mitEinst- und- Jetzt- Bildern im direkten Vergleich
Immer, wenn etwas Neues gebaut wird, fragt man sich am Ende, wie das denn wohl früher ausgesehen haben mag, weil die konkrete Erinnerung schnell wieder verblaßt. Ich persönlich mag solche Vergleiche von Neuem zu Verblichenem an selber Stelle und habe immer mal wieder versucht, Bilder mit sogenannten “Sichtankern” zu machen, also Details, die die Örtlichkeit später wiedererkennbar machen. Hier also ein paar meiner Versuche, “Alt” und “Neu” direkt einander gegenüberzustellen; Es sind überaus faszinierende Vergleiche dabei, die erstaunen, wie z.B. Luftbilder vom WAZ- Fotografen Hans Blossey, laßt euch überraschen:
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So geht es von “Einst” . . .
<1> Ostwand 2017.
. . . zu “Jetzt” . . .
<2> 2026
Wie sich die Ostwand mit dem Schriftzug verändert hat, soll nur ein Beispiel sein
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Und dazu kommt der erste faszinierende Zeitvergleich . . .
. . . aus der Luft !
Der bekannte Luftbild- Fotograf Hans Blossey hat uns Bilder zur Verfügung gestellt
Vielen Dank an Hans Blossey!
<3> Dies ist der Bahnhof Duisburg Hbf VOR allen Umbaumaßnahmen im Jahre 2017, die 6 Bahnsteighallen aus den Jahren 1934 bis 37 sind gut erkennbar und der größere Abstand für Gleis 7 in der Mitte. Wir erkennen auch aus der Entfernung den schlechten Zustand der Anlage > Hier ist größerer Aufwand erforderlich, der nun in die konkrete Planung geht, die ersten Verträge werden geschlossen, das MODELL des neuen Bahnhofs ist schonmal fertig, jetzt gehts an die Umsetzung . . .<4> Luftbild Blossey Nr. 200705611 von 2022. Dieses Bild von Hans Blossey (Vielen Dank dafür!) aus dem Jahre 2022 entspricht noch dem alten Zustand vom Duisburger Gammelbahnhof in ganzer Ausdehnung mit allen Vordächern. Wir schauen in Süd- Nord- Richtung, also rechts ist Osten, links West, wo nach genauem Hinsehen die Eingangshalle zum Bahnhof erkennbar wird (auch wenn sie erst beim zweiten oder dritten Blick überhaupt auffällt = Der Querbau mit dem hellgrauen Dach). Wir sehen vor allem die alten Bahnsteigdächer von oben und erkennen am breiteren Abstand, daß in der Mitte das zusätzliche (bahnsteiglose) Gleis 7 verläuft, welches auch in die Zukunft übernommen wird. Ein langer ICE1 für die Fahrt in den Süden steht zufällig wie im Bild 3 am Bahnsteig 4 bereit, vorne links ist das einzige Gleis erkennbar, das am eigentlichen Bahnhof vorbeiläuft für nicht dort haltende Züge, es ist das Gleis 400, das eine Gleis, das vom ehemaligen Güterbahnhof Duisburg übergeblieben ist = Der Bereich vorne links im Bild war mal mit Gleisen und Leben gefüllt und wird nun neu überbaut; Es sind sehr teure Immobilienflächen geworden, wo einst Postzüge und Anderes rund um die Uhr rangiert wurden<5> Luftbild Blossey Nr. 260100256 aus 2026. Und nun der Blick vier Jahre später von West nach Ost über den schon zu zwei Dritteln fertiggestellten neuen Duisburger Bahnhof. Wir sehen, daß die Bauarbeiten im Zeitplan liegen, denn für jeden neuen Bahnsteig war ein Jahr vorgeplant, was genau paßt. Es fehlen nun noch die zwei vorne sichtbaren Bahnsteige, von denen der Fernbahnsteig der Gleise 3 und 4 aktuell (Mai 2026) gerade in Arbeit ist und abgetragen wird<6> Der entsprechende Anblick aus Flughöhe Null: 4 neue Dächer, 2 alte<7> Im Vergleich dazu ist dies hier natürlich auch eine “Luftaufnahme”, allerdings nur vom Modell des neuen Bahnhofs, der zur Zeit der Aufnahme (2016) völlige Utopie war, die offenbar auch der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (rechts) noch nicht so ganz glauben mag, aber (mit allem Respekt:) Das bisherige Ergebnis kommt sehr nahe an das damalige Modell heran! Dieses Foto wollte ich damals unbedingt haben – mit den alten Dächern und dem Schild “Duisburg” im Bild, der OB Link war dabei nicht sooo wichtig und fällt ja kaum auf . . .
