Zeitzeugen dazu interviewen durfte, der mir sehr glaubwürdig erschien
<20> Das erste Bild von vor 35 Jahren. Bild 00111. Weitere 5 Jahre später, im Jahre 1986, entstanden diese beiden Bilder. Hier die ehemalige 52 5156, die nach dem Kriege in der Sowjetunion verblieben war und später nach Ungarn abgegeben wurde, wo sie zunächst die Nummer 520.053 erhielt, die später in 034 geändert wurde. Hier steht sie im Jahre 1986 in Komarom/Ungarn als Denkmal am Bahnhof, heute steht sie im Bahnpark Budapest
<21> Das zweite Bild von vor 35 Jahren. Es zeigt eine rare Besonderheit, von der ich damals nicht glaubte, noch ein Exemplar überhaupt zu Gesicht zu bekommen: Es ist eine US-amerikanische Kriegslok S 160 „Klapperschlange”, die während und nach dem zweiten Weltkrieg in alle Teile Europas geliefert worden waren zur Ankurbelung des am Boden liegenden Verkehrs. Auch in Deutschland war eine größere Anzahl dieser Loks anzutreffen, die aber schon früh wieder abgegeben oder zerlegt worden waren, wohingegen diese 411.057 in Ungarn bei der MAV bis ins Jahr 1986 gekommen war, was aber ihr Letztes war: Sie steht hier in Szombathely bereits auf dem Zerlegegleis und ist bald Geschichte. Zur Historie siehe HIER. Wie ein DSO-User zu berichten weiß, war die Lok noch 1979 in Kal-Kapolna unter Dampf und 1981 im Heimat-Bw Kisterenye abgestellt vorhanden
<22> Ds erste Bild von vor 30 Jahren. Bild 34431. Die Kategorie “30 Jahre” bringt uns ins Jahr 1991, das in beiden Teilen Deutschlands, die gerade erst zusammengeklebt worden waren, von Sonderfahrten geprägt war. Später gelangte diese 41 241 noch zu unrühmlicher Bekanntheit, weil sie wohl von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Oberhausen in die Niederlande verkauft wurde, obwohl die Besitzverhältnisse unklar waren und der Verkauf nicht hätte zustande kommen dürfen – Immerhin hatte dies zur Folge, daß die Lok dort in den Niederlanden wieder aufgebaut wurde bzw. wird und in absehbarer Zeit als Öllok wieder ans Rollen kommen wird! Damals, 1991, war das im Westen z.B. die hier in Duisburg zu sehende 41 241, die die Fans begeistern konnte, und im Osten war es eher eine 44 . . .
<23> Das zweite Bild von vor 30 Jahren. Bild 31357. Im Osten war es die 44 1486, die über viele Jahre hinweg Fans aus aller Welt begeistern konnte, hier mit einem von vielen Sonderzügen im noch ziemlich “demokratisch” anmutenden Bahnhof Güsten. Die Lok steht 2021 kalt im Museum Staßfurt und kann nicht mehr zeigen, was in ihr steckt(e)
<24> Das erste Bild von vor 25 Jahren. Bild 22815. Nun sind wir im Jahre 1996, also vor 25 Jahren angekommen und zeigen den ganz normalen Alltag – der heute in dieser Form gänzlich verschwunden ist. Hier z.B. die S-Bahn- 111 136 mit einem “lichtgrauen” Dosto-Zug in Wuppertal-Steinbeck. Die Lok ist 2019 “verbendert” worden und schaut aus dem Lokhimmel zu
<25> Das zweite Bild von vor 25 Jahren. Bild 37279. Die zweite 25-Jahre-Aufnahme zeigt eine Zuggattung, dies es heute nicht mehr gibt: 110 253 hat in Köln Hbf einen “TALGO”-Nachtzug am Haken, der sich (nach Ansicht der Compi-Algorithmen der Bahn) nicht gerechnet hat und inzwischen restlos entsorgt ist

Und hier der Link zu den übrigen aktuellen Bildern von August 2021

(Dort finden sich noch Bilder von vor 5, 10, 15 und 20 Jahren aus dieser Jubi-Reihe)

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Die Bilder vom Juli 2021:

