Baureihe 218 (1)

Galerie 272 im Ordner 26 “Baureihen”

Die Baureihe 218 (1. Teil)

Die Geschichte der gut 400 gebauten Loks der Baureihe 218 als Mitglied in der V160- Familie ist im Netz ausführlich nachzulesen, wie zum Beispiel HIER bei Wikipedia. In dieser Galerie geht es eher um die fotografische Vorstellung der Vielfalt dieser bekanntesten Diesellok- Baureihe der Neuzeit, die in allen Regionen Deutschlands anzutreffen war und deren letzter Akt auf Schienen begonnen hat. Hier soll kurz auf die Entwicklung eingegangen werden und dann folgen Bilder der interessantesten Fahrzeuge aus meinem Bestand, garniert mit einigen zugelieferten Fotos anderer Fotografen. Die Zahl “375” wurde dabei nicht willkürlich gewählt: 218 375 war die letzte noch in altrot gelieferte Lok, ab der 376 wurden die Neufahrzeuge in beige/türkis ausgeliefert. Vorhang auf und gute Unterhaltung!

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<1> An diese Stelle gehört natürlich ein Bild der Urmutter der V160- Familie, der V160 001, spätere 216 001, hier 1977 in ihrem Heimat- Bw Gelsenkirchen- Bismarck. Sie wurde am 28.09.1960 abgenommen und existiert wahrscheinlich heute noch in Bologna in Italien. Sie hatte Designelemente der Fünfziger Jahre mit runden Formen, die ihr den Beinamen “Lollo” einbrachte (von Gina Lollobrigida, die einen ähnlich beeindruckenden “Balkon” hatte wie die Lok)
<2> Dann kam im Laufe des Jahres 1962 diese Lok ins Spiel = V320 001. Diese Riesenmaschine wurde bei Henschel in Kassel in Eingenregie gebaut ohne konkreten Auftrag der Eisenbahn, die Historie ist bekannt. Sie hatte aber ein ansprechendes, neuzeitliches Design, das bei der Bahn Gefallen fand. Es war ein Design, das vom Meister Klaus Peter Flesche entworfen worden war, der zwar eigentlich auf der Lohnliste von MAN Nürnberg stand, aber auch für andere Firmen Entwürfe lieferte – Wie an Henschel für die V320. Von Klaus Flesche stammnte im übrigen auch das Design vom TEE- Triebzug Vt 11.5, also dem legendären 601, und vieles Andere
<3> Und so kam jemand auf die Idee, das gelungene, moderne Design der V320 an der gerade im Bau befindlichen V160 010 auszuprobieren: Damit wurde diese Lok zu einem Einzelstück: Sie hatte noch den geknickten Rahmen mit den runden Formen der Vorserienloks, aber einen dem V320- Design entsprechenden Aufbau. Sie blieb bis zum Ende ihrer Tage (nach einem Unfall) ein Einzelstück mit diesem geknickten Rahmen und den runden Tanks
<4> Dieses Design kam bei der Bahn so gut an, daß sofort die nächste im Bau stehende Lok, nämlich die erste Serienlok der Reihe V160, dieses Flesche- Design bekam, und zwar gemeinsam mit einem etwas angepaßten Rahmen, der nun weniger Rundungen zeigte. Damit war DAS moderne Design der deutschen Dieselloks erfunden, welches das große “V” der V200 ablöste
<5> Bei der Bahn war das alles ganz klar, bei einigen Künstlern jedoch nicht . . . Wir sehen hier einen Phantasieentwurf eines unbekannten Künstlers, der eine Wand im Sylt- Aquarium in Westerland zieren sollte und dazu eine Kreuzung zwischen der V200 und der V160 erschuf. Wir erkennen: DAS wäre auch eine Idee gewesen! Dieses interessante Kunstwerk sollte heute noch im Sylt Aquarium zu besichtigen sein, aber das gab es zu Zeiten von Klaus Flesche noch nicht, sonst wäre er vielleicht auf einen anderen Entwurf für die V160 gekommen, wer weiß . . .