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Es geht aber noch viel krasser . . .
Ein ganz unglaublicher Einst-Jetzt-Vergleich !
Schaut euch das einmal an und bedenkt die Geschichte dahinter:
Die Bahn hat den alten Bahnhof Duisburg und möchte neu bauen. Sie beauftragt eine (leider unbekannte) Agentur, die Planungen irgendwie zu visualisieren, damit man sich in etwa vorstellen kann, wie der neue Bahnhof später einmal aussehen könnte. Und ein paar Jahre später kann man in Duisburg ein Foto machen, daß sogut wie keine Abweichungen vom Horoskop zeigt = Da ist also damals eine Kunstgrafik entstanden (so kann man das sicher nennen) nur aus der Utopie, der ursprünglichen Planung heraus . . . und herausgekommen ist ein Werk, das dem später erst gebauten Original so derartig nahe kommt, daß es nur noch beeindruckend ist und den Betrachter kopfschüttelnd staunend danebenstehen läßt. Schaut mal genau hin und vergleicht Details, auch ihr kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus:
<8 und 9> Duisburg Hbf, Gleis 9, als Horoskop in ferne Zukunft und darunter das tatsächlich gebaute Ergebnis = UNGLAUBLICH ❗️
Vergleicht die Details:
Hier ist alles stimmig: Das so hochkompliziert mehrfach geschwungene Dach ist sogar perspektivisch richtig in der Vorhersage dargestellt, die Fahrdraht- Aufhängung stimmt, die Proportionen der Säulen, die Gleisgeometrie . . . – Wie ist so etwas überhaupt möglich? Wie lange hat der unbekannte Künstler damals daran gesessen ? Hat er eine Medaille dafür bekommen ???
Okay, in der Vorhersage war da noch ein gläserner Warteraum angedacht, der aus Kostengründen entfallen ist, dafür ist das Schild “E 9” hinzugekommen, aber das Bahnhofsschild “Duisburg” am rechten Pfeiler ist dafür ganz exakt an seinem Platz. Und das Ganze ist ja noch nicht fertig, es ist erst ein Zwischenzustand, überall fehlen noch Kleinigkeiten. Aber daß hier genau nach Vorgabe gebaut wurde, ist nun bewiesen. Und daß es Künstler gibt, die eine Vision so darstellen können, wie sie im Endeffekt Jahre später tatsächlich aussieht, das ist unfaßbar, mir fehlen die passenden Worte dazu.
Das “Horoskop”- Bild ist ein vielfach noch vor Beginn der Bauarbeiten veröffentlichtes Werbefoto der DBAG, und der Künstler war sicherlich kein Eisenbahnfreund, sonst hätte er am ICE nicht das dritte weiße Licht vom typischen Eisenbahnlicht vergessen und hätte nicht das Spitzenlicht gemeinsam mit dem Rücklicht brennen lassen. Aber sonst ist hier kein einziger “Fehler” zu finden und kaum eine winzige Abweichung von der vorhergesehenen Realität, das ist eigentlich unglaubwürdig. Kann das um das Jahr 2021 herum schon KI (komische Intelligenz) gewesen sein, die mitgeholfen hat ? Oder ist das eher feinste Handarbeit, das Meisterwerk eines Künstlers?
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Eine weitere Version derselben Kunstgrafik:
Es tauchte Anfang 2026 im Bahnhof eine neue Version der gerade schon beschriebenen Kunstgrafik auf, die sicherlich mit dem Bild 8 identisch ist und an der Nichts mehr nachträglich verändert wurde, ABER hier kommen quasi in einem Weitwinkelblick noch viel mehr Details zur Geltung, und weiterhin keine einzige wirkliche Abweichung von der tatsächlich gebauten Version. Aber immerhin ist auf diesem Werbebild der Bahn ein Urheberhinweis zu finden, dort steht: “Station & Service AG ISBO”, was ohne wirkliche Aussagekraft ist, weil es diese AG nicht mehr gibt, sie wurde schon 2023 zu DB InfraGO AG. “ISBO” steht dabei für “Informationssystem Bahnhofsobjekte” und läßt damit keinen Schluß auf die beteiligte Agentur zu = Diese verantwortliche Agentur würde ich aber gerne hier nennen und über alle Maßen loben (!)
