Bitte den Text dazu lesen auf der Übersichtsseite zu dieser Galerie (Ordner 34)!
Und diesen Hinweis beachten:
DIESE Galerie ist NICHT NEU, sie war bereits seit mehreren Jahren auf meiner Homepage eingestellt, war aber (in kleinerer Version mit 33 Bildern) etwas versteckt und wurde von Manchen der möglichen Interessenten gar nicht wahrgenommen, ich hatte dort nur geringe Besucherzahlen. DAS soll sich nun an dieser Stelle ändern! Wichtig ist mir jedenfalls, daß in den Jahren seit der Veröffentlichung keine irgendwie geartete Kritik geäußert wurde, sondern (wenn überhaupt) nur wohlwollende Zustimmung, gerade zu dieser Galerie würden mich Kommentare jedweder Art sehr erfreuen!
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Ich möchte die Leute zeigen . . .
. . . ohne die eine Eisenbahn gar nicht möglich wäre und die in ihrer Art etwas Besonderes darstellen, weil sie in der Öffentlichkeit stehen, ohne das eigentlich zu wollen. Daher könnte von den Betroffenen eine gewisse Kritik kommen, obwohl das grundsätzliche Einverständnis zum Knipsen erfragt war. Hauptaugenmerk in dieser Galerie ist jedenfalls nicht die Bahn, sondern sind die PERSONEN hinter der Bahn, also die Eisenbahner oder auch andere Personen, die sich für ein Motiv gerade (freiwillig) angeboten haben. Zu allen hier gezeigten Fotos haben die Betreffenden ihre Zustimmung gegeben, sollte es dennoch irgendwo zu einem Koflikt kommen . . . Ihr wißt, was ich meine.
Der KLASSIKER dieser Art Bahnbilder ist dieses phantastische alte Bild, das aber nicht von mir stammt (obwohl ich daneben stand), sondern von meinem Freund Harald Schrempfer, dem ich für die Genehmigung zum Zeigen herzlich danke – Vorhang auf:
<1> Wir sehen Lokführer Karl-Heinz Wansing und seinen Heizer Albert Frenser (der aber längst selber Lokführer war) vor der damaligen Starlok des Bw Gelsenkirchen- Bismarck, der 044 508. Karl-Heinz Wansing hatte noch eine alte “Kluft” zuhause im Schrank hängen und scheute sich nicht, diese zu seinen letzten Diensten auf Dampf im Frühjahr 1977 auch anzuziehen. Zudem hatte er eine so unnachahmliche, ruhige und besonnene Art, daß er gerne von den Vorgesetzten auch für Sonderfahrten eingesetzt wurde – bei ihm kamen insbesondere Kinder immer auf ihre Kosten und wurden geradezu fürsorglich behandelt, auch wenn sie auf den Führerstand gehoben werden mußten! Irgendwo im Gewühle der vielen Sonderfahrten zum Dampfabschied des Ruhrgebietes entstand dann diese bemerkenswerte Aufnahme, die hier einen Ehrenplatz bekommen soll, zu Ehren der beiden “Schwarzen” aus Gelsenkirchen!<2> Es gab natürlich auch andere Eisenbahner, die man mal fragen konnte nach einem Bild. Oft gab es dann ein kategorisches “Nein”, mindestens genauso oft aber auch ein bereitwilliges “Ja bitte!”. So auch bei diesen beiden namenlosen Meistern des Bw Gelsenkirchen, die hier auf der 044 216 Dienst tun, eine Lok, die noch eine unrühmliche Geschichte vor sich hat: Zunächst wird sie als Museumslokomotive in die Niederlande verkauft und steht ein paar Jahre als Denkmal bei einem Schrotthändler in Appeldoorn, aber dann wurde sie leider doch noch verschrottet . . .