Einst und Jetzt am Hbf

Galerie 281 im Ordner 25 “Duisburg”

Einst-und-Jetzt-Bilder im direkten Vergleich

Immer, wenn etwas Neues gebaut wird, fragt man sich am Ende, wie das denn wohl früher ausgesehen haben mag, wenn man die Erinnerung daran schon wieder verloren hat. Ich persönlich mag solche Vergleiche von Neuem zu Verblichenem an selber Stelle und habe immer mal wieder versucht, Bilder mit sogenannten “Sichtankern” zu machen, also Details, die die Örtlichkeit später wiedererkennbar machen. Hier also ein paar meiner Versuche, “Alt” und “Neu” direkt einander gegenüberzustellen:

<1> Das Titelbild soll dabei darstellen, um was es geht: Während “oben” im Bahnhof alles einmal umgegraben und neugemacht wird, bleibt “unten” im Bahnhofstunnel alles weitgehend beim Alten, aber die Bauarbeiten sind hier in diesen Vitrinen beschrieben und dargestellt, unter anderem durch ein maßstabsgerechtes LEGO- Modell des neuen Bahnhofs und einem Zeitraffer- Video. Jedesmal, wenn man nach oben kommt, entdeckt man Neues und beobachtet so langsam den Gang der Dinge, die im Frühjahr 2026 schon zu zwei Dritteln erledigt sind
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Die Bahn hat den alten Bahnhof Duisburg und möchte neu bauen. Sie beauftragt eine (leider unbekannte) Agentur, die Planungen irgendwie zu visualisieren, damit man sich in etwa vorstellen kann, wie der neue Bahnhof später einmal aussehen könnte. Und ein paar Jahre später kann man in Duisburg ein Foto machen, daß sogut wie keine Abweichungen vom Horoskop zeigt = Da ist also damals eine Kunstgrafik entstanden (so kann man das sicher nennen) nur aus der Utopie, der ursprünglichen Planung heraus . . . und herausgekommen ist ein Werk, das dem später erst gebauten Original so derartig nahe kommt, daß es nur noch beeindruckend ist und den Betrachter staunend danebenstehen läßt. Schaut mal genau hin und vergleicht Details, ihr kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus:

<2 und 3> Duisburg Hbf, Gleis 9 als Horoskop in ferne Zukunft und darunter das tatsächlich gebaute Ergebnis = FASZINIEREND

Okay, in der Vorhersage war da noch ein gläserner Warteraum angedacht, der aus Kostengründen entfallen ist, dafür ist das Schild “E 9” hinzugekommen, aber das Bahnhofsschild “Duisburg” am rechten Pfeiler ist dafür ganz exakt an seinem Platz. Und das Ganze ist ja noch nicht fertig, es ist erst ein Zwischenzustand, überall fehlen noch Kleinigkeiten. Aber daß hier genau nach Vorgabe gebaut wurde, ist nun bewiesen. Und daß es Künstler gibt, die eine Vision so darstellen können, wie sie im Endeffekt Jahre später tatsächlich aussieht, das ist unglaublich.

Das “Horoskop”- Bild ist ein vielfach noch vor Beginn der Bauarbeiten veröffentlichtes Werbefoto der DBAG, und der Künstler war sicherlich kein Eisenbahnfreund, sonst hätte er am ICE nicht das dritte weiße Licht vergessen und hätte nicht das Spitzenlicht gemeinsam mit dem Rücklicht brennen lassen. Aber sonst ist hier kein einziger “Fehler” zu finden und kaum eine winzige Abweichung, da fehlen mir die Worte. Kann das vor geschätzt 5 Jahren schon KI (komische Intelligenz) gewesen sein, die mitgeholfen hat ?

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<4> Auch das war eine meisterliche Vorab- Visualisierung einer Agentur der DBAG
<5> Die in mindestens zwei Versionen veröffentlicht wurde, aber eindeutig die Gleise 9 und 10 meint
<5> Und dies ist ein erster Versuch meinerseits, den tatsächlich erreichten Stand zu dokumentieren. Das geht sicher noch etwas besser, aber grundlegende Übereinstimmungen sind auch hier auf den ersten Blick vorhanden
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<X> Der Bahnhof VOR allen Umbaumaßnahmen im Jahre 2017. Dies war auch damals schon NICHT zugängliches Gelände und auch im Jahre 2017 habe ich für dieses Bild die Hilfe eines Befugten in Anspruch nehmen müssen. Als direkter Vergleich ist das Bild aber allemal interessant, und wie es entstand, ist dabei zweitrangig (Hauptsache, es war legal)
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<212> Nun können wir auch erkennen, wie sich der alte Fotopunkt für Gleis 12 verändert hat . . . auch hier zur Erinnerung . . .
<213> Dies war genau das Motiv im Jahre 2000
<214> Und dies der letzte Kenntnisstand VOR dem Neubau – Und immer war der alte ehrwürdige Kilometerstein “63,0” dabei!
<215> Den gibts auch heute noch, aber er liegt einige Meter von seinem Standort entfernt auf der Nase . . . Leider ist unklar, ob er seine Funktion beibehalten darf oder gegen ein neues Schild getauscht werden wird
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