Und MIT Zug gehts natürlich auch . . .
<Bilder 10, 11 und 12> WAHNSINN! Schaut genau hin! Das mittlere Bild vom Mai 2026 entspricht doch fast zu 100% der Utopie, also dem Horoskop von 2021, unglaublich! Einzig die Warteräume wurden letztlich etwas anders umgesetzt als ursprünglich geplant, vorne links der kleine Dienstraum für eine mögliche Bahnsteigausfsicht ist hinzugekommen, obwohl er offenbar nicht vorgesehen war (jedenfalls nicht an dieser Stelle). Für das mittlere Bild habe ich einen sonnigen Tag abgewartet und bin SEHR früh aufgestanden, das Bild ist von halb Sieben Frühmorgens, nachdem ich schon eine halbe Stunde gesucht und getrickst hatte, um der Vorgabe aus der Utopie möglichst nahe zu kommen, das Bild darunter mit der S- Bahn entstand einen Tag früher ebenfalls sehr früh und soll die Perspektive mit einem Zug darstellen, hier fehlt aber die Lichtstimmung der frühen Morgensonne
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Ein weiteres Beispiel
<13> Auch das war eine meisterliche Vorab- Visualisierung einer Agentur der DBAG, die ich bisher in drei Versionen kenne<14> Die zweite Version. Sie betrifft eindeutig die Gleise 9 und 10 in Nordrichtung gesehen, wie die nachfolgenden Bilder zeigen
Die dritte Version der Grafik . . .
. . . hier als Bild 15 und wieder mit dem Vermerk “@ Station & Service AG ISBO“. Wir sehen: Auch diese Kunstgrafik ist genial, aber nicht ganz so gut wie die weiter oben vorgestellte Studie, denn: Hier fehlen ein paar Elemente und es passierte beim Hintergrund ein sachlicher Fehler = Es ist (in falschem -zu kleinem- Maßstab) der Fernsehturm und das Bank- Hochhaus im Blick nach Norden erkennbar hinten links, der Bereich hinten rechts aber stellt das Gleisgewirr in der Ausfahrt nach Süden dar, also in die entgegengesetzte Richtung. Das macht aber Nix, das Bild ist dennoch hervorragend, denn es zeigt überaus genial und wiedererkennbar die Gleise 9 (links) und 10 (mitte), wie das darunterstehende Bild 16 vom tatsächlich gebauten Ergebnis beweist:
<Bilder 15 und 16> Wir sehen, daß mehrere Pfeiler der Beleuchtungsanlage in der Grafik fehlen (oder ursprünglich anders geplant waren), und der Abstand links von der Treppe zum Aufzug ist etwas zu groß geraten. Das ist aber keine Kritik! Das Bild ist immer noch hochgenial, zeigt jedoch die Grenzen des Machbaren. Die Gesamt- Szenerie ist perspektivisch perfekt im Horoskop dargestellt und absolut auch in feinsten Details wiedererkennbar
Wir nehmen daraus mal einen Ausschnitt zum direkten Vergleich:
<17> Ein Aussschnitt von Bild der 15, und jetzt schaut mal genau hin: Schräg rechts oben von der Frau ist der Fernsehturm erkennbar, daneben das Hochhaus, also KANN hier nur der Bahnsteig 8/9 dargestellt sein, und das paßt haargenau, seht selber . . .<18> Dies ist ein Versuch meinerseits, die grafische Kunst- Vorgabe im tatsächlich entstandenen Original wiederzufinden. Das geht vielleicht demnächst noch besser, aber grundlegende Übereinstimmungen sind auch hier auf den ersten Blick vorhanden: Die perspektivische Darstellung des Horoskops ist wieder erstklassig und fast alle baulichen Elemente lassen sich in diesem Bereich richtig und in korrekter Position wiederfinden. Und hier wird nochmals sehr eindeutig: Das KANN nur der Blick sein von Bahnsteig 10 aus auf den Bahnsteig mit den Gleisen 8 und 9; Auf Gleis 8 steht in der Grafik der ICE
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Auch die Gesamtansicht gibts in Zeitlupe . . .
