Vier Wochen ICE L

Galerie 273 im Ordner 26 “Baureihen”

Die ersten 4 Wochen des Talgo- ICE im Betrieb

Vier Wochen sind ins Land gestrichen, in denen Weihnachten und ein Jahreswechsel lagen. Der 14. Dezember 2025 war der erste Tag eines planmäßigen ICE L mit Reisenden in Deutschland. Und gemischte Gefühle kommen auf beim Betriebseinsatz des neuen Flaggschiffs der DB, dem Talgo- ICE “L” = Er hat noch Kinderkrankheiten und kommt einfach nicht so richtig ans laufen, ist mit angemieteten ausländischen Lokomotiven unterwegs. Er hat immer wieder Ausfälle und Verspätungen, und trotz vieler Ankündigungen immer noch nicht die “richtigen” passenden Lokomotiven, keine betriebstaugliche Steuerwagen und nicht mehr als zwei Wagengarnituren . . .

Wer mit ihm unterwegs war und das Glück hatte, halbwegs pünktlich am gewollten Ziel anzukommen, ist allerdings angenehm überrascht über tatsächliche Barrierefreiheit und angenehmen Reisekomfort, von kleinen Aussetzern einmal abgesehen, wo es buchbare “Fensterplätze” gibt, die gar nicht am Fenster liegen. Sei´s drum, der Zug wird sicher seine ersten Schwierigkeiten überwinden und zum gewohnten Bild werden, bei den Gehbehinderten sogar zum Wunschzug avancieren. Was in den ersten vier Wochen seines Betriebseinsatzes mit den zwei vorhandenen Wagengarnituren Tz 1806 und 1807 fotografisch im Westen möglich war, soll diese Galerie zusammenfassen. Vorhang auf für den ICE L tief im Westen:

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<80> Ob das alles wirklich richtig ist, wissen nur die Fachleute. Ich hingegen habe durch Beobachtung und Recherche versucht festzustellen, wie der Talgo technisch aufgebaut ist. Die Frage hat mich interessiert, ob die Wagen gleichberechtigt auf den Einachsfahrwerken aufliegen und man in der Werkstatt vielleicht sogar wählen kann, welchen Wagen man abnimmt. Es hat sich gezeigt, daß dem wohl eher NICHT so ist = Vielmehr dürfte es so sein, daß eine Achse immer einem Wagen fest zugeordnet und mit ihm untrennbar verbunden ist, wobei der jeweils nächste Wagen nur verschraubt aufliegt und an genau dieser Stelle trennbar ist (jedoch nicht im laufenden Betrieb, sondern nur in der Werkstatt). Wenn man darauf achtet, kann man Merkmale erkennen, die eine Zuordnung der Achsen zu Wagen nahelegen, und diese Beobachtungen habe ich in der Grafik zusammengestellt. Bei den Betriebsbildern weiter unten wird immer wieder auf diese Grafik verwiesen, wobei die Details an konkreten Beispielen erklärt sind. Siehe dazu zum Verständnis das Bild 7 aus der Galerie 267 der Testeinsätze = Auch der alte bzw. erste deutsche Talgo hatte feste, einem Wagen zugeordnete Achsen, und getrennte Wagen waren (und sind) nur mit einem Hilfsgestell rangierbar – Außer Wagen 13, der kann alles, weil der wahrscheinlich (ziemlich sicher) ZWEI feste Achsen hat
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Ich habe mich bemüht, die ersten vier Wochen des Planeinsatzes möglichst unterschiedlich und variantenreich zu dokumentieren, allerdings nur mit Bildern aus meinem Umfeld im Großraum Duisburg (und Wuppertal). Ich habe dabei Wert darauf gelegt, wo möglich Details zu knipsen und auf Besonderheiten zu achten. Dies also sind meine Ergebnisse, wobei die älteren Bilder unten liegen und die neueren Fotos immer oben angefügt wurden:

