EDG Teil 6

Galerie 282 zur Dokumentation im Ordner 25 “Duisburg”

Teil 6 der Dokumentation

zum Neubau des Duisburger Hbf

<Bild 1> Titelbild: So werden die Dachfenster in Erinnerung bleiben

Dies ist nun schon der 6. Teil der Doku, und der beschäftigt sich ab dem Jahresanfang 2026 mit dem Abriß UND dem Neubau des Bahnsteiges 3/4, der eigentlich einer der wichtigsten Bahnsteige in Duisburg ist, weil er die Ferngleise in Richtung Süden bedient. Solange er nicht angefahren werden kann, müssen die Züge auf andere Gleise verteilt oder großräumig umgeleitet werden. Wir werden sehen, wie sich die Bauarbeiten entwickeln, aber Routinearbeiten, die von anderen Baustellen schon bekannt sind, sollen hier nicht mehr so groß dargestellt werden, die Überraschungen hingegen auf jeden Fall! Kommt mit und verfolgt jeden Schritt, auf gehts . . .

Hinweis: In dieser Galerie werden die neuen Updates wieder jeweils oben hinzugefügt, die alten Bilder liegen also unten

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Update 11 03 26

Schon mehrere Jahre wird gearbeitet am neuen Bahnhof. Nie wurde außer Asbest und alten Fundamenten irgendetwas Gefährliches gefunden, aber immer war der Kampfmittelräumdienst im Einsatz, bevor neue Fundamente gesetzt wurden. Wie dringend und notwendig dies tatsächlich war, zeigte sich plötzlich am 10. und am 11. März 26 = An beiden Tagen stießen Bagger beim Abräumen des Bahnsteigs 3/4 auf verdächtiges Metall, das sich in beiden Fällen als Bomben- Blindgänger aus dem Kriege entpuppte: In beiden Fällen mußte der Bahnhof gesperrt und geräumt werden, bevor jeweils noch am selben Abend die Gefahrenquelle entschärft wurde, am 11. März sogar mit einer kontrollierten Sprengung am Fundort. Wer hätte das gedacht: Seit 80 Jahren waren im Fernbahnsteig nach Süden, dem Hauptbahnsteig des Duisburger Bahnhofs, Bomben versteckt, die theoretisch noch gefährlich waren und hätten losgehen können!

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Update 09 03 26

Die Arbeiten gehen scheinbar nur langsam voran, aber am 9. März fällt der Posttunnel I nochmal auf . . .

<37> Vergleiche mit Bild 18 weiter unten! Vor dem Bagger sind die Glasbausteine des Tunnels zu sehen
<36> Dieselbe Szene von der anderen Seite: Wir sehen das tiefe Loch auf der Nordseite des Tunnels. Hier werden Fundamente entstehen für die Hauptpfeiler der neuen Bahnsteighalle
<35> Nachtrag: Bild vom 1. März = Wir sehen, daß der Tunnel an einer Ecke geöffnet wurde; Da drin stehen also irgendwelche Maschinen, Kompressoren oder andere Hilfsmittel, die verwendet werden
<34> Nachtrag: Und wieder wird sichtbar, daß rechts und links neben der Baustelle 3/4 weitergearbeitet wird, als gäbe es keine Baustelle

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Update 05 03 26

<33> Vergleiche mit Bild 13! Der Zustand am 5. März 2026
<32> Die Südseite vom Tunnel wird freigelegt, weil hier neue Tieffundamente gesetzt werden sollen
<31> Nördlich vom Posttunnel I wird ein neuer Kanal gebaut
<30> Ein typisches und extremes Einst-und-Jetzt-Bild, denn = Hier ist genau die Bahnsteigkante zu sehen, die SO erhalten bleiben wird! Die Gründe haben wir schon mehrfach dargelegt, hier kann die alte Kante nicht entfernt werden und muß in die Neuzeit übernommen werden. Heißt: Genau dieses Motiv wird in der Zukunft wieder möglich sein, wobei der Aufzug und die Bahnsteigkante die Sichtanker sein werden zu diesem Bild hier
<29> Am Nordende der Bahnsteighalle ein tiefes Loch für neue Fundamente, und in diesem Bereich (so mein Kenntnisstand) werden am 10. und am 11. März Blindgänger- Bomben gefunden, die für großen Aufwand incl. Evakuierungen gesorgt haben
<28> Daneben ist im Abendlicht das Riesenfundament eines der beiden Kräne sichtbar
<27> Das nördliche “Treppenhaus” hinunter zum Haupttunnel ist freigelegt
<26> Nachtrag vom 1. März: Treppenaufgang Nord am Bahnsteig 3/4