<3> Aber auch bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR gab es immer wieder Eisenbahner, die nichts dagegen hatten, geknipst zu werden. So diese Meister auf ihrem Edelrenner 03 1010, die hier ihre “computergerechte” EDV- Nummer 03 0010-3 trägt, und zwar sogar als Messingschild, was hier in schwarz/weiß nicht so recht zur Geltung kommt. Der Zugführer hat gerade die Papiere übergeben, der Heizer steckt sich noch ne Fluppe an, gleich wird es losgehen und die 03.10 wird wieder einmal losbrüllen und ihren Zug pünktlich nach Stralsund bringen. Gesehen wurde diese Szene in Berlin-Lichtenberg am Bahnsteig. Messingschilder? EDV-Schilder in Messing?? Den Beweis muß ich wohl antreten: Bitte sehr!<4> Messing! Inclusive Gattungsschild!<5> Eine andere (unbekannte) Mannschaft aus Stralsund hat ihre 03 0059, die ehemalige 03 1059, fertig zur Abfahrt, die Scheiben geputzt, das Feuer glühend, der Kesseldruck am Zeiger. Der Lokführer vertritt sich nochmal kurz die Beine auf dem Bahnsteig, denn gleich wird der Pfiff vom Schaffner erfolgen und die Reise kann losgehen<6> Gleich wird das Signal auf “grün” umschalten und die 03.10 wird über den Innenring Lichtenberg Richtung Norden verlassen. Es war im Jahre 1979, aber wir wünschen von hier aus nochmal GUTE REISE für die 03 0059-0, die leider längst verschrottet ist. Schaut euch an, wie sauber der Tender ist und das Führerhaus!<7> Auch im Ausland gab es noch Dampf in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts. So zum Beispiel in Österreich auf der “Graz-Köflacher-Eisenbahn” GKB, wo es scheinbar nie Hektik gab und Eile. Dieser “Lumpensammler-” Güterzug von Graz hatte alle Zeit der Welt, auf den kleinen Bahnhöfen (hier: Bergla) der Strecke Güterwagen zu rangieren und Stückgut umzuladen. Natürlich war auch ausreichend Zeit für einen Tee und ein Gruppenfoto: Wie sehen Lokführer und Heizer, sowie die Aufsicht (Fahrdienstleiter) und den Bahnhofschef. Alles, wie es sich gehört(e). Heute reicht dort ein einzelnes ferngesteuertes Signal, den Gesamtverkehr zu bewältigen . . .<8> Aber es geht auch in FARBE. Hier sehen wir die Mannschaft der 86 501 im August des Jahres 1988 in Erfurt- West am Abend eines Sonderfahrtentages für den DMV, den Deutschen Modellbahn- Verband der DDR. Hinten steht als rollfähiges Exponat die 74 231, die später in den Westen verkauft wird und wieder unter Dampf kommt. Auch die 86 501 hat bis heute überlebt und befindet sich in Österreich<9> Eine Lok aus Salzwedel, also im unzugänglichen Grenzgebiet. Geknipst noch zu planmäßiger Einsatzzeit 1984 irgendwo in der Nähe von Stendal. Man wartet auf weitere Anweisungen. Wer hier der Lokführer und wer der Heizer ist, darf man vermuten, aber wir wissen es nicht . . . ABER wir wissen, daß dieses Bild noch eine viel spätere Geschichte schrieb: Einer unserer Leser erkannte den jungen Heizer hier in der Tür viele Jahre später und schenkte ihm dieses Bild (mit meiner Hilfe) zu seinem 60. Geburtstag!! Ist das nicht großartig? Was für ein tolles Ding, bei dem sich herausstellte, daß der damalig Fotografierte NICHTS davon mitbekommen hatte (oder es schlicht vergessen hat, denn: Ich habe -wenn möglich- IMMER geknipste Eisenbahner um Erlaubnis gebeten, und der Kollege im Fenster hatte zugestimmt!)