<7> Juli 21 minus 25 Jahre = 1996.  Wir sehen die 18 478 im Bw Köln Deutzerfeld, wo sie anläßlich einer Deutschland-Rundfahrt im Auftrag von Märklin übernachtet hatte (gemeinsam mit 01 066). Rechts schauen die Spitzen des Kölner Domes hervor
<8> Juli 21 minus 30 Jahre = 1991. Kommen wir zu einem 30 Jahre– Bild. Hier sehen wir im Juli 1991 den damaligen Fahrschulwagen der Duisburger Straßenbahn, den Triebwagen 3070. Wir sind im Betriebshof Grunewald und haben über uns die Autobahnbrücke der A59. Der Tw 3070 war einmal aus zwei Unfallwagen entstanden, einer davon hieß 1068
<9> Juli 21 minus 35 Jahre = 1986. Ein Bild aus dem Juli 1986 = 35 Jahre alt. Es ist eins der subversivsten und damals seltensten Bilder, die ich je gemacht habe – man konnte ja im Jahre 1986 nicht ahnen, daß diese Lok bis heute erhalten bleiben würde. Wir wußten nur aus der internationalen Literatur, daß in einem rumänischen Ort namens Subcetate eine der größten je gebauten rumänischen Dampfloks abgestellt sein sollte, die mal Messfahrten im Vergleich zu einer deutschen BR 45 unternommen hatte und von der es nur die 001 und die 002 gab. Wir suchten den Ort und das Bw, verkleideten uns etwas, ließen West-Auffälligkeiten verschwinden und nahmen die Kamera in einer rumänischen Papiertüte mit – dann spazierten wir einfach so (aber mit klopfenden Herzen) in das Bw, fanden die 151.002 tatsächlich, machten schnell ein Bild und waren auf der Stelle wieder verschwunden . . .

Zu dieser Lok gibt es eine gern gesehene Ergänzung! Michael Weininger hat freundlicherweise eine aktuellere Aufnahme der rumänischen 151.002 zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

<10> (Bild ohne Nummer) Die optisch hergerichtete CFL 151.002 im Depot Dej Triaj als Denkmal am 09.07.2013. Das liegt in der Nähe von Cluj Napoca 100 Km nord-westlich von Bukarest. Aus heutiger Sicht war es also damals völlig unsinnig, ein solch großes Risiko im alten Rumänien einzugehen für eine einzelne Dampflok . . .
<11> Juli 21 minus 40 Jahre = 1981. Hier haben wir einen Blick in die Hauptwerkstätte der Saarbergwerke AG, die sich in Sulzbach-Hirschbach befand. Dort wurden noch 1981 Untersuchungen an Dampfloks ausgeführt, wie hier an der Saar 28, eine Henschel D600. Die Lok war 1947 in Kassel gebaut worden unter der Fabriknummer 29885 und sie ging nach der Abstellung 1983 nicht in den Hochofen, sondern zum Auto und Technik Museum nach Sinsheim, wo sie noch stehen sollte. Wir sehen also die letzte Untersuchung einer späteren Museumslok
<12> Juli 21 minus 45 Jahre = 1976.  Auch hier 8wie bei allen Bildern) kann ich nicht sicher sein, ob ich wirklich den Juli getroffen habe, die Jahreszahl ist aber korrekt. Wir sehen einen Hochofen-Kokszug in Duisburg Hochfeld Südhafen auf dem Weg zu Mannesmann (heute HKM), der von dem Einzelstück 216 010 und der Serienlok 216 014 gezogen wird. Man sieht schön die Unterschiede der Halb-Vorserienlok 010, zum Beispiel den Rahmen (mit Tanks) der Lollos
<13> Und Juli 2021 abzüglich 50 Jahre = 1971! 011 062-7, ehemalige 01 1062, bei der Ausfahrt mit einem Pz aus Münster nordwärts, wohl nach Emden. Diese Aufnahme ist leider völlig undatiert, sie könnte auch auch 1972 stammen, aber sie ist fast 50 Jahre alt und bekommt hier in der Galerie den Platz der 50 Jahre. Ich habe nur ganz wenige zeigbare Bilder, die ich halbwegs sicher dem Jahre 1971 zuordnen kann, daher muß ich Kompromisse schließen

Und hier der Link zu den übrigen Bildern vom Juli 2021

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Die erste Folge der Jubiläumsbilder gab es im Juni 2021, bitte sehr:

