Stuttgart 2020

Ein Umsteige-Aufenthalt in Stuttgart am 14. Oktober 2020 konnte ein paar Bilder entstehen lassen in 90 Minuten, die im Kontext der vielen alten Bilder von vor fast 50 Jahren stehen und einige direkte Vergleiche zulassen. Daß in meinem kurzen Aufenthalt in Stuttgart auch noch ein unerwarteter Messzug auftauchte, war einfach nur Zufall oder Glück. Bitte schön, ein 30-Bilder-Ausflug ins Stuttgart des Jahres 2020 während der Umbauten zum neuen Bahnhof „Stuttgart 21“, den keiner braucht:

(Bild HHA_7520) Die Schilder aus „türkiser“ Zeit sind schon etwas älter, aber für den neuen Bahnhof werden dann wohl sowieso neue Schilder gestaltet
(Bild HHA_7521) Dies war das erste interessante Fahrzeug, das mir bei Ankunft in Stuttgart vor die Kamera kam: Ein privater Dosto von Franz Wedler, der für abellio unterwegs ist, er hat übrigens die Nummer „D-SRI 50 80 80-35 304-0 DBbzfa 761.0“
(Bild HHA_7526) Zugfahrzeug war 146 521 mit Werbung für Wedler und akiem
(Bild HHA_7528) Auch ein sehr modernes DB-Fahrzeug war am Start mit 147 002
(Bild HHA_7535) Hier steht Et 6.12 = 1430 055 von „Go Ahead“ bereit im Hbf, der eine einzige Baustelle ist
(Bild HHA_7538) Die 146 520 brachte einen weiteren privaten Zug, der (für mich überraschend) n-Wagen hatte! Es gibt also auch im Stuttgart des Jahres 2020 immer noch Silberlinge. Ich wage zu bezweifeln, ob die Nichtfunktionswagen links (Tz 4888) auch 60 Jahre halten werden!?
(Bild HHA_7540) Hier sehen wir eine Wagennummer und den Zuglauf dieses Bnrz
(Bild HHA_7544) Und auch der Steuerwagen ist ein n-Wagen, ein „Wittenberger“ Kopf = D-GfF 50 80 80-34 110-2 Bnrbdzf 480.1
(Bild HHA_7548) Und dies ist die moderne Bahn von Bombardier, die häufig ausfällt, aber hier mal funktioniert
(Bild HHA_7551) Dann war auf einem anderen Gleis was „Gelbes“ eingefahren, nur aus den Augenwinkeln gesehen. Das mußte überprüft werden! Und tatsächlich war es ein Messzug mit der 111 059 von „DB-Netze“. Das war schön: Ich bin seit vielen Jahren mal wieder kurz in Stuttgart und genau in meinem Zeitfenster erscheint ein so seltener Messzug
(Bild HHA_7554) Er war auch von der anderen Seite „machbar“, der Messzug, denn in Stuttgart gibt es immer noch die alten Gepäckbahnsteige
(Bild HHA_7558) Mal ein Bild für die, die nicht so oft nach Stuttgart kommen und keine Vorstellung haben: Dies ist nun die „Haupthalle“, die Kopfverbindung zu den stark verkürzten Bahnsteigen
(Bild HHA_7562) Aber es gibt sie noch: Die 218! Hier kommen 218 484 und 491 von Oberstdorf mit einem IC
(Bild HHA_7566) Und ein Dreibein zieht die Fuhre dann in den Abstellbahnhof. Die 363 205 vom Baujahr 1963 (!) hieß früher 261 205 oder V60 1205
(BIld HHA_7569) Und bei diesem Bild fühlte ich mich direkt an zuhause erinnert: Auch Duisburg macht einen so trostlosen und morbiden Eindruck, die beiden Bahnhöfe passen gut zusammen (in einen Sack!)
(Bild HHA_7571) An modernen Fahrzeugen war z.B. der 3442 708 von bwegt zu finden, natürlich mit Baukränen und bewaldeten Dächern
(Bild HHA_7572) Zwei Abschlepploks standen ebenfalls bereit: 218 837 ( ex 303) und 218 429
(BIld HHA_7584) Und hier sehen wir die Tafel „0,4“ die auch in der „alten“ Galerie mehrfach zu sehen ist und deutlich zeigt, daß manche Bahnsteige länger sind als damals
(Bild HHA_7588) Noch eine Bombardier-Lok aus Nürnberg, die tatsächlich angekommen ist
(Bild HHA_7591) Ein älterer Vt, der in dieser Farbe kaum von den modernen Wagen unterscheidbar ist
(Bild HHA_7592) Dann wurde der mit zwei Loks vorn und hinten bespannte IC nach Zürich bereitgestellt von sehr zarter und wunderschöner Hand!
(Bild HHA_7585) Dies ist nun der Haupttunnel von der Straße zu den Bahnsteigen. Ein Zweckbau. Wenigstens regnets es nicht rein, wenns nicht regnet. Auf diese Länge ist alles weggebaggert, was es dort früher gab und kleine Sichtlöcher lassen einen Blick auf die Arbeiten zu
(Bild HHA_7593) Immerhin sind ein paar Alibi-Blümchen aufgehängt, na wunderbar
(BIld HHA_7594) Aber die Löcher zum Kucken sind mit Plexiglas verschlossen, das von nicht ausgelasteten Vollpfosten zerkratzt ist, sodass ein wirklicher Blick schon schwierig wird
(Bild HHA_7595} Ich habe einen kleinen noch nicht ganz so zerkratzten Bereich gefunden, der mithilfe von Photoshop zeigbar gemacht werden konnte: Hier sehen wir die neuen Röhren, die genau im rechten Winkel zu den bisherigen Gleisen verlaufen – also: Rechts die Gleise, links die alte Empfangshalle, unten die neuen Gleise bzw die weglaufenden Röhren. Rätselhaft bleibt (für mich), wie die sichtbaren Röhren denn wohl unter das ehrwürdige Gebäude gekommen sind!? Laufen die jetzt dort durch den Keller ?
(Bild HHA_7598) Das ist die alte Haupthalle, die Eingangshalle, von der man früher direkt zu den Gleisen gelangen konnte, heute liegen 100 Meter dazwischen
(Bild HHA_7601) Zur Verdeutlichung eine Karte mit der Bau-Übersicht. Hier ist der Baubereich gut erkennbar, der den alten Bahnhof quasi in zwei Teile zerschneidet. Der Blick oben auf die weglaufenden Röhren entstand aus dem mit blauer und roter Linie gezeichneten Übergang mit Blick nach links. Das heisst: Die Züge werden später in diesem Tiefbereich rechtwinklig zu den heutigen Gleisen fahren und der gesamte Raum der hier sichtbaren Bahnsteige inclusive des ganzen Vorbahnhofes werden dem Städtebau zur Verfügung stehen und teuer verkauft werden können
(Bild HHA_7603) Draußen sieht auf den ersten Blick noch alles so aus wie es in Erinnerung gespeichert ist
(Bild HHA_7606) Auch der markante Turm steht noch, aber rechts davon ist eine riesige Baugrube
(Bild HHA_7609) Und mit diesem Dreibein, welches meinen IC 1116 nach Hause bereitstellt am Gleis 6, ist diese Galerie beendet

Dankeschön für Euer Interesse und etwas Freude beim Vergleich der alten Bilder von Stefan und mir mit den neuen Bildern vom Oktober 20