<6> Hier sehen wir genau den Unterschied zwischen dem Original = die V 320 001 rechts, und der späteren Seriengestaltung am Beispiel einer 216 im Bw Oberhausen Osterfeld > Die Winkel haben sich geringfügig verändert
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<7> In der laufenden Serie der 218 nehmen die Loks 218 216, 217 und 218 eine Sonderrolle ein. Die 218 216 wurde gebaut und lackiert altrot wie alle bisherigen Loks, 218 217 bekam eine neu designte Lackierung in Anlehnung an die TEE- Farben der Bundesbahn und 218 218 bekam im Herstellerwerk eine ganz neu angedachte Lackierung in beige/türkis. Es war geplant, einige der folgenden Loks in TEE- Farben für den Fernverkehr zu lackieren und alle anderen in den neuen blau/weißen Topf zu werfen, aber vom bisherigen “altrot” wollte man auf jeden Fall weg. Die Beratungen zogen sich einige Monate hin, in denen die drei genannten Loks quer durch die Republik gefahren wurden zur Begutachtung von Entscheidungsträgern. Letztlich wurde die beige/türkise Farbgebung als Corporate Identity ganz allgemein für alle Loks und Wagen eingeführt, aber die TEE- farbene 218 217 blieb ein Einzelstück, das später ihre schöne Sonderfarbe sogar verlor und allen anderen Loks angepaßt wurde. Da ich kein Foto der 218 216 besittze, habe ich ein Bild verwendet von einem PIKO- SpurG- Modell genau dieser Lok auf einer Gartenbahn in Gladbeck bei Franz Blobel
<8> Hier sehen wir die damals schon beim Hersteller Krupp (Essen) in TEE- Farben lackierte 218 217 im Jahre 1985, und neben ihr steht die immer noch in altrot ausgelieferte 218 237. Die Umstellung auf die neue Farbe beige/türkis oder landläufig blau/weiß zog sich dann noch bin bis zum Bau der Lok 218 376 = Sie war die Erste, die im neuen Schema ausgeliefert wurde wie der komplette Rest der noch ausstehenden Lieferungen bis 499. Übrigens: Auch wenn es nicht so scheint . . . Auch dieses Bild hat einen Bezug zu Sylt = Die hier links zu sehende 237 wird in vielen Jahren zur 218 825 und wird noch weitere viele Jahre auf der Insel brummen, während die 217 zu den wenigen 218 gehört, die meines Wissens nach NIE auf der Insel waren
<9> Mir gelang damals ein einziges Bild der originalen 218 217 vor einem passenden TEE- Zug im Pegnitztal. Das sah schon toll aus: Eine wunderbare Lok mit einem klassischen TEE- Wagenzug, der aber schon einen neu lackierten Wagen in einem ganz anderen Schema hat, mit dem die TEE- Farbe leider um 1990 herum komplett von deutschen Gleisen verschwunden ist und nur durch ein paar wenige Museumsfahrzeuge präsent gehalten wird
<10> Die 218 217 war dann viele Jahre lang als Einzelstück unterwegs wie gerade gesehen, aber nur ganz selten mit einem “richtigen” Zug. Später wurde sie wie alle anderen umlackiert in verkehrsrot und war von den Anderen nicht mehr zu unterscheiden. Aber nach ihrer Abstellung ging sie ans Verkehrsmuseum Koblenz, und dort bekam sie in einer aufwändigen Aktion wieder ihr ursprüngliches Kleid in den klassischen TEE- Farben, das Bild zeigt den aktuellen Zustand (Herbst 2025)
<11> Und auch von 218 218 habe ich leider kein Bild vorliegen, sodaß ich auch hier auf ein Modell zurückgreife: Ein nur noch auf Börsen (wenn überhaupt) angebotenes Modell Spur 0 von Lima = Dies ist also die erste Lok gewesen in diesem Farbschema “blau/weiß”. Eine kleine Geschichte gibt es noch dazu: Die Designabteilung der Bundesbahn war damals in Minden stationiert, und die Mindener wollten die althergebrachten Farben der Loks beibehalten und die Wagen nur noch als Pop- Wagen lackieren lassen. Dann wurde aber plötzlich die Designabteilung von Minden aus nach München verlegt, und –Poff!– waren die Ideen zu den Pop- Wagen vom Tisch und alle Fahrzeuge der Bahn bekamen das neue einheitliche Design in blau/weiß . . . – Ob die bayrischen Farben dabei tatsächlich eine Rolle gespielt haben, sei mal dahingestellt, aber der Verdacht liegt ziemlich nahe . . .
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Aus der Urmutter V160 001 = 216 001 entstand im Laufe der Jahre eine ganze Baureihenfamilie mit unterschiedlichen Eigenschaften und immer wieder neuen Ideen, aber einer Gemeinsamkeit: Dem Design von Klaus Flesche

<12> So entstand 1968 die Baureihe 215 mit Dampfheizkessel, hier die 215 001 als 225 001 in Osterfeld
<13> Bereits seit 1964 gab es die 217 001 ex V162 001 (gesehen 1985 in Nürnberg) als Zwischenbauart mit nur wenigen Fahrzeugen
<14> Dann gab es 1965 eine weitere Versuchslok, und zwar mit Gasturbine, die als 219 001 ex V169 001 einsortiert wurde und die immer ein Einzelstück blieb. Die heute noch privat existente 219 001 besitzt schon lange keine Gasturbine mehr und entspricht inzwischen weitgehend der Serien- 216, allerdings mit modernem Motor
<15> Und auch diese Baureihe gehört zur Familie: Die als erste einer kleinen Serie gebaute 210 001, spätere 218 901, besaß in Weiterentwicklung der 219 eine serientaugliche Gasturbine, die sich auch gute bewährte, aber einen erhöhten Wartungsaufwand erforderte, der später zum Ausbau der Turbinen und zu einem Rückbau auf den normalen Stand der 218 führte; Daher die Nummernänderung auf 218.9. Das Bild ist von Klaus Detlef Holzborn† KDH, der leider zur Zeit der Erstellung dieser Galerie am 05.12.25 für immer von uns gegangen ist
<16> Und hier sehen wir die eigentlich als V164 001 geplante und bestellte 218 001 als erste von über 400 gebauten Loks ihrer Art, womit die 218 die am häufigsten gebaute Lokbaureihe aus der V160- Familie war
<17> Erwähnen möchte ich noch eine Unterbauart der BR 215, die schon halbe 218er waren, denn hier wurde in einigen Loks der spätere 218- Motor eingebaut, wie in diese 215 077, die wir 1982 im Schnee bei Bammental (Strecke Neckargemünd- Sinsheim via dem Fußballdorf Hoffenheim!) erleben stellvertretend für noch einige andere (Dank für den Hinweis an Charly K!)