<19> Kurz vor Beginn der Bauarbeiten: Der Bahnsteig 12/13 (rechts) ist schon als Baustelle eingezäunt, aber deutlich sind noch alle 6 Bahnsteighallen aus dem Jahre 1934 erkennbar; Blickrichtung von Süd nach Nord
<19> Kurz vor Beginn der Bauarbeiten: Der Bahnsteig 12/13 (rechts) ist schon als Baustelle eingezäunt, aber deutlich sind noch alle 6 Bahnsteighallen aus dem Jahre 1934 erkennbar; Blickrichtung von Süd nach Nord<20> Selbe Perspektive Anno 2026: Einige Masten und Beleuchtungen sind hinzugekommen und zwei Drittel des Neubaus sind erledigt = Vier von sechs Bahnsteighallen sind neu errichtet und mit Zwischendächern verbunden<21> Luftbild Blossey 260100253 aus 2026. Dann ist dies das Luftbild, das dem Bild 20 entspricht. Hier wird der unterschiedliche Wellenschwung der Gleisdächer besonders deutlich und damit die beeindruckende Übereinstimmung mit dem MODELL des Bahnhofs<22> Der Vollständigkeit halber eine Zwischenstufe im Dezember 2023, in der die Bauweise klar wird:Der rechte Bahnsteig 12/13 ist sozusagen fertig, der Bahnsteig 10/11 ist in Arbeit (der Rohbau beginnt gerade) und vier alte Hallen sind (noch) unangetastet = Immer ein Dach wird entfernt und neu errichtet, bevor das nächste Dach ansteht, nur bei den Dächern rechts und links neben Gleis 7 wurde davon etwas abgewichen, indem diese beiden Dächer etwa zeitgleich neugebaut wurden
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Die Ostwand im Lauf der Jahre
<23> Für einen kurzen Zeitraum war der Damm von Gleis 13 freigeholzt wegen Vermessungen, wohl schon im Zusammenhang mit den Bauarbeiten zum Umbau. Das mußte ich einfach nutzen für die schiebende 101 110 mit einem Sylt- IC<24> Die Ausgangslage der Ostwand im noch nicht angetasteten Zustand im November 2021 = Etliche Scheiben nur von Panzertape zusammengehalten, der schöne, ästhetische Anblick von früher ist vollkommen verschwunden, hier riecht es nach Morbidität . . .<25> Augsut 2022: Die Ostwand von innen im letzten Zustand<26> Mai 2026: Selber Standort, dieselbe Perspektive . . . Kein Vergleich, was ?? Schade nur und sofort auffallend, daß die Bahnsteigkante noch schlimmer aussieht als vor Beginn des Neubaus! Kann das mal bitte Jemand erklären ??<27> Auch August 22, nur wenige Tage später: Die Ostwand ist halb geöffnet = erstmals “durchsichtig” seit ihrer Existenz<28> Und DIESELBE Perspektive 2026 = So kann man sich einen neuen Bahnhof vorstellen<29> Auch das im August 22: Das Gleis 13 ist verschwunden samt Unterbau, darunter sitzt über den Tunnelon je eine Metallwanne, sonst gestampfte Erde. Und links sitzen Brötchen und Pressevertreter, denn das war eine Werbeveranstaltung für den tatsächlichen Beginn der Bauarbeiten<30> Einst: Vorher sah es so aus = Eine Rohrpost an der alten, immer undurchsichtigen Panzertape- Ostwand von Gleis 13<31> Jetzt: Selbe Stelle! Aber im Mai 2026. Ebenfalls mit einer Rohrpost (= 402 035 “Görlitz”)<32> Die neue Ostwand mal ohne Personen, ganz neutral<33> Ein letzter Blick über den Bahnsteig 12/13, der für Züge schon gesperrt ist, für Sehleute aber noch den letzten Tag zugänglich. Der Bahnsteig ist nun leer, alles drängelt sich auf dem nächsten Bahnsteig 10/11. Interessant vielleicht noch: Ein Vorsignal- Wiederholer war hier in den letzten Jahren in die Ostwand eingebaut (ganz links), weil durch die Krümmung der Kurve im Gleis 13 die Sicht auf das eigentliche Ausfahrsignal eingeschränkt war und ist<34> Das Gegenstück zum letzten Bild – Soweit als möglich (Mai 2026)
Und wo wir schon vom Vorsignal in der Ostwand reden . . .