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Update 02 03 26

<25> Alle SECHS Bahnsteigdächer sind zu sehen = 4 neue und 2 alte, Blickrichtung aus Südwest nach Nordost
<24> Dieses Motiv wird wohl weitgehend erhalten bleiben, nur die beiden alten Hallen werden verschwinden
<23> . . . die hier etwas näher zu sehen sind mit der Bauzuglok 1275 843
<22> Die beiden noch zu erneuernden Hallen 1/2 und 3/4, Letztere ist gerade in Arbeit
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Update 14 02 26

<21> Der 14. Februar ist ein Samstagabend, an dem nicht mehr gearbeitet wird. Zeit und Gelegenheit für dieses Bild zu einem besonderen Zweck: Hier habe ich “Sichtanker” eringebaut wie den Aufzug und die südliche Treppe = Daran kann man in der Zukunft das Motiv eindeutig wiedererkennen und einen Einst-Jetzt-Vergleich anstellen

<20> Am Morgen des 9. Fabruar 26 war begonnen worden, den Bahnsteig 3/4 “abzuräumen”. am 12. gibt es schon sichtbare Fortschritte
<19> Gerade wird die Beplattung des Bahnsteig entfernt und die alte Bahnsteigkante
<18> Und schon fällt auf = Hier fehlt was !
<17> Rückblick 5 Tage vorher, selbe Stelle: Der Aufzugschacht vom alten Posttunnel, den wir hier ganz genau erkennen können, wenn wir auf die Besonderheit achten = Seht die Glasbausteine in der Bahnsteigkante! Sie verraten die Lage des Tunnels eindeutig. Und die Aufzug- Schachtkabine stand natürlich direkt daneben
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Meine langgehegte Vermutung war richtig = Der Posttunnel I ist weiterhin in Nutzung, allerdings nicht regelmäßig zu betreten. Der Tunnel ist nachwievor existent, beleuchtet und begehbar, aber nicht aus dem ehemaligen Zugang heraus, sondern über einen Leiterzugang vom Bahnsteig 10/11 aus. In ihm verlaufen zahlreiche Kabel und Versorgungsleitungen, Elektronik und Schalteinheiten, auch in von dort aus zugänglichen weiteren Räumen. Die hier sichtbaren Glasbausteine fluten den Tunnel noch mit gedämpftem Tageslicht, diese werden aber ersatzlos entfernt, der Tunnel hat dann nur noch künstliche Beleuchtung, die aber auf dem neuesten Stand

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<16> Auch das Dingen haben wir bereits gesehen: Die blau/rote SOS- Rufsäule aus dem Bild 10 weiter unten. Sie wird nicht mehr gebraucht, warum eigentlich nicht, an ihr kann doch Nix kaputtgehen? Aber sie war seit Jahren schon nicht mehr in Betrieb, da lief ein Tonband “Wegen Überlastung außer Funktion”, da isses wohl besser, wenn sie mit entsorgt wird, dann fällt eine Nervfunktion durch Reisende weg . . . und damit auch die LETZTE Möglichkeit, irgendwo Rat oder Hilfe zu holen, in modernen Zeiten ist jeder auf sich allein gestellt . . .
<15> Hier siehts schon schwer nach Arbeit aus
<14> Das ist die Halle, die nun abgerissen wird, ihre Geschichte fast beendet nach 90 Jahren (Blick von Nordwest)
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Eröffnungs- Update 11 02 26