<10> Bei Sonderfahrten der DGEG war dies hier die dreckige Seite des Jobs: Ausschlacken und “Lösche ziehen”. Aber auch das Säubern der Nummernschilder gehörte zum Programm<11> Das war ein Ding! Ziemlich plötzlich nach der Wende konnten die Traditionsdampfer der ehemaligen Reichsbahn auch im Westen für große Aufmerksamkeit sorgen, so auch die 01 531, die hier am Rhein unterwegs ist (= in Bonn-Beuel). Das waren tolle Fahrten, an die ich gern zurückdenke<12> Und an diese Stelle gehört unbedingt dieses tolle Bild von einem der ganz großen Eisenbahner mit Herz, Verstand und Humor! Bernd Köllner aus Saalfeld! Für ihn war es ein Traum, der in Erfüllung ging, als er mit “seinem Mädchen” 01 531 am Rhein (und nicht nur an der Elbe) auf große Fahrt gehen konnte. Und dieses Grinsen im Gesicht hat eine Ursache: Im Sonderzug waren englische Eisenbahnfans, die während der Fahrt am Rhein entlang mit der Stoppuhr gemessen hatten – und auf satte 135 km/h gekommen waren . . . Darauf angesprochen meinte unser Meister Köllner nur grinsend, das könne ja gar nicht sein, er sollte ja nur 120 fahren . . . DIESES Grinsen ist für immer festgehalten, und das ist gut so und verjährt. Beste Grüße an Bernd, wenn er das hier nochmal sehen sollte! (Er kennt das Bild und ist im Besitz desselben!). Anmerken sollte man, daß alle Wagen für 140 zugelassen waren und die Strecke dies auch hergab, daß aber der Fahrplan vorsichtshalber auf 120 km/h berechnet war<13> Und noch ein Hochkantbild, weil es so schön ist: Am Abend nach einer grandiosen Sonderfahrt stellten sich die “Schwarzen” im Bw Güsten nochmal in Positur. DIESE beiden sind mir leider namentlich nicht bekannt; Wenn Jemand helfen kann . . .<14> Das gilt auch für dieses Bild, denn hier kenne ich namentlich keinen einzigen, aber es war ein perfekter Dampflokfahrer dabei, der das Gespür hatte, Sound für die Fans zu produzieren und das Material dabei nicht über Gebühr zu belasten. Der gerade Beschriebene Meister (hier zweiter von rechts) könnte der im Jahre 2022 leider verstorbene Bernd Herzenauer gewesen sein. Diese große Mannschaft hier war aufgeboten worden, um die 01 1100 von Hamburg aus in Richtung Dänemark brüllen zu lassen. In Padborg wurde umgespannt auf einen dänischen Dampfer und so hatte unsere Mannschaft der 1100 Zeit, einen friedlichen Augusttag im Grenzbahnhof verbringen zu dürfen (Padborg/Pattburg, 1989/08)<15> Wir springen hier ganz bewußt etwas hin und her, auch die unterschiedlichen Bildgrößen sind durchaus gewollt. Diesmal sind wir bei einem der Devisenbeschaffer der DDR, der 86 501. Die fuhr zu einer Zeit noch Planzüge, zu der längst modernes Material zur Verfügung gestanden hätte. Aber Alexander Schalck-Golodkowski (siehe Wikipedia) hatte bemerkt, daß “Dampf” in dieser Gegend für steigende Übernachtungszahlen sorgte, und zwar mit “konvertierbarer” Währung aus dem Westen. Und so fuhren 86 001 und 501 wechselweise Personenzüge von Schlettau nach Crottendorf, wo sie zusätzlich die nahe Schmalspurbahn unterstützten durch viel mehr Gäste als ohne “König Dampf”. Und so bemühten sich die Reichsbahner redlich, ihr Arbeitsgerät in Schuß zu halten, schließlich stand man unter Beochachtung von ganz oben. Bahnhof Crottendorf, 1984/06<16> Hier sind wir nicht in Planzeiten, sondern in einem Museum, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Wir sind im Bw Nördlingen an der zeitweilig dort betriebsfähigen 50 3600 (genau: 50 3600-9 oder 053 600-7!), 1994/09<17> Und nochmal eine mir völlig unbekannte Mannschaft aus Nürnberg, 1985. Wir nannten den gutaussehenden Weißkopfseeadler immer den “Schauspieler”, weil er mit diesem Aussehen sicherlich auch in Hollywood hätte Fuß fassen können. Sehr cool auch die lässige Mütze des Heizers! Die Lok 23 105 war im Dezember 