<79> Dienstag, der 13. Januar. Ein schwieriger Tag wegen kalten, feuchten Wetters und ungeahnter Probleme: Der 1548 nach Köln hatte bereits über eine Stunde Verspätung und der Rückzug sogar 2,5 Stunden (über 150 Minuten!). Die Bahn hat dazu angegeben “Technische Störung am Zug”. Bei einem flammneuen Zug “technische Störungen” am laufenden Band . . . das ist leider keine gute Werbung. Hier also der verspätete ICE 1548 von Berlin nach Köln, der heute mal in Wuppertal angetroffen werden konnte, weil in Duisburg Bauarbeiten stattfinden und der Talgo daher von der Ruhr an die Wupper umgeleitet wurde
<78> Der Zug war relativ langsam, da er in wenigen Metern in Wuppertal Hbf einen kurzen Fahrgasthalt hat, dadurch konnten mehrere Bilder entstehen am bekannten Fotopunkt Wolkenburgstraße in Elberfeld, wo zwei Strecken (für Nah- und Fernverkehr) nebeneinanderliegen
<77> Und noch ein Bild . . . – sucht euch eins aus, alle drei Bilder sind etwas unterschiedlich
<76> Heute wieder mit einer neuen, noch nicht an diesem Zuge gesehenen Lok = 193 571 “Romča”
<75> Und heute im Angebot: Der Tz 1806, der unseren Lesern ja wohlbekannt ist von innen und außen
<74> Detailaufnahme eines “Einachs- Fahrwerks”, das früher Jakobs- Gestell genannt wurde, also keineswegs neu ist, sondern von Talgo weiterentwickelt und für 230 km/h ertüchtigt wurde. Wir sehen die zusätzlich angebrachte Magnetschienenbremse. Und wir sehen, daß dieses Wagenende vom Wagen 8 mit einem längeren Stück auf der Achse aufsitzt als das Ende vom Wagen 7 (links). Dies und die vielen Kontrollelemente und Schrauben nehme ich als Grundlage für meine Vermutung, daß die Achse an dieser Stelle fest zum Wagen 8 gehört (= nicht trennbar ist) und daß der Wagen 7 mit seinem Ende nur aufliegt und trennbar mit der Achse verbunden ist, siehe dazu die Grafik aus Bild 1. Hier sind auch über der “2” die drei Schraubenreihen gut erkennbar, die ich als Argument für die fest verbaute Achse werte. Von diesen “Schraubenreihen” aus 7 Schrauben in 3 Reihen wird noch öfter die rede sein, weiter unten findet sich als Bild 21 auch ein Nahbild dieser Schrauben
<73> Ein Wagen zufällig herausgepickt: Es traf den Wagen 9. Und wir sehen: Er hat KEINE Magnetschienenbremse, wohl aber wieder der Wagen 10, sodaß vielleicht angenommen werden darf, daß nur einzelne Wagen diese Notbremse besitzen. Und wir sehen sehr deutlich, daß die Klimaanlage auf dem Dachende sitzt, unter dem die fest verbaute Achse vermutet wird, auch hier nehme ich Bezug auf die Grafik aus Bild 1; achtet auf die drei Schraubenreihen
<72> Und hier brauchen wir gar nicht erst nach Wagennummern zu suchen, sie sind sofort EINDEUTIG: Das können nur die Wagen 12 und 13 sein, weil hier das Ende wechselt, auf dem die Klimaanlage aufsitzt: Auf dem Wagen 12 sitzt sie noch in Fahrtrichtung vorne, auf dem Wagen 13 aber hinten! UND: Der Wagen 13 hat an BEIDEN Enden diese ominösen Schraubenreihen, ergo auch an beiden Seiten eine feste Achse, da bin ich jetzt fast sicher, unsicher bin ich hingegen bei der Bewertung, ob die Tür des Rollstuhlwagens 13 etwas breiter ist als alle anderen Türen . . . SO macht das ja alles keinen Sinn, wenn man nur theoretisch mit einem Rollstuhl hineinkommt, weil zwar keine Stufen vorhanden sind, aber die Breite nicht ausreicht . . .