<35> Hier ist es. Es ist natürlich kein Vorsignal, sondern ein “Vorsignal- Wiederholer”, mit dem die Stellung des eigentlichen Vorsignals nochmal wiederholt wird wegen der schlechten Sicht auf das Hauptsignal<36> Und genau ein solches Signal wurde auch in die neue Ostwand eingebaut<37> Der Nordkopf des alten Bahnsteigs 12/13 Anno 2022 mit einer Aufsichtsbude<38> Und derselbe Bereich des neuen Bahnsteigs im Mai 2026<39> April 2023 = Die neue Halle mit der Ostwand entsteht im Rohbau, daneben noch die alte Halle 10/11<40> Januar 2026 = Die neue Ostwand ist fertig, das Umfeld hingegen noch nicht<41> Auch im Mai 2026 war es noch nicht möglich, ein überzeugendes fotografisches Motiv der neuen Ostwand zu finden, irgendwie passen Wand und Umfeld noch nicht so wirklich zusammen. Ich werde es beobachten, wie es hier weitergeht . . .
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Der Osteingang im Blick
<42> Der Ost- Eingang ist eben nicht der Haupteingang des Bahnhofes, aber er ist längst (und das auch im politisch gewollten Interesse der Stadt) zu einem zweiten Haupteingang geworden und dem anderen ebenbürtig, aber mit einem gewaltigen Vorteil versehen: Hier sind es nur wenige Meter bis zu den Gleisen, dieselbe Laufstrecke von der Hauptseite beträgt bis zu fast 500 Meter, also Halbmarathon für Gehbehinderte! In der Ostwand in Höhe der letzten Buchstaben vom Wort “Hauptbahnhof” ist auch hier das Vorsignal erkennbar, von dem in Bild 35 die Rede war<43> März 2022 = Die Bauarbeiten haben begonnen, auch das Umfeld wird umgestaltet<44> Juni 2022: Die Ansicht von der Neudorfer Straße aus > Letztmals mit Panzertape- Drahtglasfenstern aus 1934<45> März 2023 = Der Rohbau des neuen Daches hat begonnen<46> April 2023 = Der erste Bogen (aus vier verschweißten Teilen) sitzt an Ort und Stelle<47> November 2023 = Die Ostwand wird vorbereitet, wird aber noch viele Monate ohne Glas sein, weil wegen des Massenausgleichs zunächst weitere Bahnsteighallen fertig und mit dieser Halle fest verbunden sein müssen, bevor die schweren Glasscheiben montiert werden können <48> Oktober 2025 = Die Ostwand ist halbfertig, der Vorplatz halbherzig erneuert und sowohl für Busse, als auch für Bringer und Abholer ist zu wenig Fläche vorhanden, von Parkplätzen wollen wir gar nicht erst reden<49> Januar 2026 = Die Optik des neues Bahnhofes an dieser Seite ist fast fertig
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Bemerkenswerte Einzelansichten
<50> 29. September 2022: Der letzte Tag im Leben der südlichen Stirnwand, links letzte Teile der verbllichenen Ostwand<51> Einst: Der Rohbau von Bahnsteig 12/13 wird zusammengebastelt<52> Jetzt: Die Halle ist fertig verkleidet und verglast, damit erstmalig seit 100 Jahren einigermaßen wetterfest (!)<53> Ganz Einst: Dies war DAS Motiv im Jahre 2000 = Die Einfahrt nach Gleis 12 von Süden, natürlich mit Kilometerstein<54> Einst: Der letzte Kenntnisstand VOR dem Neubau – Und immer war der alte ehrwürdige Kilometerstein “63,0” dabei, aber die Reklame für das medizinische Getränk aus dem letzten Bild oben links ist weg = Vorher wurde König- Pilsener in Duisburg gebraut, nachher war es ein Weltprodukt mit vielen Braustätten<55> Irgendwann: Den gabs auch im April 24 noch, aber er lag einige Meter von seinem Standort entfernt auf der Nase . . . und irgendwann wurde er mit dem anderen Gerümpel beiseite gepackt und leider nie wieder gesehen . . . schade!<56> Fast Jetzt: Nun können wir erkennen, daß sich der alte Fotopunkt für Gleis 12 kaum verändert hat<57> Ganz Jetzt: Das alte Motiv neu belebt, aber ohne 103, dafür mit Unkraut und leider mit ohne Kilometerstein<58> Sehr Einst: Der Bahnsteig 12/13 aus Süden gesehen mit Kilometerstein<59> Einst: Bahnsteig 10/11 und 12/13 noch im alten Zustand kurz vor dem Abriß<60> Halb einst: Selbe Stelle. Der Bahnsteig 12/13 im Bau, die ersten Pfeiler werden per Großkran eingeflogen<61> Jetzt: Selbes Motiv im Zustand “fast fertig” mit Talgo- Steuerwagen, aber ohne Km- Stein
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Und jetzt stellen wir die Uhren mal gaaanz weit zurück . . .