1959 die letztgebaute Dampflok für die Deutsche Bundesbahn und sollte daher in besonderer Weise geehrt werden, aber das Schicksal sah es anders: Die Lok wurde 2005 beim Brand in Nürnberg Gostenhof fast unrettbar zerstört, seitdem bemüht man sich um eine optische Wiederherstellung, aber an ein Fahren unter eigenem Dampf wird wohl eher nicht mehr zu denken sein. Mit Stand vom November 2025 steht die Lok nun optisch etwas hergerichtet im Bahnpark Augsburg<18> Und damit gehen wir mal in die weite Vergangenheit zurück zu einem, der auf seine Art auch ein unvergleichlicher “Schauspieler” war: Conrad “Conny” Wieditz, ein Stellwerker bei “Diergardt/Mevissen”, einer Ruhrkohle-Zechengruppe in (Duisburg-) Rheinhausen. Er tat gerne Dienst auf dem Stellwerk “Burgfeld”, wo die Übergabe zur Bundesbahn zu bewältigen war. Zur normalen Ausstattung gehörte natürlich ein schon damals altes Radio und natürlich eine Kochplatte! Die Bakelite-Telefone mit der Kurbel muten altersschwach an, aber sie hatten eine über Jahrzehnte funktionsfähige Technik – keinen blauen Bildschirm “schwerer Ausnahmefehler” !<19> Da isser in seinem Elemeant: Conny an den Stellhebeln seiner Macht! Das Stellwerk gibts schon lange nicht mehr, es ist gar nicht mehr erkennbar, wo es einmal stand, auch Conny weilt schon lange nicht mehr unter uns<20> Auch den Lokführer kennen wir heute noch mit Namen, nach so vielen Jahren ist er noch eingebrannt: Achterberg! Im Hintergrund das bewußte Stellwerk, das wir eben von oben gesehen haben. Die Lok ist die Henschel “Diergardt 1” – ein für ihre Zeit durchaus modernes Teil. Die Lok gibts wohl heute noch: als Ersatzteilspender bei der Hespertalbahn in Essen-Kupferdreh<21> Gleich drei Mann auf der kleinen Dampflok “Mevissen 2”! Aber manchmal war das tatsächlich erforderlich, denn die Strecke zum Hafen nach Essenberg hatte es in sich und mußte mich Schwung und Volldampf im Schub genommen werden, wo dann zwei Aufpasser die Zugspitze sicherten. Die Lok ist eine “Henschel D600”, eine robuste Konstruktion ohne Probleme, und die sogar auf der Bundesbahn “zugelassen” war. Was hat von ihr überlebt? Nicht viel . . .<22> Das schöne Messingschild, das oben noch am Wasserkasten hängt, das hat überlebt bis heute! Es hängt bei mir an der Wand und erfreut mich immer noch mit seinen Geschichten rund um diese beiden Zechen in Rheinhausen. Auch das Kesselschild und das Betriebsbuch der Lok haben überlebt und konnten bei bzw. nach der Verschrottung gesichert werden<23> Und hier haben wir mal einen Polizisten, einen zwischen den Welten: Er gehört zur Deutschen Reichsbahn der DDR, ist aber in Westberlin eingesetzt mit seiner ostzonalen Uniform! Wir sind bei Devisenbeschaffer-Sonderfahrten in Berlin-Wannsee im März 1985, wo er sich bereitwillig ins Bild gestellt hatte, wie ich das vorgeschlagen hatte<24> Und wo wir schon bei Bahnpolizisten sind: Das hier war ein Husarenstückchen! Bei Sonderfahrten im Mai 1994 kam die 01 531 auch ins Bw Bebra. Da kannten wir uns ja bestens aus und es gab nie Ärger. Das war heute anders: Die beiden Uniformträger waren aufgelaufen, um uns Fotografen gewaltsam zu entfernen . . . Aber etwas später war ein nettes Gespräch möglich und die beiden stellten sich bereitwillig und nett in Positur für zwei Bilder!