<13> Das Gleis 3 im Jahre 1996 . . . Also zu einer Zeit, da der Duisburger Bahnhof noch gepflegt war und sauber
<12> Und jetzt seht genau hin: Derselbe Fotopunkt, nur liegen DREISSIG Jahre dazwischen! Und hier ist das legendäre Gleis 3 schon nicht mehr in Betrieb, die Züge sind auf andere Gleise verteilt, die Rohrpost nach 2 und der Desiro nach 5
<11> Zu diesen alten Bildern vom Bahnsteig 3/4 werden einige Leser sicherlich später nochmal zurückblättern, wenn man den Zustand des alten Bahnhofs gar nicht mehr vor Augen hat angesichts des Neugebauten. Das war also der Blick von Gleis 3 in Richtung Südwest. ALLES, was hier auf dem Bild zu sehen ist, wird in den nächsten zwei Jahren ab jetzt (Anfang 26) für immer verschwinden, diese Dachfenster haben 90 Jahre lang Dienst getan, nun sind ihre Stunden gezählt . . .
<10> Immer mal wieder waren Gleise gesperrt für Vorbereitungsmaßnahmen des Abrisses, aber der Bahnsteig war betretbar. Hier sehen wir unter der Uhr die blau-rote SOS- Rufsäule, der wir später noch einmal überraschend begegnen werden bei Bild 15
<9> Die sind also die letzten Bahnsteig-3-Bilder im Betriebszustand – Natürlich mit dem jahrelang genutzten Fotomotiv des Süßautomaten vorne links = “Frisch und lecker, einfach genial” stand dort seit Jahrzehnten geschrieben, was zum Duisburger Bahnhof paßte wie eine Kuh zu einer Schreibmaschine
<8> Der Blick von 3 nach Nordwest, bei dem auch die alte Westwand zur Geltung kommt, die als letztes Teil des alten Bahnhofes verschwinden wird im Jahre 2027 (nach derzeitiger Planung, aber ohne den “BER”- Faktor in Jahren und den “S21”- Faktor in Millionen . . .)
<>7 Und dies war am 31. Januar 26 der letzte Sonderzug, der auf dem alten Gleis 3 abgefertigt wurde, zudem noch entgegen der dort üblichen Fahrtrichtung: Dieser Zug wird nach Norden ausfahren von Gleis 3, über das sonst immer NUR nach Süden gefahren wird. Wir sehen auch hier nochmal, wozu der alte Bahnhof eigentlich gedacht war: Den Abdampf der damals noch vorherrschenden Dampfloks abtreiben zu lassen, ohne die Reisenden zu belästigen
<6> An diesem Tage waren die Gleise 3 und 4 bereits gesperrt, aber der Bahnsteig war so ungefähr letztmalig betretbar, dies ist mein letztes Bild von ihm
<5> Am 7. Februar 26: Bahnsteig 3/4 komplett gesperrt und abgeriegelt, die Züge auf andere Gleise verteilt, wie hier vorne links auf 1 ein Erfurt- IC mit einer der letzten 101- Leistungen dieser Zeit
<4> Deutlich zu sehen die beiden letzten alten Hallen, von denen es mal Sechs gab
<3> Und hier wird besonders deutlich, daß ein Doppel- 402 nur knapp an den Bahnsteig 1 heranpaßt . . . aber NEIN, das war gar nicht der Grund des Fotos . . . vielmehr fällt hier besonders gut auf, was ich weiter oben schrieb: Der Bahnhof von 1934 war gedacht für die Dampflokomotiven, die ihren Abdampf sofort ins Freie pusten konnten, daher DIESE Konstruktion der alten Hallen, was aus dieser Perspektive besonders deutlich wird
<2> Das ist der letzte Blick auf den noch unberührten, aber gesperrten Bahnsteig 3 und 4, zwei Tage später beginnen die Abrißarbeiten; Die Fortsetzung der Berichterstattung an diese Stelle ist also bei Bild 18 zu finden = beim nächsten Update
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Dank für Euer Interesse

Fortsetzung demnächst in diesem Theater

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