<18> Und dann gehört natürlich noch die Mini- 216 aus dem Brohltal zur V160- Familie! Sie entstand in den Sechzigern für Spanien, kam später zur Brohltalbahn und wurde dort noch etwas weiter dem V160- Design angepaßt, als dies vorher bereits der Fall war. Es ist die FEVE 1405, Henschel 31004, die nun tatsächlich stark an eine große 216 oder 218 erinnert und nun auch in der Farbe der Brohltaler 218 396 entspricht, die ich im 2. Teil dieser Galerie vorstelle
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<19> Es ist etwas unübersichtlich, die Nummernverteilung der 218 zu verstehen. Also: Es wurden gebaut die Loks 218 001 bis 012 als Vorserienfahrzeuge, dann die Serie ab der Nummer 101 bis zur letzten gebauten Lok mit der Nummer 499. Soweit, sogut. Aber dieses Foto hier zeigt die blaue 218 056 !? Und im Koblenzer Museum steht ein Stück der 218 500 ! Wie kann das sein ?? Nun, es gab keine Loks mit Nummern zwischen 012 und 101, diese Zahlen waren NICHT besetzt. Die Nummern, die vereinzelt auftauchen in dieser Reihe sind interne laufende Nummern des privaten Anbieters Pressnitztalbahn, die NICHTS mit den amtlichen Nummern zu tun haben. Zum Beispiel verbirgt sich hinter dieser “218 056” die tatsächliche 218 454, die nach der privaten Aufarbeitung bei der Press zufällig die 56.te Lok des Press- Bestandes war, mehr sagt diese Nummer nicht aus und statt ihrer könnte die Lok auch “Beate Uhse” oder “4711” heißen. Und der Führerstand der “218 500” in Koblenz gehörte in Wirklichkeit zur verschrotteten 218 441, bekam aber eine Phantasienummer, damit nicht allzu viele Besucher “dumme” Rückfragen stellen zum brisanten Hintergrund: Die 218 441 war mit öffentlichen Mitteln grundlegend modernisiert worden, dann aber trotzdem für unwirtschaftlich erklärt und sehr schnell sehr kurzsichtig sehr verschwenderisch zerlegt worden, was nur dem Schrotthändler geholfen hat und Normalsterblichen nicht als sinnvoll verkauft werden konnte und kann . . .
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<20> Hier die erste 218, Abnahme 17.05.68, gebaut bei Krupp in Essen. So sah sie im April 1990 aus, kurz nachdem sie das orientrote Kleid bekam, wozu sie den weiten Weg von Regensburg aus nach Bremen anzutreten hatte – Ansonsten gehörte sie zu den wenigen Loks, die nie das Bw gewechselt hatten, die 001 gehörte vom Anfang bis zum Ende zum Bw Regensburg
<21> Und um 1994 herum wurde die 001 zur Versuchslok für neue Lüfterbauarten: Diese Lüfter brachten aber wenig Erfolg und ließen die Lok schnell heiß werden, sie wurden zumindest teilweise wieder rückgebaut, die von außen sichtbaren Lamellen sind aber bis zum Schluß montiert geblieben. Anne Kathrin Potthast hat für uns ein Bild zur Verfügung gestellt, besten Dank dafür!
<22> Die 002 stand im blau/weißen Farbkleid zum Portrait bereit (Nürnberg 1985). Diese Farbgebung hatte die 001 übersprungen, sie war nie beige/türkis
<23> 218 002 ist 2025 noch immer im Dienst, sieht nur vollkommen anders aus bei der EGP und heißt auch anders: 225 802. Sie hat in der Zeit nach der Aufnahme bereits wieder den Halter gewechselt und gehört 2025 im Herbst zu SEL Martin Schlünss
<24> Die höchste mir jemals vor die Nase gekommene Nummer einer Vorserienlok ist die 009, die hier für den kaum bekannten Umstand stehen soll, daß 12 Vorserienmaschinen gebaut worden waren und darüber die Nummern von 013 bis 100 nicht besetzt sind
<25> Die Serien- 218 mit der kleinsten Nummer in meinem Archiv ist ausgerechnet die auch heute noch in wunderbarem Zustand erhaltene 105, hier 1988 zu sehen auf total vermintem Gelände, auf keinen Fall nachmachen! Ja, eure Vermutung ist richtig: Wir stehen mitten auf dem Hindenburgdamm an einer Stelle, von der es bestimmt nicht viele Aufnahmen gibt! Zu dieser Zeit liefen mehrere Dampflokfahrten nach Sylt, und dazu war die Bahnpolizei geneigt, ein paar Fotografen auf dem Damm zwar zu beobachten, aber nicht zu entfernen, solange sie sich vernünftig benommen haben . . . Ich war einer von ihnen und habe an anderer Stelle bereits davon berichtet
<26> Und die 105 kam mir noch einmal vor die Nase, und zwar an genau derselben Stelle, was für ein Zufall! Nur stehe ich nun nicht halblegal am Damm, sondern legal am Fenster eines Sonderzuges mit der 1100, als uns die 218 105 (nun in orientrot) entgegenkommt
<27> Und dies ist die neuzeitliche 218 105, dieselbe Lok, die uns gerade noch auf dem Hindenburgdamm entgegenkam. Natürlich war diese Lok NIE in TEE- Farben lackiert, aber ihr neuzeitlicher Besitzer wollte eine Reminiszenz an die 218 217 und hat die 105 genauso lackieren lassen, wie die 217 früher einmal aussah. Kommentar: Das ist (vor allem in ihrem exclusiven Pflegezustand durch besonders einen bestimmten Lokführer) die schönste nachgemachte Lackvariante einer 218 und wahrscheinlich auch die bestgepflegteste Privatlok, die im Herbst 2025 überhaupt auf Gleisen unterwegs ist (!)