<71> Und dann die Überraschung: Der Zug wird zur Zeit im Sandwich- Betrieb gefahren mit zwei Loks, weil der Umlauf geändert wurde = Nun wird nicht mit dem 1055 wieder Berlin angesteuert, sondern mit dem ICE 1549, der viel früher in Köln startet und nur eine kurze Wendezeit hat. Deshalb wird mit zwei Loks gefahren, um das Umsetzen in Köln einzusparen (und um eine Angstlok für den Fall der Fälle dabeizuhaben). Und siehe da: Hier am Schluß des Zuges spielt “Angie” mit! Kein Scherz: Die Lok 193 574 trägt den Namen “Angie”, siehe hier . . .
<70> 193 574 der CD mit dem Ehrennamen “Angie”, Frau Merkel wäre entzückt!
<69> Das ist der stark verspätete Rückzug nach Berlin (mehr als 150 Minuten Verspätung!), gesehen als Nachschuß in Opladen, der Zug bewegt sich also von uns weg und da ganz vorne am Anfang der Kette von lauter Schuhkartons zieht nun “Angie”. Zudem sehen wir die aufgesetzten Klimaanlagen mal von oben
<68> Am Schluß läuft 193 571 “Romča” angebügelt mit, und auch am nächsten Tage, dem 14. Januar, also dem genauen Jubiläumstag der vierwöchigen Betrachtung in dieser Galerie, wird der Zug wieder massig Verspätung haben, was ich mir nicht noch einmal in Kälte und Regen zugemutet habe, daher gibt es von diesem Datum keine Bilder
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<67> Am 05.01.26 gelang es mir, beide Talgos festhalten zu können, also die Hinfahrt 1548 nach Köln und die Rückfahrt als 1055. Dies hier ist dabei fast eine Streckenaufnahme, obwohl sie von einem Bahnsteig aus gemacht wurde (= Duisburg Schlenk). Wir sehen den Zug mit der 193 023 “Miša” auf dem Weg nach Köln
<66> Die Loknummer näher nebst dem Ehrennamen, leider aber auch mit einem kleinen Schaden am linken Scheinwerfer, an dem wohl ein größerer Vogel sein Leben ziemlich plötzlich beendet hat, der die Vorfahrt nicht beachtet hat
<65> Auch hier ist es der Tz 1806 als Wagenzug, der in den 4 Wochen am häufigsten unterwegs war
<64> Und hier fiel es mir bei genauer Betrachtung erstmalig auf, daß die drei Schraubenreihen etwas mit der Anordnung der Achsen zu tun haben könnten; Oben links sind sie deutlich zu sehen, diese Schraubenlöcher (vergleiche mit Bild 21, wo die “Schraubenlöcher” nah sichtbar sind)
<63> Hier habe ich sie mal kenntlich gemacht: Diese drei Schraubenlöcher dürften charakeristisch sein für die Bestimmung des Wagenendes, an dem das Achsfahrwerk befestigt ist, was bedeutet, daß bei einer Trennung der Wagen 9 hier ein Hilfsgestell benötigt, weil die Achse mit dem Wagen 10 verbunden bleibt, der wiederum am anderen Ende ein Hilfsgestell bräuchte, weil die Achse zum Wagen 11 gehört und so weiter, aber nur bis zum Wagen 13 !
<62> Der Wagen 13 ist anders als alle anderen: Dieser Zusammenhang wurde hier klar = Die Wagenlaufrichtung ist ab dem Wagen 13 umgekehrt, der . . .