<25> Das Besondere daran: die beiden unterschiedlichen Uniformen im Vergleich! Zu dieser Zeit 1994 wurde ja die Bahnpolizei aufgelöst (leider!) und die Schotter-Sherriffs wurden dem Bundesgrenzschutz untergeschoben – und hier hat der eine der Beiden schon seine neue Kluft, während der Andere noch seine gepflegte, aber alte blaue (elegantere) Uniform trägt = hier mal im direkten Vergleich. Was mag aus den Beiden geworden sein?<26> Noch ein Hochkantbild: Die 50 3576 von Nossen aus im Planeinsatz, hier mit einem zusätzlichen Heizer und der Bahnsteig-Aufsicht, mit der noch ein Schwätzchen zu halten ist, bevor es losgeht (1984/06)<27> Auch diese Beiden haben der Aufnahme ausdrücklich zugestimmt – auch wenn es nicht so aussieht . . .<28> Hier sehen wir die ganze Lok der beiden Schwarzen. 1984/07 war sie noch im Dienst und im täglichen Einsatz. Heute steht sie desolat im Museum Tuttlingen und rostet vor sich hin. Was aus den beiden Schwarzen geworden ist, würde mich sehr interessieren!<29> Etwa zur selben Zeit, aber GANZ woanders . . . in der Türkei! Wir sehen eine Nachbauart der deutschen 56.20, die auf der Zechenbahn von Eregli (Hafen) nach Armutcuk (Zeche) auch im Jahre 1986 noch täglich schwere Züge zieht und dabei von diesen Männern begleitet wird<30> Hier sehen wir drei Schwarze in moderner Zeit, die sich bereitwillig zum Foto aufgestellt haben. Diese Bilder habe ich leider bis jetzt nicht weitergeben können, da die dazu erforderliche Mailadresse verloren gegangen war. Vielleicht kann hier Jemand helfen?!<31> Hier können wir sehen, wo wir uns befinden: Beim Thüringentag in Sondershausen<32> Wir kommen nochmals zu einem blauen Bahnpolizisten der Bundesbahn: Nur echt mit MInipli- Frisur!<33> Jetzt gehen wir nochmal in die Vergangenheit zurück, ich würde sagen, nach Konstanz. Dort war 01 173 mit einer Sonderfahrt unterwegs, kontrolliert ebenfalls von einem Eisenbahn- eigenen Polizisten! Der “Bahnpolizist” hatte fast alle Rechte der normalen Polizei, gehörte aber zur Bundesbahn34> Nochmal zurück in die DDR, die es im Sommer 1990 noch gab. In Saalfeld beobachte ich eine Szene mit der ehrwürdigen 01 531, die typischer nicht sein kann<35> Dazu gehört dann auch sowas, das zu etwa selber Zeit festgehalten werden konnte. Ich hoffe, der damals junge Mann hat eine gute Karriere bei der Eisenbahn inzwischen hinter sich und freut sich langsam auf die Pension<36> Dazu gehört dann auch mal so ein Bild: Keine Eisenbahner, aber Möchtegern-Eisenbahner, die von außen nur die schönen Seiten der Bahn sehen und bei solchen Aufnahmen weniger an Lösche ziehen, Kohle schaufeln, abölen und Saubermachen denken<37> Und diese Beiden zufällig ausgewählten (aber gefragten) Zuggäste eines Sonderzuges mit Vorkriegs- Schürzenwagen, die genießen einfach nur eine Fahrt im Dampfsonderzug nach Sylt. Das sah so wunderschön aus mit den zwei mitgebrachten Püppchen, ja, mir gefällt das Motiv immer noch!<38> Mal was ganz Ungewöhnliches: Zwei Künstler nutzen eine Umsteipepause am Bahnsteigende (in Duisburg) für eine Trainingsstunde, und machen ihre Sache sehr gut, es fanden sich sogar ein paar Zuschauer ein, die Beifall geklatscht haben<39> Hier sind gleich beide zu sehen = Die mutwilligen und die freiwilligen Eisenbahner, und ein Künstler, aber diesmal ein technischer: Neben Sandor auf der 1104 steht Thomas Huhn, der Künstler, der die 1104 wieder ans laufen gebracht hat und bei den ersten Fahrten dabei war, um Fehler und Abweichungen zu erkennen. Und der, der sich da weit aus dem Fenster lehnt, ist auch ein Eisenbahner, aber einer, der auch in der Freizeit noch zu diesem Thema steht und seine Freude hat, es ist S.B. aus Buxtehude, viele Grüße!