<62> Gaaanz einst, also damals, vor vielen Monden: Die neue 103 122 vor einem TEE an Gleis 12 im Duisburger Bahnhof, als erstklassiges Reisen noch erstklassig war. Auch der Kilometerstein “63,2” war gepflegt und wurde alle paar Jahre neu angestrichen. Ach was sag ich: Der ganz Bahnhof war gepflegt und wurde alle paar Jahre neu ansgestrichen, es gab keine kaputten Scheiben oder sichtbaren Rost . . . es ist lange her . . . es war 1975! Vor über 50 Jahren❗️<63> Jetzt: Selbes Motiv! Auch der Kilometerstein ist noch da, liegt aber auf der Nase (neben dem ersten Rad vom 411 032). Aber HIER siehts wahrlich noch NICHT nach einem neuen Bahnhof aus, eher erinnert dieses Bild an einen Abbruch . . . Aber es IST der neue Bahnhof (Nordseite), wo noch viele Kleinteile und Verkleidungen (und etwas Farbe) fehlen . . .<64> Rückblick zum Gleis 12 VOR dem Neubau<65> Neuzeit Sommer 2025: Selbe Perspektive!<66> Ein weiterer Rückblick ins Jahr 2000: Die 112 gehörte mit InterRegios in Duisburg zum Alltag, rechts hinten gab es noch eine 143 in S- Bahn- Farben, und vorne eine NIAG- Lok, die eigentlich eine Dampflok hätte sein sollen, die ausgefallen war. Die Scheiben der alten Hallen sind noch vollzählig, haben aber bereits die ersten Risse, die nicht mehr ausgebessert werden = Der Verfall beginnt<67> Selbe Szenerie im Frühjahr 2026: Gleise 3 und 4 gesperrt, der Bahnsteig wird abgetragen, der Abriß der Halle vorbereitet. Der Neubau hat sich von rechts schon herangeschlichen; Sichtbar ist hier der neue Bahnsteig 5/6
Noch ein krasser Vergleich, schaut mal:
<68> Zu diesem Motiv habe ich einfach mal in älteren Aufnahmen gesucht nach einem Bild, das dieser Perspektive nahe kommt . . . <69> Das hier hab ich gefunden. Und habe jetzt mal nach einem Sichtanker gesucht, der sich heute noch wiederfinden läßt . . . Sinnlos, es ist keiner da, ich finde zumindest keinen auch bei langer Betrachtung . . .<70> Und an diese Stelle gehört dann einfach dieses Bild: Zwei moderne Hochgeschwindigkeitszüge in einem Gammelbahnhof, der alles in den Schatten stellt . . . das paßt einfach nicht zusammen . . . und doch wurde genau dies den Reisenden zugemutet . . .<71> Sorry, ich kann mir nicht verkneifen, hier dieses besondere Motiv mit der Werbung “Genial: Frisch und lecker!” zu zeigen, das zu diesem Bahnhof paßt wie eine Schreibmaschinhe zur Milchkuh . . .<72> Da wurde es doch Zeit, daß sich was ändert: Selbe Perspektive wie gerade, und bewußt im halbfertigen Zustand mit den Resten der alten Hallenpfeiler, die nur deshalb noch stehengeblieben sind, weil sie einen Schutzzaun tragen sollen, die aber sonst jegliche Aufgabe verloren haben . . . Nur bei mir haben sie nochmals eine kleine Aufgabe bekommen: Sichtanker zu spielen für eine kurze Zeit, in der sie unsterblich werden (Mann, das ist ja schon philosophisch zu sehen) ❗️
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Das bahnsteiglose Gleis 7 in der Mitte
