Zum testen der ersten geplanten ICE- Züge der Bundesbahn war ab dem Jahre 1983 ein Versuchszug auf der Basis der späteren ICE1 gebaut worden, der zur Hälfte bei Krupp in Essen und bei Henschel in Kassel entstand. Im Frühjahr 1985 wurden diese ersten Fahrzeuge der neuen ICE-Generation fertig und wurden nach München verbracht, wo sie komplettiert wurden zum Versuchs-Zug, vollgestopft mit Elektronik und Messgeräten. Von dort aus und später von Minden war dieser Zug für Versuchsfahrten aller Art unterwegs und bis nach Wien hin anzutreffen. Dieser erste Test-ICE mit den Köpfen 410 001 und 002 war bis zum Jahre 2000 im Betriebsbestand und wurde dann abgelöst durch einen zweiten, jüngeren Testzug auf der Basis des ICE2 mit den Köpfen 410 101 und 102, der seitdem als Versuchszug unterwegs ist und der (wie alle ICE2) sofort an der geteilten Frontklappe erkennbar ist und damit vom ersten Zug eindeutig unterschieden werden kann, jedenfalls bei älteren Bildern – Bei Fotos NACH 1993 wird es deutlich schwieriger, weil der 410 001 umgebaut worden war auf die neue Bugklappe der ICE2, siehe im Foto weiter unten. Während also der erste Zug als ICE-V nun museal aufbewahrt wird in Minden und München, ist der zweite Zug als “ICE-S” nachwievor im Einsatz und bundesweit anzutreffen – Wenn man Glück hat, denn nur selten sind Fahrzeiten im Voraus bekannt. Nachfolgend sind meine wenigen Bilder der beiden Züge zusammengefaßt, für technische Details verweise ich nochmals an Wikipedia, hier geht es “nur” um einige Bilder
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.<1> Dies ist das Datum, an dem für mich das Zeitalter der ICE-Züge in Deutschland begann, und zwar im Werkshof von Krupp in Essen. Allerdings war es noch völlig nebulös, was mit dem Begriff “ICE” gemeint sein könnte, denn die Erfolgsgeschichte dieser Zuggattung war nicht ansatzweise vorhersehbar . . .<2> Eigentlich wäre das erbärmlich schlechte Wetter an diesem Tag ein dunkles Omen gewesen, aber mit viel Rumtata und Fallera und im Regen nicht mehr so ganz funktionierender Tuba erwartete die Presse trotzdem den neuen Zug, von dem noch Niemand wissen konnte, welche wahnwitzige Karriere er demnächst machen würde, wenn man von dem einen Schönheitsfleck Namens “Eschede” einmal absieht<3> Zwei Augen schauen in die Zukunft . . . Das kann man bestimmt so plakativ sagen, der ICE1 wurde weltweiter Rekordhalter. Alles war aufgeregt, das sehr bemühte Werksorchester von Krupp gab sein Bestes, nur Petrus war nicht einverstanden<4> Da kommt er! Der erste ICE. 410 001. Er wird von einer älteren Krupp-Werkslok aus der Halle geschoben<5> Es knirscht und knarzt, mit diesem Gleisradius ist der ICE nicht ganz einverstanden, wohl aber Reiner Maria Gohlke, damals Erster Präsident der Bundesbahn, der anwesend war und Heinz Dürr (damals Vorstand der beteiligten AEG), der stolz im Führerstand steht, nicht wissend, daß ER ein paar Jahre später der Chef der Bundesbahn werden würde!<6> Und Stop. Jetzt war er zu besichtigen<7> Deutlich zu sehen die erste Form der damals auch für die Serie geplanten Bugklappe, die aber später völlig verändert wurde und NUR an diesem Zuge in dieser Form existierte<8> Was heute leicht vergessen wird: Es war die Bundesbahn, die den ICE einführte, aber Alle bekannten Hersteller der Zeit waren daran beteiligt und haben durchaus zusammengearbeitet = Dieser Zug, der erste Testzug einer neuen Baureihe, wurde an zwei Orten gebaut: Der 410 001 bei Krupp in Essen, der 410 002 bei Henschel in Kassel, während die Mittelwagen bei MBB konzipiert und bei der Duewag in Uerdingen (später Siemens) gebaut wurden. Man beachte das eindeutige Bundesbahn-Emblem und das damals hochmoderne “ICE”-Zeichen, das später gegen ein konservativeres Logo getauscht wurde, nur der “IC Experimental” behielt weitgehend diese futuristische Ausführung<9> Die Nummer des ersten