<28> Zweimal fast dieselbe Nummer: 106 und 160, aber aus unterschiedlichen Farbsystem- Epochen (Bw Westerland)
<29> Dann haben wir mal ein feines Portrait einer orientroten Schönheit = 218 116, natürlich auf Sylt, Sommer 1989
<30> Und im Sommer 2003 tauchte die Lok plötzlich auf als überraschende Zuglok des “Hetzerather” Partyzuges, der seit vielen Jahren von Münster oder Rheine aus nach Wittlich Hetzerath fährt zum “Moselstrand” und der immer wieder für besondere Bespannungen gut ist, wir werden ihn gleich noch einmal sehen
<31> Getreu dem Spruch, daß keine Farbe eine 218 entstellen kann, haben wir hier die phantasievolle 117 im Jahre 2017, wie sie an der Lotharstraße im Duisburger Stadtwald zu sehen war. Aber seht mal, was sich später Jemand für eine Mühe gegeben hat . . .
<32> Wir sehen dieselbe Lok 218 117, nur fünf Jahre später. Und jetzt sind die “Kühlergrills” wieder metallisch silbern, die vorher noch mit Farbe übermalt waren! Was muß das für eine Arbeit gewesen sein, die wieder abzubeizen und zu polieren! Und diesmal kommt uns die Lok in authentischer Farbgebung entgegen, auch wenn die 117 in Wirklichkeit NIE in dieser S- Bahn- Farbe des Ruhrgebiets (und des Nürnberger Verkehrsraumes) lackiert war – Sie sieht trotzdem Klasse aus!
<33> Ein altrotes Potrait, damals noch möglich im heute abgesperrten und versiegelten Areal vom Bw Hamburg Eidelstedt
<34> Es gibt den Spruch, daß (fast) JEDE 218 irgendwann in ihrem Leben auch mal auf der Insel war, und hier ist der Beweis, daß die 124 auf jeden Fall dazugehörte. Welches hier das Hauptmotiv war, lasse ich mal weit offen mit Interpretationsspielraum . . .
<35> Genau ein Jahr später sehen wir dieselbe Lok 124, nun in orientrot, im Bw Flensburg (hinten die 116)
<36> JAAAA, das waren noch Zeiten . . . ! Gleich NEUN 218er sehen wir im Bw Altona im Sommer 1990. Es sind v.l.n.r 218 127 or, 185 bw, 184 ar,280 bw, 194 bw, dann steht eine versteckte or- Lok dazwischen, deren Nummer leider unbekannt ist, dann 165 bw, 177 bw und 192 ar, und daneben steht (außerhalb des Bildes) noch 132 501 aus der noch real existierenden DDR
<37> Eben haben wir bei der 117 ja schon eine S- Bahn- Lok gesehen, die nie eine war, hier haben wir nun ein Original: Die 135 im Bw Hagen. Sie war zehn Jahre lang in dieser Farbe unterwegs = von 1986 bis 1996
<38> Auch diese hier, die 137, war zehn Jahre lang orange. Sie hat aber noch die besonderheit, daß sie es war, die ihre Zunft vertreten durfte bei den Paraden in Nürnberg 1985! Sie gehört heute (Herbst 2025) zum Bestand des Museums Koblenz und sieht wieder genauso aus wie auf diesem alten Foto
<39> Wir sehen die 139 in altrot. Aber sie trägt diese Farbe zum zweiten Male, also als Museumslok. Hier ist sie mit der V100 2091 an der Lotharstraße unterwegs im Duisburger Stadtwald und hat einen Großtrafo irgendwo abzuholen mit einem “Tausendfüßler”
<40> Jetzt drehen wir die Uhren mal mehr als 50 Jahre zurück . . . 50 Jahre! Da war die 154 gerade mal anderthalb Jahre alt. Ihre Schwester ist unbekannt, sowas war damals nicht so wichtig. Ich bin heute froh, überhaupt ausgelöst zu haben, damals war ich es nicht: Einige Fans haben laut “Buuuuuh!!” gerufen, als der Zug einlief, denn es war eine Leistung, die eigentlich mit 01 hätte fahren sollen und auch so erwartet war . . .