<73> Einst: In der Mitte das noch aus der Dampfzeit stammende ehemalige Zuführ- und Wartegleis der Dampflokomotiven vom Bahnbetriebwerk Hochfeld = Das Gleis 7, das seitdem nur noch als Abstell- und Rangiergleis genutzt, aber in die Zukunft übernommen wird für denselben Zweck<74> Jetzt: KAUM ZU GLAUBEN, aber wahr = Das ist dieselbe Stelle im Mai 2026! Das Gleis 7 wurde erhalten und besitzt nun erstmals ein festes Dach, ist also für Dampflokomotiven eher weniger geeignet als damals – Abdampf könnte nicht mehr ungehindert entweichen<75> Und jetzt müßt ihr ganz genau hinkucken. Gaaanz genau. . . . Nützt aber Nix. Es sind keine Übereinstimmungen mehr feststellbar, aber ihr dürft es glauben: Die 101 128 mit ihrem Ersatzzug steht genau an der Stelle, an der im Bild 73 der rote Triebwagen steht, nämlich auf Gleis 6 ❗️Daneben liegt das ominöse Gleis 7, hier vorne Bahnsteig 8, auf dem ich stehe. Nur ist es nun das NEUE Gleis 6, von dem aus die 101 gleich im Nahverkehr nach Moers summen wird<76> Nochmal genau hinsehen: DAS ist DASSELBE Motiv wie im Vor- Bild, nur liegen fünf Jahre dazwischen ❗️<77> Das Gleis 7 mal aus nördlicher Richtung betrachtet mit einem Gleisbauzug, ich stehe also genau diagonal gegenüber zum Bild 73<78> Und das ist der moderne Anblick derselben Stelle; Auch hier fehlt noch so Manches, aber es wird . . .
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Meine “Luftbilder”
Natürlich hab ich auch Luftbilder, ha, wär ja gelacht . . . aber meine entstanden nicht aus einem Flieger wie bei Hans Blossey, sondern “nur” von einem Parkhaus aus, das gottseidank an geeigneter Stelle Luftbilder gestattet, obwohl man festen Boden unter den Füßen hat . . .
<79> März 2023: Bei den Bauarbeiten an Gleis 12/13 entstand dieses Bild, das daneben noch 5 unangetatstete alte Bahnsteighallen zeigt, also ein Panorama über den gesamten Bahnhof, sogar die Eingangshalle ist rechts noch zu sehen vor dem blauen Hochhaus<80> Gerade werden die ersten Rohbauteile des neuen Daches zusammengeschraubt wie in einem Metallbaukasten, und unten entsteht ein aufwändiges Hilfsgerüst, von dem aus die neue Ostwand errichtet werden soll<81> April 2023: Der Rohbau für die Halle 12/13 ist fertig<82> Juli 2023: Nun ist auch das Dach gedeckt und das Gerüst für die Ostwand aufgebaut<83> November 2023: 401 001 zeigt sich auf dem ganz neu gemachten Gleis 13, während nun 10/11 gesperrt sind für den Neubau<84> Dezember 2023: Nun steht der Rohbau für 10/11 und daneben sind nur noch 4 alte Hallen existent<85> März 2024: Das Dach 10/11 ist gedeckt<86> Mai 2024: Nun ist auch das Gleisdach zwischen den Bahnsteigen 10/11 und 12/13 (also das Dach über den Gleisen 11 und 12) ebenfalls im Rohbau fertig und sofort wurde die Ostwand zur Hälfte verglast, was nur wenige Tage gedauert hat<87> Wir sehen, daß unten noch eine Scheibenreihe fehlt, was bewußt so vorgeplant war, damit die Halle in ihrer Gesamtheit Spielraum hat, sich “zu setzen” und mögliche Spannungen abzubauen bzw. sichtbar und damit behebbar zu machen – Tatsächlich ist aber (so meine Kenntnis) nicht eine einzige Scheibe zu Bruch gegangen durch Spannungen oder unachtsame Behandlung!<88> Mai 2026: Nun sind alle bisher gebauten Dächer fertig gedeckt und miteinander fest verbunden zu einer Einheit. Als nächstes steht der Abriß der Halle zu den Gleisen 3 und 4 an, zu dem es zu gegebener Zeit ein Update geben wird!
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Bis hier erstmal die Zusammenfassung der bemerkenswertesten Einst- Jetzt- Vergleiche,
es ist aber davon auszugehen, daß noch weitere hinzukommen werden
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Dank für Euer Interesse
und herzlichen Dank an Hans Blossey für die “echten” Luftbilder”!