<61> . . . der damit fast zwangsläufig als einziger Kurzwagen des Zuges ZWEI Radsätze verbaut haben muß, und tatsächlich: Die drei Schraubenreihen sind doppelt vorhanden, auch an der Seite, an der keine Klimaanlage auf dem Dach sitzt. Ab hier sitzen die Klimaanlagen auf dem HINTEREN Ende der restlichen Wagen, bisher haben wir sie in Fahrtrichtung VORNE gesehen
<60> Der Nachschuß auf den Zug mit dem interessant aussehenden “Steuerwagen”, der aber nur so heißt, jedoch noch keiner ist. Rechts gleich zwei Kilometerangaben: Der alte Stein “60,1” gehört zum Ferngleis Köln- Essen- Minden, die Tafel “4,2” gehört zum nachträglich dazugebauten Ausweichgleis, das von Duisburg Hbf bis Großenbaum als Mehrzweckgleis für beide Fahrtrichtungen nutzbar ist, während alle anderen Gleise planmäßig nur einrichtig befahren sind. Dieser alte Stein mit der Angabe “60,1” ( = Kilometer von der alten Direktionsgrenze bei Köln- Deutz) ist auch auf dem Bild 30 zu sehen, nur von der anderen Seite
<59> Ein Bild vom schneereichen 6. Januar 26. Der Zug sollte in Gleis 12 einlaufen (das Gleis hier vorne hinter dem Signal), tat er aber nicht . . . er wurde (wie so oft in Duisburg) unmittelbar vor der Ankunft noch umgelenkt auf das andere Gleis 13, das für Fotos ziemlich ungeeignet ist. Aber das Ergebnis ist trotzdem noch halbwegs gut, sodaß ich es wage, euch das Motiv zu präsentieren. Danach gab es mehrere Tage lang überhaupt keinen Talgo- Umlauf und auch keinen Fernverkehr in ganz Norddeutschland wegen des prognostizierten Wetters mit Schneesturm und Eisregen. Die Lok ist hier die angemietete 193 023 “Miša” der CD (Tschechische Staatsbahn)
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<58> Am 05.01.26 gab es wieder eine gehörige Verspätung, sodaß an eine Streckenaufnahme nicht zu denken war, da der Sonnenuntergang näher rückte. Daher die Einfahrt in Duisburg im letzten Licht, nun auf dem “richtigen” (für den Zug auch geplanten) Gleis 12, das gleich mehrere Fotomotive bietet –> Dies ist eines davon. Zuglok ist 193 023 Miša
<57> Und wenn man einmal weiß, worauf man achten kann, fallen die beiden Wagen 12 und 13 sofort auf: Es sind der dritte und der vierte Wagen hier im Bild = Wo sich der Aufsetzpunkt der Klimaanlagen ändert. Außerdem ist nun kein Feld der Untersuchungsdaten mehr leer, am ganzen Zug findet sich nun das Datum “25.08.25 Talgo”
<56> Jetzt, wo wir wissen, daß der Wagen 13 ein paar Besonderheiten aufweist, fallen diese im Portrait sofort auf. Preisfrage: Ist die Tür hier breiter als dieselbe im Vor- Bild ??? DAS habe ich noch nicht herausbekommen können
<55> Hier die HU- Daten von 193 023, bis hierhin bin ich noch gekommen, aber für eine Frontaufnahme hat es nicht mehr gereicht, so schnell war der Zug wieder weg. Abnahme also 19.04.24 in München Allach bei Siemens (in der Grundfarbe weiß, alle sichtbaren Farben sind Folien)
<54> Die Kupplung zum Steuerwagen konnte hier mal festgehalten werden. Sie ist ja eigentlich im System gar nicht vorgesehen, da die Lok IMMER am Endwagen (andere Seite) laufen soll, aber für den Notfall sind alle Leitungen und eine klassische Schraubenkupplung vorhanden. Und beim Steuerwagen erkennen wir trotz des Schnees das Türschließverfahren “TB 0” (Türblockierung ab 0 km/h), welches die Türen selbsttätig bei Geschwindigkeiten größer 0 km/h verriegelt
<53> Und hier nochmal der “Endwagen”, der im späteren normalen Betrieb überhaupt nicht sichtbar sein wird, weil hier immer die Lok angekuppelt sein soll
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<52> Am 3. Januar 26 wollte ich mal die Durchfahrt des Zuges in Duisburg festhalten = Der Zug 1548 fährt zwar planmäßig über Duisburg, hält aber dort nicht, wohingegen der Gegenzug 1055 sehrwohl in Duisburg Fahrgäste aufnimmt. Das ist nicht ganz nachvollziehbar, man muß es akzeptieren. Wir die Uhr zeigt, hatte die Fahrt, diesmal mit der Lok 193 976 “Miloš”, wieder eine halbe Stunde Verspätung und wirbelt hier mit 100 km/h das Streugut auf, ohne bis Köln die Chance zu bekommen, etwas von der Verspätung wieder aufzuholen, ganz im Gegenteil, er wird am Ziel sogar 45 Minuten Plus haben, was ich nicht im geringsten nachvollziehen kann . . .