<41> Bei beiden alten Bildern ist unklar, wann sie wirklich entstanden: Herbst 1972 oder Frühjahr 73, jedenfalls sehen wir wieder die 154, diesmal mit einem Interzonenzug, der von hier aus weiterfahren wird in den Osten, in die DDR. Links eine 01, die nur wenige Minuten vor der 218 angekommen war und die eben noch die “Schiefe Ebene” hinaufgestampft ist, sie ruht sich gerade etwas aus
<42> Nun sind wir bei der 218 155, die es auch heute noch gibt in mustergültigem Zustand. Damals war sie schon in den “bayrischen” Farbtopf gefallen mit den Farben blau/weiß, aber der Ort der Aufnahme ist viel interessanter (und seltener) als die Lok = Wir stehen gerade gemeinsam in der Blockstelle auf dem Hindenburgdamm!! Das war ein Husarenstückchen, das heute noch Freude auslöst! Wir waren willkommen vom Fahrdienstleiter dort, es gab sogar eine Kaffee und einen dicken Schlauch, mit dem er mich abgespritzt hat nach dem versinken eines Beines im Wattmodder bei einem Foto, für das ich wieder mal alles gegeben hatte . . .
<43> der Beweis, daß es sich wirklich um die 155 handelt. Der Blick aus der Perspektive des Fahrdienstleiters in der Blockstelle auf dem Damm – Ich meine zu erinnern, daß dies so war: Fahrdienstleiter in einer Blockstelle, denn er hatte Einfluß darauf, in welcher Reihenfolge und auf welchen Gleisen die Züge bei ihm vorbeibrummten – Oder stehenblieben, wie für den Personalwechsel, für den immer ein Sonderhalt eingelegt wurde
<44> Die 156 in Blaubeuren, gesehen von meiner Lok auf dem Josera- Zug (203 507)
<45> Die 157 in orientrot gemeinsam mit der 181 in verkehrsrot, gesehen bei der Abfahrt in Westerland. Meiner Erinnerung nach war die 157 die letzte verbliebene Lok in dieser Farbe
<46> Aus heutiger Sicht kaum erkennbar, aber das dürfte Klanxbüll sein. Im Sommer 1989, mit unbekannter Schwester
<47> Die 176. Auch kaum wiedererkennbar: Morsum 1992
<48> Die 180 in Westerland. Aus heutiger Sicht vielleicht noch viel interessanter: Der Hasenkasten- Steuerwagen auf Gleis 3!
<49> Mal ein Beleg dafür, daß auch anderswo 218 unterwegs waren . . . die 181 im Ruhrgebiet in Essen
<50> Und schon sind wir wieder am Damm. Nicht nachmachen! Jeder Versuch wird heute bereits geahndet und zieht eine dicke Rechnung für den Einsatz vom Grenzschutz nach sich
<51> Aber diese Stelle in Morsum ist problemlos auch heute noch zu erreichen. Nicht das beste Foto, aber bei Sonne kann ja Jeder . . . Im übrigen ist dies eine der ganz wenigen Aufnahmen, die ich von der 184 habe, sie später als leerer Kasten im AW Bremen gleichzeitig Denkmal und Konferenzraum war
<52> Auch dieses Portrait der 188 entstand in Flensburg im Bw (anläßlich einer Dampffahrt)
<53> Zum Thema Zufall: Ich wollte eigentlich nut 218 201 knipsen von EGP, das kam unerwartet 225 100 von BBL hinzu, und als ich die verdaut hatte, brummte hinten zu allem Kompott noch 216 055 der NIAF vorbei , Wahnsinn = Drei Baureihen der V160- Familie auf einem Bild!
<54> In Nürnberg stehen 218 205 und die zwei Jahre ältere 215 083 nebeneinander. Die 205 sollte es noch geben in Blau und bei der EGP, die 215 ist hingegen längst Geschichte
<55> Die 208 als Gleisbau- Lok irgendwo . . . Ich hab vergessen, wo das war . . .
<56> Und damit sind wir bei der 212, ein ganz besonderes Schätzchen! Wir sehen sie nicht nur als Lindenberg- Lok, sondern auch mit dem kompletten Lindenberg- Zug, dem “Sonderzug nach Pankow”! Nur ein einziges Mal ist es mir gelungen, diesen Zug einzufangen, dies hier war im Frühjahr 2004 in Castrop- Rauxel, dem lateinischen Namen von Wanne- Eickel . . . Der Zug fuhr von hier aus los nach irgendwo mit geladenen Gästen und blieb einige MInuten am Bahnsteig, an dem man damals noch uneingeschränkt mit einem Stativ hantieren durfte
<57> Auch ein Glücksfall: Wenn ich das recht erinnere, hatte diese Lok nur ein einziges Mal den Hetzerather Partyzug gefahren, und nur deshalb, weil ein Osterfelder Tf drauf war, der die in Osterfeld an der Werkstatt stehende Lok einfach genommen hatte, nachdem die Planlok (eine blaue E10 zu dieser Zeit) Zicken gemacht hatte. Wir sehen den Zug in Duisburg- Großenbaum an der A524, wo die 218 212 mit Volldampf auf dem Ferngleis vorbeibrüllte
<58> Auch eine Lok, die überlebt hat: Die 225 sollte bei der Historischen Eisenbahn Mannheim stehen, gehört aber wohl noch der DB. Wir sehen sie hier irgendwo im Großraum Nürnberg im Sommer 85
<59> Und das ist sie heute . . . äh, sagen wir: Vor zehn Jahren. Aber in etwa so sieht sie heute noch aus, ist nur noch etwas besser im Lack. Sie steht nach wie vor in Mannheim und soll innerlich komplett und gut erhalten sein. Dank für das Foto an Robin Asiédu!