<1> Juni 21 minus 25 Jahre = 1996. 01 1102 in Wuppertal Elberfeld (Hbf)
<2> Juni 21 minus 30 Jahre = 1991. Die “DDR” existiert seit einigen Monaten nicht mehr, aber der Verlauf des inneren Grenzzaunes ist noch deutlich auszumachen, ebenso ein Grenz-Wachtturm oben im Wald. Der Feldweg, der hier quer durchs Bild läuft, ist heute die B242 zwischen Braunlage (links) und Sorge (rechts)! Und die Widerlager, an denen die 99.7 gerade vorbeidampft, gehörten einst zur Südharz-Eisenbahn (siehe Tante Wiki). Der senkrecht im Bild zu sehende Weg war der “Kolonnenweg” der Grenztruppen entlang des Zaunes. So nah kamen die DDR-Bürger damals am (inneren) Grenzzaun vorbei, sie konnten ihn vom Zug aus quasi anfassen – und das auch noch ausgerechnet zwischen den beiden Orten „Elend“ und „Sorge“
<3> Juni 21 minus 35 Jahre = 1986.  Und 35 Jahre alt ist dieses Bild: 86 348 und 64 094 standen lange Zeit als Denkmäler auf dem Parkplatz vom “Breuningerland” in Ludwigsburg bei Stuttgart. Beide haben überlebt, aber nicht als Attraktion auf dem Parkplatz, da waren sie irgendwann im Weg, man hat ihren Wert nicht erkannt
<4> Juni 21 minus 40 Jahre = 1981. Und vierzig Jahre alt ist dieses Bild: Irgendwo in Ungarn sehen wir einen Zug mit 324.528. Wir haben uns damals leider die unaussprechlichen Ortsnamen nicht notiert und waren nie lange an einem Ort, um keinen Unmut zu erwecken, aber insgesamt war Ungarn ziemlich freundlich und unproblematisch
<5> Juni 21 minus 45 Jahren = 1976. Damals fuhr noch die „END“ von Esslingen über Nellingen nach Denkendorf
<6> Juni 21 minus 50 Jahre = 1971.  Und 50 (Fünfzig!) Jahre alt ist diese Aufnahme: So etwa die erste Streckenaufnahme meiner Karriere, die so einigermaßen vorzeigbar ist nach heutigen Gesichtspunkten, also Qualitäts-Ansprüchen. Wir sehen die Bismarcker 044 318 mit einem Ruhrgebiets-Güterzug, der von Oberhausen über die Baerler Brücke und Moers kam und nun vor Trompet fast den Rbf Hohenbudberg erreicht hat. Die flammneue Fahrleitung ist gerade in Betrieb. 50 Jahre, du meine Güte, wo ist die Zeit geblieben . . . ?

Hier noch ein Link in die übrigen aktuellen Bilder vom Juni 2021

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Ich hoffe, diese alten Eindrücke bis in die Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts erwecken einige eigene Erinnerungen und bringen vielleicht etwas Freude in die gerade leicht aus dem Rahmen fallende Welt, die im Jahre 21 durch Corona und einige wenige (aber gefährliche) Despoten und Rechtsdeppen nur noch eingeschränkt schön ist. Möglicherweise erledigen sich manche Probleme mit der Zeit, insofern an dieser Stelle einen schönen Gruß in die Zukunft aus der Weihnachtszeit 2021, in der diese Zeilen entstanden sind (und die nächsten Jahre als nicht kalkulierbar erscheinen)!

2 Kommentare zu „Jubiläumsbilder (1)“

  1. Arend von Gersdorff

    Lieber Hans,
    zuerst wünsche ich Dir und Deinen Lieben ein hoffentlich besseres 2022 .

    Da ich mich vor geraumer Zeit habe aus DSO herauskegeln lassen, kann ich Dir nun nur auf diesem Wege danken für dieses Dein Bilderfeuerwerk in der Zusammenfassung der „Jubiläumsbilder“, welches ich soeben genießen durfte. Hut ab, wirklich großes Kino, Deine Bilder – Leider habe ich solche Bilder seit Sommer 2OO3 selber nicht mehr zu bieten nach einem kapitalen Wasserschaden, nach dem meine Dias und Negative in die Restmülltonne kamen; So bin ich heilfroh, Deine und Anderer Eisen- und Straßenbahnbilder der Jahre zwischen 197O -2OO3 bei DSO und auf Deiner Seite sehen zu können.

    Lieber Hans, Dir und Allen, die Dir lieb und wert sind, wünsche ich GESUND !! zu bleiben.

    Alles Gute und liebe zum neuen Jahr, Dein Arnd

    1. Hallo Arnd, vielen Dank für dieses Lob, solche netten und liebvollen Zuschriften sehe ich gerne, sie stechen aus der Menge an Beschimpfungen und Müllmails sehr angenehm heraus, auch wenn Du darin einen traurigen Verlust meldest (der mich wahrscheinlich in den Wahnsinn getrieben hätte!). Von mir desgleichen alles Gute zum neuen Jahr!

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