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<51> Der letzte Tag des alten Jahres = 31.12.25. Heute gelang es, die Rückfahrt 1055 auf dem geplanten Gleis in Duisburg anzutreffen, ohne daß ein überforderter Fahrdienstleiter (> das ist ehrlich mitfühlend und nicht abwertend gemeint) im letzten Moment wieder das Gleis geändert hätte. Dies ist eines von mehreren Motiven bei der Einfahrt über Gleis 12, bei dem wir die Loknummer 193 978 und den Namen “Kristyn” auch ohne Großbild lesen können
<50> Es sind sogar zwei Bilder möglich, diesmal mit der Angabe “12” des befahrenen Gleises
<49> Und wieder ist es der Tz 1806
<48> Und dieser Tz 1806 hatte nun plötzlich an allen Wagen das Untersuchungsdatum “25.08.25 Talgo” stehen, das wenige Tage vorher noch NICHT überall angeschrieben war
<47> ABER wir sehen hier am Endwagen, daß keineswegs überall ein korrektes Datum angeschrieben war, denn der Ort der Abnahme oder Verlängerung gehört zwingend dazu, das bereitet etwas Stirnrunzeln, wird aber wohl irgendwie seine Richtigkeit haben (hoffe ich)
<46> Hier mal die Nummer des Endwagens mit der Wagengattung und der erlaubten Geschwindigkeit, die aber (so meine Kenntnis) noch NIE ausgefahren wurde, weil es gar keine Loks gab in D, die überhaupt 230 km/h fahren durften. Die im Dezember von Siemens vorgestellte 193 400 war die erste für diese Vmax freigegebene Lokomotive, allerdings sollten die CD- Loks ebenfalls kurzfristig diese Freigabe bekommen, ob sie aber tatsächlich schon ertüchtigt SIND für 230 km/h wird von keiner Seite kommuniziert und bleibt offen
<45> Hier mal der Endwagen im Stand als Portrait
<44> . . . und der hintere Hochflurteil des Wagens mit der interessanten (sonst versteckten) Rückwand und dem Drehgestell
<43> Und wo wir schon bei Details sind, hier mal eine Standaufnahme eines Einzelachs- Fahrwerks; Wieder mit meiner Deutung, daß diese sichtbare Achse zum linken Wagen (Wagen 5) gehört, wo ich annehme, daß der Wagen 4 nur aufgestützt und verschraubt ist, aber eben trennbar
<42> Und noch ein Detail: Die Zugnummer der Rückfahrt nach Berlin und die Hinweise darauf, daß dieser Wagen 3 bevorzugt für Schwangere und Mobilitätseingeschränkte gedacht ist. Erinnerung dabei: Die Wagennummern bleiben immer gleich und sind nicht änderbar: Der Endwagen hat immer die Nummer 1, der Steuerwagen immer die Wagennummer 17. Für geübte Reisende wäre es also leicht, die gewünschte Wagennummer von weitem schon schnell zuzuordnen, eine “umgekehrte Wagenreihung” wäre allerdings schlecht, da lägen dann vielleicht 200 Meter dazwischen, die man im Zug durchturnen müßte
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<41> Am 30. Dezember 25 war es so, daß durch den frühen Sonnenuntergang schon bei relativ geringer Verspätung keine Bewegtbilder mehr möglich waren, sondern nur noch Nachtaufnahmen. So sehen wir 193 976 “Miloš” am anderen Ende von Gleis 12 neben der neuen Halle im noch unfertigen Teil des neuen Bahnhofs Duisburg
<40> Hier war das Nummernportrait von Miloš kein Problem
<39> Und auch ein Bild mit einem Bahnhofsschild war möglich, bevor der Zug wieder weg war, und zwar mit einer Beschleunigung, die ich nicht für möglich gehalten hätte = Anke Engelke wäre gleich mit umgefallen, nicht nur der Kaffeebecher. Ich sah Leute, die sich festhalten mußten, um nicht umzukippen, solch einen wahnwitzigen Sprint hat die 193 auf Lager, das war mehr als beeindruckend!