ICE. Die zwölfstellige NVR war noch nicht erfunden, sie brauchte auch Keiner<10> Das erste Antriebsgestell, später modifiziert und mehrfach umgebaut<11> Ein Scheinwerfer, der erstmals 250 km/h (und später noch viel mehr) aushalten sollte<12> Der Übergang war vollkommen anders und viel aufwändiger gestaltet als später bei der Serie<13> Und da kommt auch der ICE-Antrieb ins Bild: Krupp-Werklok “4” ( = Krupp 3647 aus 1958)<14> Der 410 bekam schwer einen geblasen, einen Marsch nämlich<15> Und dann gelang ein Bild ohne störende Sehleute<16> Die Reden sind gehalten, die Reihen lichten sich wieder, Mittagessen ruft<17> Zeit, mal den Führerstand zu erklimmen<18> Ich glaube, das war nach dem Donald-Duck-403 erst das zweite Fahrzeug der Bahn, das einen einfachen Hebel als “Gaspedal” besaß und kein Fahrschalter-Handrad mehr, das sich auch heute noch so mancher Lokführer zurückwünscht<19> Der Tacho ging schonmal bis 360 km/h, was ja später sogar noch überboten wurde mit der Nadel am Anschlag<20> Das damalige Zugfunkgerät von Telefunken, das auch mal zum AEG-Konzern gehörte<21> Tolle Innenschilder, in weiser Voraussicht genietet, nicht geschraubt<22> Und dieses “Versuchsfahrzeug 1 “50 80 09-69 001-9 war dort auf dem Krupp-Gelände anzutreffen, das mit dem ICE ja in direkter Verbindung steht, weil mit ihm die ersten Erfahrungen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr gesammelt worden waren<23> Dahinter stand dieses Fahrzeug abgestellt, das allerdings Nichts mit dem ICE zu tun hat, hier nur der Vollständigkeit halber gezeigt wird. Es ist (so ich erinnere) ein übergebliebenes achtachsiges Grundgestell eines Riesen-Geschützes aus dem Kriege, das noch lange als Schwerlastwagen bei Krupp verwendet wurde und satte 150 Tonnen tragen konnte!<24> Anno 1987 sah ich den IC Experimental wieder, und zwar bei einer Fahrzeugausstellung in Stuttgart<>25 Und hier sehen wir auch den hochkomplizierten Übergang zum Mittelwagen<26> Hier die Nummer eines Mittelwagens<27> Im Jahre 1988 bei der Internationalen Verkehrsausstellung in Hamburg sah ich den Triebwagen erneut, diesmal fahrend, wobei dies hier der Kopf 410 002 sein sollte . . .<28> . . . und dies hier der Kopf 410 001 im Nachschuß. Beide tragen schon das modernisierte Bundesbahn-Logo<29> Wieder ein anderes DB-Logo trug der Zug 1989 bei einem Bahnfest in Bonn<30> Und dort, in Bonn, war er als Fünfteiler unterwegs = Mit den drei Mittelwagen 810 001, 002 und 003, die wie weiter oben schon angemerkt von MBB konstruiert waren, aber im Rohbau bei Duewag in Uerdingen (später Siemens) gebaut wurden<31> Auch dieses Mahnbild entstand zu dieser Zeit in Bonn. Aber MAHNBILD ? Wieso das denn . . . Schaut mal in die Verzierung am Himmel. Das sind keine Vogelschwärme, sondern Pilzfäden = Das ist ein Pilzbefall des Originaldias, der beim Scannen mit dokumentiert wurde. So wird JEDES Dia irgendwann aussehen, Manches nach 5 Jahren, andere erst nach 50 Jahren, aber irgendwann kommt der Pilz . . .<32> Hier in Bonn sah ich den Triebwagen, der zunächst als IC-Experimental, später dann als ICE-V unterwegs war, letztmalig mit der ursprünglichen Bugklappe. Diese wurde 1993 aufwändig umgebaut, um die neue für den IC2 vorgesehene Bugklappe zu testen<33> Und im umgebauten Zustand mit der neuen IC2-Bugklappe wurde der erste ICE von 1985 dann im Jahre 2000 ausgemustert, als der zweite Testzug zur Verfügung stand. Dieses Bild zeigt das “Denkmal” aus 410 001 und 810 001 Anno 2015 im Gelände der Systemtechnik Minden (ehemaliges BZA), wo es öffentlich leider nicht zugänglich ist und noch viel leiderer auch nicht gepflegt wird . . . Nein, er sieht nicht mehr sehr schön aus, der Urahn aller ICE, der 410 001 . . . (Er soll aber vor Kurzem mal etwas aufgehübscht worden sein, sieht also derzeit nicht ganz so traurig aus wie auf dem Bild, für das ich mich bei KBS435 sehr bedanke!)