<40> Wobei “Freude” hier nicht das richtige Wort ist. Hier ist es eine Mischung aus Freude, Anspannung, Risiko und Selbstvertrauen. Sandor Nicklich vor einer ersten Gewaltfahrt, dem “Ritt” von Altona nach Sylt. Noch weiß er nicht, daß alles gutgehen wird und diese Fahrt als legendär in die Geschichte eingehen wird, er versucht, ruhig zu bleiben . . .<41> Kommen wir zurück in die Vergangenheit. Stuttgart, 1975. Es war noch ganz selbstverständlich, am Abend einige Oberwagenlaternen (“Schlußlampen”) vorzubereiten für den nächtlichen Einsatz auch an Personenzügen<42> Auch das eine verantwortungsbewußte Tätigkeit: Ein Lokführer säubert beim Vorbereitungsdienst die Fenster seiner 140 481 in Bw Düsseldorf- Abstellbahnhof. Wir erkennen daneben 110 161, 110 244 und 110 417 <43> Eebenfalls verantwortungsvoll – und vorgeschrieben: Ein “Rotkäppchen” gibt das Signal “Zp9”, den Abfahrtsauftrag. Und das auf die Sekunde genau pünktlich um 14 Uhr in Dortmund! Der Meister auf der 41 360 nimmt das Signal auf und donnert gleich den Berg hinauf bei Erkrath, um zur Müngstener Brücke zu kommen . . .<44> Sowas ähnliches macht dieser alte Bekannte auch: Einen Zug abfahren lassen. Wir sehen den allseits bekannten und beliebten Lokführer Wolfhard Baetz† aus Sonneberg mit einem Eisenbahnfreund aus dem Ruhrgebiet (Günter Gradlowski†). Beachte: Hier bei der Modellbahn des DMV Sonneberg gab es zwar etwas West- Technik, aber unsichtbar versteckt, alles Andere war erstklassige Handarbeit aus der DDR, darunter ein fahrbereites HO- Handmodell einer 95, ein wahnwitziges Kunstwerk! Auch das Steuerpult ist selbst gebaut<45> Hier ist er in seínem Element und an seinem (Zitat:) Lieblingsort: Auf “seiner” 95 027 = Wolfhard Baetz†, R.I.P. Es gab wohl kaum einen, der die 95 besser kannte als er<46> Auch er weilt nicht mehr unter uns: Thilo Berchtold†, ein ganz feiner Mensch, der zu früh gehen mußte<47> Auch er ein wunderbarer Charakter, immer lustig und einen Scherz auf den Lippen: Heiko Berkemann†, 601er-Tf und -Mentor aus Hamm<48> Ihn hier kannte ich nicht persönlich. Eine nette kurze Zufallsbekannstschaft beim Fragen nach Fahrzeiten für einen Sonderzug mit der 1100, es ist ein netter Fahrdienstleiter auf dem Hauptstellwerk in Eutin, Juni 1988<49> Auch in den Niederlanden gab es Tf, die selbst für ihre Sicherheit sorgten, Venlo, Mai 1999<50> Nochmal weit zurück in die schwarz/weiß- Zeit. Auch das war Eisenbahn vor 50 Jahren: Man gehörte zusammen, man kannte sich. Da kamen Lokführer und Rangierer auch nach Feierabend nochmal zum Stellwerk mit einer “Gallone” Gerstenkaltschale, aber diesmal war ein eher trauriges Thema zu besprechen, auch wenn es für den Fotografen gestellt nicht so aussieht: Alle hatten die Kündigung schon in der Tasche, ihr “Pütt” (Zeche) wurde dichtgemacht, man wußte bereits, daß das gesamte Gelände neu überbaut werden sollte und beratschlagte, was nun zu tun sei und wo man noch anheuern könne<51> Und weils so schön ist, noch zwei schwarz/weiß- Bilder: Ein turnender Heizer am Kessel einer vierdomigen 50<52> Und bevor Jemand in irgendwelchen Listen nachsieht . . . es ist oder war 051 338 vom Bw Hohenbudberg, deren Personal hier für mich wie damals für den Altmeister Carl