<60> Die 230 in Marktschorgast – Ein Ort, den nur Eisenbahnfreunde kennen!
<61> Die 238 bremst sich die Schiefe Ebene hinab am Block “Streitmühle”. Sie war gerade vor 5 Monaten neu lackiert worden. Aber sie hatte einen dunklen Fleck im Betriebsbuch: Sie war beim Unglück von Warngau 1975 dabei und mußte danach aus Teilen von 218 238 und 243 wieder neu aufgebaut werden, wohingegen die 243 zerlegt wurde. Leider gab es damals viele Tote, daher war von diesem Unfall weltweit monatelang die Rede
<62> Die 239 habe ich kurz vor Crailsheim noch in altrot erwischt
<63> Die 249 mit unbekannter Schwester. Eingesetzt im schweren D- Zug- Dienst der frühe Wendezeit. Noch muß in Helmstedt gehalten werden für die Paßkontrolle, die aber längst nicht mehr so kleinlich durchgeführt wird wie noch ein Jahr zuvor!
<64> Und dies dürfte die älteste Aufnahme einer 218 sein, die ich eindeutig zuordnen kann nach sooo langer Zeit. Bei 218 250 ist eingetragen, sie hätte am 29. Oktober 1972 die Abnahme im AW Nürnberg gehabt, aber mit demselben Datum ist sie bereits dem Bw Kempten zugeteilt. Daraus schließe ich, daß dies hier im Foto (mit leerem Revisionsraster) die Abnahmefahrt der flammneuen Lok ist, die von Nürnberg aus nach Neuenmarkt- Wirsberg ging, wo dieses Bild entstand, und daß diese Fahrt eben am 29.10.72 oder vielleicht einen Tag davor stattfand. Da war ich gerade kurz vorher 15 geworden und auf dem Rückweg von Hofer 01ern, als ich in Wirsberg einen Stop einlegte, um die dort hinterstellten Museumsfahrzeuge zu knipsen – Dazu an anderer Stelle vielleicht einmal mehr. Der Heizwagen Nürnberg “7132” war nicht für Spaß dabei, denn ich erinnere, daß es Nachts und auch noch am Morgen eisig kalt war, über Tag dafür fast angenehm warm
<65> Die allseits bekannte 261 noch als Planlok auf der Insel
<66> Und vier Jahre später dann als Gleisbau- Lok in Duisburg- Wedau
<67> Noch später (und heute) war die 261 dann gelb, hier gesehen ebenfalls in Wedau und mal von oben
<68> Die 272 mit einem Bauzug in Bremen- Walle 2019
<69> Damals ganz alltäglich, eben eine normale 218 . . . Das Foto entstand nur wegen der ungewöhnlichen Nummer . . .
<70> Die 304 als Gleisbau- Lok in Wedau 2017
<71> Die freundliche Hand des Tf ist sichtbar zum Gruß, sooo muß das sein! Bei “Mathilde” in Oberhausen
<72> Auf Sylt kann man sich auch Experimente erlauben wie sowas hier im direkten Gegenlicht, manchmal hat man ja Glück dabei. Ich konnte ja damals nicht im entferntesten daran denken, daß ich hier das einzige Mal die 218 311 (mit der 315) sehen würde und daß diese 218 311 eine der ersten Sylter Boliden sein würde, die beim Bender in Opladen zerrissen wurde . . .
<73> Das war dann das Ende der 311 im Januar 2019
<74> Sie war eine der ersten, die nach einem Schaden nicht mehr gemacht wurde, sondern sofort in die Tonne kam
<75> Die 314 in besseren Zeiten mit einer Seltenheit namens “Schnee”, gesehen in München am Zugang zum Bw
<76> Und viele Jahre später WO, natürlich auf Sylt . . . mit 344 am legendären 2310
<77> Kommen wir zur 315, die hier mit der 345 die ersten Kilometer des IC 2311 angehen möchte Anno 2015
<78> Im Herbst 2025 ist sie, die 315, eines der gefragtesten Fotoobjekte im Norden! Denn sie wurde bei einer HU in Cottbus wieder mustergültig blau/weiß (oder beige/türkis für die Puristen). Hier steht sie mit 379 am 2310 in Itzehoe, wo sie den Zug gerade übernommen hat. Und ob das AW Cottbus die Arbeit genau nach Vorlage ausgeführt hat, können wir sofort überprüfen an der 320 . . .