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.<34> Das ist der zweitgebaute Testzug, also die Einheit 410 101 und 102 auf der Basis des IC2, siehe “ICE-S” bei Wikipedia<35> Beim ogigen vergleich mit dem letztenm Bild des alten Zuges muß man schon sehr aufpassen, um auf älteren Fotos unterscheiden zu können, welchen Zug mal denn wohl geknipst hat. Zudem hat dieser Zug hier, der nun Tz 1001 heißt, nicht nur Ähnlichkeit mit dem IC2, es IST sogar ein IC2, allerdings umfangreich modifiziert, was aber nicht äußerlich auffällt<36> Äußerlich ist er nur an der Nummer erkennbar, der ICE-S, man würde ihn sonst für einen normalen IC2 halten<37> Nur der Sonderwagen, der in DIESEM Zugverband mitlief, der würde Jedem sofort als ungewöhnlich auffallen: Es ist ein Versuchswagen von Siemens, mit dem eine zeitlang umfangreiche Testfahrten in Bezug auf den internationalen Velaro-Zug gefahren wurden; Er hat die Nummer 811 101<38> Hier der ganz Zug im Nachschuß in Opladen, übrigens genau neben dem Bender-Gelände, wo sich der Zug bemüht hat, möglichst schnell Abstand zu gewinnen . . . Am Schluß läuft jetzt 410 102, die Mittelwagen neben dem Velaro-Novo heißen 810 101 und 102
Und in dieser Zusammensetzung, also als . . .
Tz 1001 = 410 101, 810 101, 810 102, 410 102
. . . hat Robin Asiédu ihn sehr schön einfangen können im Herbst 26:
<39> Es gab im September 2026 ein paar Tage lang Testfahrten auf der neuen Hochgeschwindigkeits-Strecke Karlsruhe- Basel, die durch den inzwischen fertiggestellten Tunnel bei Rastatt verläuft, der zu trauriger Berühmtheit gelangt war durch den einbetonierten Großbagger, wir erinnern uns. Dabei waren es “Tastfahrten”, zu denen der ICE-S angereist war = Bei jeder Runde, in der zwischen Karlsruhe und Achern gefahren wurde (und zurück), wurde die Geschindigkeit etwas erhöht, womit man sich langsam an die vorgesehene HG von 250 km/h plus eine Sicherheit herangetastet hat. Hier sehen wir eine dieser Fahrten bei Durmersheim, auch die weiteren Bilder entstanden auf dieser Strecke bei Rastatt, besten Dank für die Bilder an Robin!<40> Der Nachschuß zum letzten Bild, hier mit der Kilometer-Angabe “86,6”. 410 101 führt, 410 102 schiebt. Dies war die erste (vorsichtige) Erkundungsfahrt von Nord nach Süd<41> Und dies die erste Fahrt von Süd nach Nord bei Durmersheim; 410 102 trägt einen Aufkleber “10 Jahre VDE 8.2“<42> Wir sehen, daß der Tz 1001 nicht der einzige Zug auf der Strecke ist, auch ein neuer Siemens SWEG Mireo Akkuzug macht dort Testfahrten, steht aber im Abzweiggleis und “natürlich” nicht dem ICE im Weg<43> Bei Ötigheim, 410 101 voraus<44> Hier kommt 410 102 bei Ötigheim aus dem Nordportal des Rastatter Tunnels, wo dann demnächst mit 250 km/h Staub weggeblasen wird<45> Eine weitere Süd-Nord-Fahrt am Abzweig Bashaide, 410 101 führt<46> Und für solche Züge sind die Testfahrten gedacht, die wir gerade gesehen haben: Der noch mit angezogener Handbremse fahrende 407 016, der aus Paris kommend in Rastatt oberirdisch über die Altbaustrecke fährt, wird bald auf die Tunnelstrecke losgelassen und Volldampf fahren können
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Dank für Euer Interesse
und großen Dank an Robin Asiédu und KBS435!
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