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<38> Am 29.12.25 wollte ich ein Motiv haben, das die Lok in den Vordergrund stellt und nicht den Zug, weil diese Konstellation mit angemieteten ausländischen Lokomotiven eine vorübergehende Erscheinung ist. Ich entschied mich für die Einfahrt in den Duisburger Bahnhof aus Osten
<37> Und habe deshalb mal ein klassisches Portrait der Zuglok auf Lager: Wir sehen Kristyna im Ganzen mit gut sichtbarem Fahrwerk
<36> Auch das Fahrwerk des Endwagens bot sich dabei als Motiv an
<35> Und dann noch ein dokumentiertes Einzelachsfahrwerk, bei dem ich zunächst der Meinung war, diese Achse würde zum vorderen Wagen gehören, bevor ich ziemlich sicher wurde, daß die Achse eher zum Wagen 2 gehört, siehe dazu meine Ausführungen weiter oben und in der Grafik von Bild 1
<34> Und noch eine Einzelachse, bewußt aufgehellt, um die Details zu erkennen; diese Achse ist fest angebaut am Wagen 10 > Eine nachträgliche Zugabe, die ich zum Zeitpunkt des Fotos noch nicht genau beantworten konnte
<33> Mal der Steuerwagen aus ungewöhnlicher Perspektive im Portrait. Bei dieser Aufnahme dämmerte es mir erstmalig, daß die rechts sitzende Achse wohl eher zum Wagen 16 gehört als zum Steuerwagen
<32> Und hier mal alle Angaben zum Steuerwagen Apzf 896.1 (wobei die Gewichtsangaben für den ganzen Zug gelten!)
<31> Der Nachschuß zum Steuerwagen Talgo 006 vom Tz 1806, fast genauso wird demnächst die Lokomotive BR 105 aussehen
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<30> Am 28. Dezember 25 war ich nochmals am Haltepunkt Schlenk, obwohl ich dasselbe Motiv mehrfach eigentlich vermeiden möchte, aber hier gibt es so viele Möglichkeiten, daß jedes Motiv anders aussieht = Hier z.B. kann man einen ehrwürdigen alten Kilometerstein mit ins Bild ziehen, der sicherlich noch aus der Dampfzeit stammt und schon Vieles und Viele gesehen hat. Hier ist Kristyna in der Beschleunigungsphase auf 200 km/h und man hört die Lüfter der Lok arbeiten, vielleicht kann man sich das bei dem Bild sogar vorstellen !?
<29> Und diesmal ist es der Zug Tz 1807, der als ICE 1548 nach Köln läuft
<28> Der Nachschuß auf den Steuerwagen, der mir zuerst mißfiel, aber je öfter ich ihn sehe, desto besser gefällt er mir inzwischen
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<27> Peter Giese gelang am 22.12.25 eine schöne Streckenaufnahme vom 1548 nach Köln, und zwar in Mülheim/Ruhr- Heissen, wo der Zug gerade den “Heissener Berg” hinunterrollt nach Duisburg, im Hintergrund zu sehen die Ruhrgebietsautobahn A40 (“Ruhrschleichweg”)
<26> Und nun sehen wir, welche Lok das war am Morgen in Mülheim: Dies ist der Rückzug vom 22.12., der zwar die Loknummer erkennen ließ, aber wieder eine Enttäuschung mit sich brachte, weil im letzten Moment das Gleis geändert wurde in das fotounfreundliche Gleis 13 . . . Ich wollte es wenigstens versuchen und machte dieses Bild mit vom Sprint heraushängender Zunge, wo doch ein Motiv vom anderen Bahnsteig geplant war. Diesmal ist es also die namenlose 193 977, die den ICE 1055 nach Berlin bringen möchte und die sogar noch recht pünktlich ist
<25> Jetzt war ich ja einmal da, da konnte ich mir den Endwagen auch mal aus der Nähe ansehen. Plötzlich nahm ich dabei wahr, daß die kleine Zugführerkabine im letzten Teil des Wagens von innen beleuchtet war! Das müßte doch gehen, daß man auch von der Seite aus mal hineinsehen könnte . . .
