Galerie 25 (= neu vergebene Nummer) im Ordner 07 “Bildberichte”

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Der besondere Bahnhof Herleshausen
“Herleshausen” . . . Nie gehört? Dann wird es aber Zeit!
Längst ist es kein Bahnhof mehr, sondern ein Haltepunkt der Eisenbahn, ohne größere Bedeutung, die meisten Züge fahren dran vorbei. Das war aber mal anders: Der Bahnhof geriet nach dem Kriege in die Schwierigkeiten der deutschen Teilung. Es war so, daß die Eisenbahnstrecke von Kassel über Bebra nach Eisenach und Erfurt in seiner Nähe mehrfach die Grenzlinie Hessen / Thüringen überschritt. So kam es, daß Herleshausen von beiden Seiten nur über DDR-Gebiet anzufahren war, weshalb man sich einigte, daß der Bahnhof in den Händen der Deutschen Reichsbahn der DDR verblieb und auch mit DDR-Personal besetzt war, es war also ein Ost-Bahnhof im Westen! Später baute die DDR eine neue Eisenbahnverbindung von Gerstungen nach Förtha, um die mehrfachen Grenzüberschreitungen der Bahn zu verhindern, womit Herleshausen quasi abgeschnitten wurde und nur noch Güterzüge sah, bis auch dies 1978 beendet und der Bahnhof stillgelegt wurde, er kam in den Besitz des Landes Hessen. Die zweite große Besonderheit ergab sich Anno 1955: Der Bahnhof kam zu weltweitem Medieninteresse, nachdem Konrad Adenauer persönlich in Moskau verhandelt hatte über die letzten dort inhaftierten deutschen Kriegsgefangenen: Viele Tausend der letzten überlebenden ehemaligen Soldaten kamen frei und wurden genau im Bahnhof Herleshausen an die Deutschen Behörden übergeben. Danach verblaßte der Bahnhof, nach 1978 verfiel er. Aber nach der Wende wurde die Umleitungsstrecke über Förtha wieder aufgegeben und die alte Strecke via Herleshausen bekam neuen Glanz: Sie wurde komplett neu gebaut, elektrifiziert, und für 160 km/h ertüchtigt, wobei auch der Bahnhof Herleshausen etwas aufgehübscht wurde, aber keine Bahn-Bedeutung mehr bekam, die wichtigen Züge brausen nur noch durch. Heute ist er in Privatbesitz und beherbergt ein kleines Museum zum Thema der Spätheimkehrer des Jahres 1955, das aber zur Zeit (Herbst 2026) dauerhaft geschlossen ist, weil die Gemeinde das Vorhaben nicht unterstützt und schon zugesagte Fördermittel tatsächlich nicht flossen . . . Zukunft offen und ungewiss. Einen kleinen Querschnitt aus der Historie des Bahnhofs Herleshausen habe ich nachfolgend zusammengestellt:
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Darf ich vorstellen . . . Der Bahnhof Herleshausen:































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Dank für Euer Interesse
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