Bellingrodt im Führerhaus bereitsteht zum Portrait. Beide hätten damals wohl im Traum nicht dran gedacht, daß dieses Foto eines Kindes (ich muß so um die 14 gewesen sein) mehr als fünfzig Jahre später einem großen Publikum zugänglich gemacht werden würde! Im Hintergrund ist gerade die spätere A2 mit beleuchteten Schilderkästen fertiggestellt worden, die aber noch nicht in Betrieb ist und die noch später zur A430 werden wird, bevor sie ein drittes Mal umbebannt wird in A40 (Kaiserberg- Venlo). Die Lok hat einen leeren Schwefelkies oder Quarzsandzug am Haken aus damals sehr modernen Talns- Wagen, den sie aber nur bis Trompet bringen wird (5 Km), wo ihn eine neue 151 übernimmt, um ihn ins Sauerland zu bringen nach Meggen zum Neubeladen, bevor er wieder nach Homberg am Niederrhein kommt zur Firma Sachtleben, die im Jahre 2025 ums Überleben kämpft, was sich kein Homberger jemals hätte vorstellen können . . .<53> Noch ein SW- Bild, aber aus 1978: Wir sind am frühen Morgen in West- Berlin, wo gegen 6 Uhr ein Expresszug nach Malmö abfahren wird, der bis an die Fähre mit einer 03.10 laufen wird vom Bw Stralsund, RBD Greifswald = 03 1048, eine S 36.18, wie das Gattungsschild ausweist. Dieser Zug fuhr als einer der wenigen internationalen Züge von West- Berlin ab, Bahnhof Zoo, und dort am Bahnsteig entstand das Bild. Wir sehen den Heizer bei abenteuerlichen Verrenkungen, um sein Fenster in der “Stauschute” putzen zu können. Dieser Trog vor dem Fenster war dazu gedacht, einen Luft- Überdruck durch den Fahrtwind zu halten, wodurch sich nicht so leicht Abdampf vor das Fenster schieben möge. Beide schwarzen Männer waren linientreue DR- Personale mit Familien und Kindern im Osten, bei denen nicht der Verdacht bestand, sie würden türmen bei ihrem Ausflug in den freien Westen. Ob sie diese Gelegenheit nach 1989 wohl ergriffen haben?<54> Und auf jeden Fall möchte ich in dieser Galerie eines der Bilder zeigen, bei denen keine Frage nach einem Veröffentlichen notwendig oder überhaupt nur möglich ist = Hier ist es ja wohl offenkundig, daß sich der Kollege Tf freut, von einer Kamera gesehen zu werden, andererseits ist er so getroffen, daß er nicht sofort klar erkennbar ist –> Da braucht man dann keine Genehmigung. Sollte er hier mitlesen = Bitte melden, Du bekommst das Bild in großer Auflösung, jedenfalls einen herzlichen Gruß zurück!<55> Und auch bei diesem Foto brauchte ich Niemanden zu fragen . . . der Tf selber war es, der mich angerufen hatte: “Ey Alter, komm ma schnell rüber nach Oberhausen, hier steht die E40 001, die mach ich mal eben warm für ein paar Bilder . . .” – Ne halbe Stunde später war ich da, und es wurde eines der letzten Male, daß ich die Lok im betriebsbereiten Zustand überhaupt sah, denn vier Jahre später wurde sie beim Bender in Opladen verschrottet, wie meine üblichen Leser natürlich wissen . . . Viele meiner Leser werden ihn kennen, diesen Tf, aus etlichen Rio- Grande- Filmen von Joachim Schmidt, es ist Franz Blobel aus Gladbeck, inzwischen pensioniert und begeisterter Gartenbahner, also mit eigener Eisenbahn.
Dank für Euer Interesse
und für mögliche Hinweise zu den dargestellten Personen!
Über Kommentare jedweder Art würde ich mich sehr freuen, gerade zu dieser etwas schwierigen Galerie!
Link zur Übersicht vom Ordner 34 “Eisenbahner”Link zur Menü- Liste aller Ordner
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