<24> Und tatsächlich! Das letzte Fenster im schwarzen Fensterstreifen des Wagens gehört zur Kabine und nicht mehr zum Fahrgastraum, und wenn die Kabine von innen beleuchtet ist, ist ein Blick durch dieses Fenster ins Innere möglich. Dort findet sich ein Schreibtisch, ein gemütlicher Chefsessel, eine klappbare Notfall- Leiter (oder ist das was ganz Anderes??) und das Verbindungskabel zur Lok, wenn denn eine Lok hier am Endwagen angekuppelt werden muß
<23> Die Nummer verrät, daß es sich hier um den Tz 1807 handelt, in diesem Fall den Endwagen
<22> Der Volständigkeit halber noch eine weitere Wagennummer, diesmal vom Wagen 2
<21> Und ganz zufällig hab ich da am Wagen 2 etwas geknipst, das sich später als wichtig herausgestellt hat, was ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wußte. Hier sind genau die drei Schraubenreihen in Nahaufnahme zu sehen, die sich später als Kriterium für den Festanbau der Achse herausgestellt haben und wir können genau erkennen, daß es sich um insgesamt 7 Schrauben handelt, die in drei Löchern der Außenhaut sitzen!
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<20> Für den 18. Dezember 25 hatte ich die Idee, die Einfahrt in Duisburg zu machen, weil ich dachte, dort könne man in der Innenkurve mal den ganzen Zug ins Bild bekommen. Und das hat geklappt: 193 981 “Pavlik”, der hier eigentlich durchfahren soll, kommt angesummt und wird am Bahnsteig kurz angehalten wie zu einem Fahrgastwechsel, der für diesen Zug aber gar nicht vorgesehen ist = Wie soll man das den Reisenden erklären? Da stand der Zug also mehrere Minuten in Duisburg am Bahnsteig und gab die Türen nicht frei, was zu zahlreichen Irritationen geführt hat –> Wäre es hier nicht besser gewesen, den Zug VOR dem Bahnhof anzuhalten als ausgerechnet am Bahnsteig??
<19> Mit dieser Aufnahme gelang es, den Größenunterschied der Wagen einmal erspektivisch darzustellen: Wir sehen den etwa 13 Meter langen Wagen 16 und den ungefähr 18 Meter langen Steuerwagen 17 vom Tz 1806 im direkten Vergleich
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<18> Kommen wir zum 15. Dezember 25. Da gelang mir eine (wie ich finde:) gute Streckenaufnahme des Zuges 1548. Das war also quasi die “Kür” nach der “Pflicht” der Bilder von gestern, wo es eher um Details ging, heute also sollte bei überraschend gutem Wetter ein schönes Streckenbild bei Vmax 200 km/h gelingen. Der Fotostandort ist eine Brücke, die parallel zur Autobahn A524 in Duisburg- Rahm über die Eisenbahn hinweg führt. Und hier stand das Licht so gerade noch richtig für den um eine Stunde verspäteten Zug! Da ist ein neuer Zug also erst am zweiten Tag seiner Existenz unterwegs und hat schon mehr als eine Stunde VERSPÄTUNG . . . also liebe Bahn, das ist nur noch peinlich. Inzwischen wissen wir, daß der Zug in den ersten 4 Wochen seiner planmäßigen Verwendung zu mehr als 80% unpünktlich war mit Verspätungen von bis zu drei Stunden und daß er manchmal das geplante Ziel für die Reisenden nicht mal erreicht hat = An einem Tag wurde er via Hagen- Wuppertal umgeleitet und die nach Essen und Düsseldorf gebuchten Reisenden wurden mal eben nach KÖLN gebracht, ein andermal wurde die Rückfahrt nach Berlin unterwegs gestoppt und “ausgesetzt”, welche Freude bei den Betroffenen!