<79> Denn sie, die 320, war seinerzeit die Letzte blau/weiße 218 auf der Insel. Mehrfach war sie schon abgestellt und wurde immer wieder gemacht, weil man auf sie nicht verzichten konnte, aber irgendwann war dann auch für sie Schluß. Hier wartet sie mit 215 901 in Westerland auf den nächsten Einsatz am Autozug
<80> Und sie, die 320, war die erste von Allen, die einen Ehrennamen bekamen, der auch angeschrieben bzw. angeklebt wurde. Beim genauen Hinsehen auf diesem Bild sieht man gleich mehrere Durchrostungen – Das war dann auch der Grund dem Vernehmen nach, sie nicht wieder zu machen
<81> In Bild 79 sehen wir sie von hinten (FS 2), hier sehen wir sie im feinen Portrait von vorne kurz vor ihrem Ende, nachdem sich Niebüll nochmal bemüht hatte, sie einigermaßen sauber zu halten. Sie hat übrigens eine Besonderheit, womit ich nicht in erster Linie das türkise Dach meine: Sie war die einzige mir jetzt einfallende 218, die von Anfang bis Ende nur diese eine Farbgebung besaß: Beige/türkis, sie war nie in einen anderen Farbeimer gefallen
<82> Das Bild von 321 und 448 (= “218 054”) steht für die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Privatloks, da ich ja alle Betriebsphasen der 218 in dieser Galerie zeigen möchte, mehr blaue 218 gibt es dann im zweiten Teil der Galerie zu sehen
<83> Nun ein altes Bild der 322 im neuwertigen Zustand. Aber ich bin nicht so ganz sicher, ob dies wirklich MEIN Bild ist, oder ob ich das mal zugeleitet bekommen habe . . . das passiert leider. Ich war zu dieser Zeit in Saarbrücken, also kurz vor dem Dampfende im Mai oder Juni 1975, und die 322 gehörte seit dem 14. Mai 75 zum Bw Kaiserslautern, von wo aus Saarbrücken Wende- Bw war und ist. Erkennt Jemand das Foto als seines? Oder ist es irgendwo schonmal aufgetaucht? Ich möchte behaupten, es ist meins, aber mir fehlt die Erinnerung an die konkreten Umstände an dem Tag
<84> 322? Da muß es bei Syltfans doch klingeln! Die Lok ist seit 20 Jahren im Syltverkehr und Jeder Inselfotograf dürfte Bilder von ihr haben, wie dieses aus Tinnum mit 218 366 Anno 2022
<85> Die 330 in Altona. Auch sie wurde 2022 erst frisch gemacht und neu lackiert, aber sie ist dem Vernehmen nach eine Pechwurst und steht oft in der Werkstatt
<86> Die 331. Irgendwo im Norden. Anläßlich einer Dampffahrt entstanden, wahrscheinlich auf der Flensburger Schiene, aber ich habe keine Ahnung (mehr) WO . . .
<87> Charakterköpfe im Bw Westerland 2004: Die 333 mit der 490, der 339 und 215 901 (ex 034)
<88> Die Schnapsnummer 333 im Bw auf Sylt
<89> Und sie, die 333, hatte später eine zeitlang ein so ganz ungewöhnliches Aussehen, sie kam daher in “mintgrün”
<90> Da war sie unterwegs für die “Usedomer Eisenbahn Zinnowitz”. Dank für die Bilder an Michael Goll!
<91> Dann ging die 333 wieder weiter, und zwar diesmal an die Pressnitztalbahn. Und der war das frische und noch nicht lange existente mintgrün irgendwie unheimlich . . . Man lackierte die Lok kurzerhand nochmal neu, und siehe da: Nun ist sie wieder erkennbar als 218
<92> Auch dieser Einsatz von 218ern soll hier nicht unerwähnt bleiben: Wir sind in Puttgarden und beobachten die Entladung eines Fernzuges von der Schwedenfähre, hier mit 218 335 (Sommer 1988)
<93> Und siehe da, ich hatte auch mal die 338 erwischt – Natürlich auf der Insel . . .
<94> Und das ist die 338 heute (Sommer 2024) im Museum Neumünster, all ihrer Erkennungsmerkmale beraubt, aber es ist ziemlich sicher die 338 und sie soll innerlich noch ziemlich komplett sein, also besser, als sie auf den ersten Blick erscheint
<95> Zu dieser Lok hier, der 340 (die hier gemeinsam mit der 314 unterwegs ist in Keitum), tun sich eine Menge Fragen auf: Sie wurde laut Datenbank an die Firma Rail Stift in der Tschechei verkauft und nach Decin überführt, aber dort verliert sich ihre Spur, man hört nichts mehr von ihr und auch der derzeitige Aufenthaltsort scheint unklar
<96> Bei dieser Lok hier ist dagegen Nix unklar: Der 341 gehts auch heute noch recht gut auf der Insel
<97> Das ist die 341 im aktuellen Zustand, hier allerdings aus dem Sommer 24, als sie noch sehr neu war. Ich hatte es geschafft, sie tatsächlich mal alleine vor einem IC zu bekommen, wo ihr Design am besten auffällt und wirkt. Meiner Ansicht nach war das eine prima Idee mit dem IC- weiß!
<98> Zum Thema “weiß”. Was ist das fürn weißes Zeug, was da rumliegt im Januar 1987 in München?
<99> Da: Auf der Insel hats die 342 besser: Da gibts nur selten Schnee
<100> Ein mir zugeleitetes Bild aus einer Gegend, von der es sogut wie KEINE Bilder gibt, denn fremde Besucher mit Sprühdosen haben scheinbar freien Zugang, aber Fotografen werden in kürzester Zeit umstellt und entfernt. Wir sind im SSM Engelsdorf, dem “Stillstandsmanagement” der Bahn bei Leipzig. Und dort standen Anfang des Jahres 2020 sogar gleich zwei ALTROTE ehemalige Museumslokomotiven, nämlich die 348 und die 387. Dank für das Bild an “ironpig”! Mit dem Stand von 2025 sind die beiden Loks aber nicht mehr dort: die 387 sollte wohl als Ersatzteilspender in Mühldorf sein und die 348 ist wohl verkauft worden an Martin Schlünss SEL und hat die Lok zur Befundung nach Mukran zur Werkstatt bringen lassen . . . Vielleicht hören oder lesen wir noch von ihr !?