<17> Für mich erstmalig sah ich dabei den Tz 1807, also die zweite bis jetzt zugelassene Wagengarnitur neben dem 1806
<16> Und auch beim Tz 1807 deutlich zu sehen: Die Lücke bei den aufgesetzten Klimaanlagen = Die drei ersten hier sichtbaren Anlagen sind VORNE auf den Wagen aufgesetzt, dahinter (ab dem Restaurant- Wagen mit den zusätzlichen Lüftern) sind die Anlagen HINTEN aufgesetzt. Das mußte einen Grund haben, den ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht erkannt hatte
<15> Wobei das etwas schwierig war, bei 200 km/h eine Wagennummer lesbar zu knipsen, aber es gelang: Die “07” in der Nummer ist erkennbar
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<14> Peter Giese stand für uns in Essen und beobachtete die erste Ausfahrt westwärts, Dank an Peter
<13> Nur wenige Kilometer weiter stand ich, und meine erste Aufnahme eines ICE L im planmäßigen Fahrgastbetrieb sollte auf jeden Fall klappen und durfte nicht in die sprichwörtliche Hose gehen. Daher suchte ich nach einem Fotopunkt, an dem die Chance gering war, daß ein anderer Zug das Motiv zufahren würde . . . Und dies war in Mülheim- Styrum der Fall, wo nur eine S- Bahn hätte dazwischenfunken können. So entstand die erste Aufnahme eines Talgo- ICE L, und der Zug war . . . na was wohl . . . stark verspätet . . . ein schlechtes Omen . . .
<12> Das war der erste Transporteur eines Talgo: Der Pavlik. Der Pavlik macht´s!
<11> Und es war der Wagenzug 006, also der Tz 1806, den wir schon kennen von den Testfahrten
<10> Die ersten Schuhkartons mit Beförderungsfällen . . . (was scherzhaft und nicht abwertend gemeint ist)
<9> Und hinten läuft der “Steuerwagen”, der (noch) keiner ist
<8> Am ersten Umlauftag sollte auch die Rückfahrt geknipst werden, aber mit ein paar Details, so kam dafür nur ein Bahnhof infrage. Hier die Zuganzeige in Duisburg für den ungewohnten Taztelwurm mit tatsächlich angezeigten 17 Wagen und sogar der richtigen Stellung der Lok! Allerdings sehen wir auch, daß der Zug schon am ersten Tag in Konkurrenz zu einem Flitzeflix steht, der nur wenig später nach Berlin und Dresden fährt (aber mit selber Fahrzeit über eine teils andere Strecke)
<7> Es war schon ziemlich dunkel für eine bewegt- Aufnahme, aber ich versuchte es und Photoshop hat etwas geholfen, das Bild zeigbar zu machen: Dies ist die Einfahrt des ersten ICE 1055 als Talgo in neuen Teil des Duisburger Hbf, geknipst mit der Zugzielanzeige im Bild und dem Gleisanzeiger “12” ( > diesmal also mit ohne der Duisburger Spezialität der kurzfristig gewechselten Gleise)
<6> Da war zum Beispiel die Wagennummer vom Speisewagen mit korrekter Abnahmeanschrift
<5> Aber was ist das ?? Der Wagen 15 (und Andere) OHNE Abnahmeanschrift ! Wie kann das denn sein ?
<4> Eine Standaufnahme der Zuglok 193 981 “Pavlik”, und schon gings weiter
<3> Nun mit dem hinter der Lok laufenden Steuerwagen 006
<2> Und dem tatsächlich am Ende laufenden “Endwagen”, an dem aber unter späteren Normalbedingungen immer die Lokomotive angeknotet sein wird (oder soll)
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<1> Der Vollständigkeit halber setze ich auch hier nochmals die Wagenliste ein, die aus der anderen Galerie zu den Testfahrten des Talgo stammt
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Dank für Euer Interesse

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