<101> Weiter oben hatten wir bereits ein ähnliches Bild = Gleich drei Lackierungsvarianten auf einem Bild! Wir sind im Sommer 1999 im Bw Kaiserslautern, und zwar wegen einer einzigen Lok: Die 381 hier links war uninteressant, die 373 dahinten war noch nicht so bekannt wie heute als Museumslok in Niebüll . . . aber die 364 da rechts, die hatte etwas Besonderes: Sie war die LETZTE 218 der Bahn im altroten Lack. Und es war bekannt, daß sie in Kürze zur HU in ein AW einziehen wird, wo sie auch umlackiert werden würde. DAS war ein ausreichender Grund, extra wegen ihr nach Kaiserslautern zu fahren, allerdings nicht von der Heimat aus (das wäre siogar für mich übertrieben gewesen), aber ich war an dem Tag sowieso in Mainz, und DER Weg war zumutbar
<102> Und so gab es ein paar Bilder der letzten altroten 218 in Kaiserslautern
<103> Und viel später fiel das hier auf: Was bedeutet das? Ist diese HU vom 07.10.95 in einem Werk “4” ausgeführt worden, oder gilt diese HU nur 4 Jahre ??? SDowas habe ich noch nie gesehen, daß eine Lok in der frühen DBAG- Zeit eine HU für nur vier Jahre bekommen hätte, aber es scheint so zu sein, denn sie ging tatsächlich nach vier Jahren im Sommer 1999 wider zur HU nach Bremen und bekam dort eine normale Zeit von 8 Jahren
<104> Und wie erwartet kam sie mit neuer Farbe aus dem AW Bremen zurück nach Kaiserslautern, später aber nach Lübeck und Westerland, wo wir sie hier im Syltverkehr sehen Anno 2013. Sie bekam nach 1999 nochmals eine volle HU bis 2015, aber dann war Schluß = Eine erneute HU war als zu aufwändig befunden worden, so diente sie als Ersatzteilspender und ging schließlich zum Bender nach Opladen, und dort verliert sich ihre Spur . . .
<105> Auch die 369 konnte ich mehreren Lackvarianten angetroffen werden: Hier in der Farbe “Betriebsalltag” in Saarbrücken . . .
<106> Und hier etwas gepflegter in der Farbe “Niebüll”, wo man sich mitunter tatsächlich bemüht! Wir sehen hier gleich VIER 218 auf einen Streich: 369 und 380 links, sowie 483 und 830 rechts am angekommenen IC
<107> Weil es hier so schön paßt: Nochmals ein wunderbarer Blick ins Bw Westerland mit vier Charakterköpfen = 371, 261, 221 und 370
<108> Es war Zufall, daß ich damals in Kaiserslautern die 373 überhaupt geknipst hatte, denn sie war eine normale 218, von denen es genügend gab. Niemand konnte 1999 ahnen, daß sie mal die Nummer 218 838 bekommen würde und noch viel später als altrote Museumslok im Norden unterwegs sein könnte!
<109> Hier erreicht die schöne altrote 373/838 gemeinsam mit der Press 218 454 alias “218 056” die Insel

<110> Und nun noch ein Gag zum Schluß dieses ersten Teils der 218- Galerie: Ich wußte lange Zeit nicht, daß die 375 die LETZTE in altrot ausgelieferte 218 war und ich wußte noch viel weniger, daß ich von ihr auch ein Bild habe, denn das Dia schlummerte jahrelang in einem Schuhkarton und wartete auf moderne Möglichkeiten durch Photoshop, um es halbwegs zeigbar zu machen. Ich hatte also tatsächlich die höchste altrote Nummer fotografiert, und zwar im Dezember 1984 in Bad Münster am Stein, als der Lokführer für die anwesenden Fans mal weit aufgerissen hatte und schnell wieder grinsend ans Fenster kam . . . er hatte genauso Spaß an der feinstaubblasenden 218 mit ihrem genialen Sound wie wir
<> Fünfzehn Jahre später traf ich sie nochmal, die 375, aber schon im neuen Gewand. Hier steht sie im Bahnhof Kaiserslautern, und ausgerechnet mit einem Triebwagen, der in der Neuzeit weithin bekannt sein wird als Schmuckstück der RDC im Dagebüll- Verkehr ab Niebüll, wir sehen den 629 003, also einen der wenigen gebauten zweimotorigen 628, der im Jahre 2025 frisch lackiert in BLau für die RDC unterwegs ist. So schließt sich auch mit diesem Fahrzeug ein Kreis zur Insel Sylt und nach Niebüll, denn der größte Teil aller Bilder aus dieser Galerie hatte ja etwas mit dem Syltverkehr zu tun = (Fast) Alle 218 waren irgendwann in ihrem Leben mal auf der Insel!
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Dank für Euer Interesse

und bis bald zum zweiten Teil der 218- Galerie

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