G014 30 Jahre DDR

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Ordner 14 =

30 Jahre Deutsche Einheit = 30 Jahre Ende der DDR

(Entstanden im Jahre 2020 zur Erinnerung)

 

(HIER nachfolgend die Teile 1 und direkt anschließend 2)

Aus diesem Anlaß zum 3. Oktober 2020 habe ich diese zweiteilige Galerie “DDR” mit 100 Bildern zusammengestellt, die bewußt unsortiert ist und das ganze Thema umfassend beleuchten soll, ohne zu werten – soweit das möglich ist. Diese Bilder haben nicht alle Bahnbezug, aber alle einen DDR-Bezug. Viel Freude beim Durchblättern, Vorhang auf!


“Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte”

 

(zur vollen Darstellung der Aufnahmen bitte auf ein Bild klicken, dann öffnet sich ein neues Fenster)   

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Das hier ist ja das eigentliche entscheidende Datum: 9. November 89 = Tag der Maueröffnung in Berlin. Und hier als Grafitto auf der Mauer am Brandenburger Tor! DAS war ein Motiv, das man einfach mitnehmen musste
 
Eine Rennpappe steht im Mai 1990 zum Verkauf - und keiner will sie haben. Interessant ist aber nicht der Umstand oder der Preis, sondern die rotbrauen Kotflügel: DAS ist das Originalmaterial, aus dem die Trabis gepreßt sind, es ist das originale Duroplast aus Baumwollfasern und Phenolharz und ohne jedweden Lack oder Beschichtung
 
Eine der schönsten Folgen der Einheit: Sonderzüge mit Volldampf über die ehemalige Grenze, vorbei an ungenutzten Wachttürmen und nachgemachten "Zonen"- Schildern, deren Zeiten NIEMAND mehr zurückhaben möchte!
 
Und dies ist eines der bemerkenswertesten Bahnbilder der Einheit: Es zeigt alle DREI Hoheitszeichen der deutschen Bahnen, die es nach dem Kriege in Deutschland gegeben hat, auf einem Bild: Von links (> aus dem Westen) kommt die alte Bundesbahn, von rechts (> aus dem Osten) kommt die alte Reichsbahn und beide treffen sich in der Mitte zur neuen DBAG !! Was für ein aussagekräftiges Motiv, das nur Anfang 1994 möglich war zur Zeit der Umzeichnung der Fahrzeuge - gesehen im Bw Lichtenberg im April 1994
 
Das ist und war KEIN Scherz, das war eine originale Fiat-Werbeanzeige im Spiegel! Essenz einer spontanen Werbeagentur, die alle Klischees perfekt zusammengefaßt hat!
 
Der genaue (geniale) Text der Fiat-Anzeige aus dem Sommer 1990. Nochmal: Das war nicht aus einer Satirezeitung, sondern aus dem Spiegel, das war kein Scherz!
 
1992, Schkeuditz bei Leipzig. Gerade erst ist die DDR Geschichte, da sind ihre ehemaligen Starflieger der Interflug bereits ausgemustert. Einige von ihnen stehen noch auf einem Teil des Leipziger Flughafens, der zeitweilig als Museum genutzt wurde - hier eine Iljuschin IL 62
 
Ebenfalls Museum Schkeuditz: Mehrere Interflugmaschinen im Februar 1992. Die "DDR-STA" gibt es wohl noch, wenn man dem Netz trauen darf
 
Eine Aufnahme aus Drei-Annen-Hohne im Harz aus April 1989: Noch gibt es die DDR und hier stehen die ersten Schilder des Sperrgebietes! Wir sehen das Sperrschild, daß keine Auslegung duldete - hier war Schluß für PKW
 
Im März 1990 fehlte dann das Sperrschild, sein Platz ist aber noch deutlich sichtbar. Dies waren die typischen DDR-Straßenschilder, die aus einzelnen Elementen zusammengesetzt waren und auch wiederverwendbar neu kombiniert werden konnten
 
"Mauerspechte" war ein gängiger Begriff im Jahre 1990 - Und ich war dabei! Schon ist die Mauer löcherig geworden und die vielen Grafittis wandern weltweit aus in kleinen Stückchen
 
Das war der kurze Zeit existente Grenzübergang "Brandenburger Tor". Die Mauer war also auf und durchlässig, aber es wurde noch kontrolliert (Januar 1990)
 
Ebenfalls im Januar 1990: Durch Löcher in der Mauer kann man dahinterblicken in die vorherige Sperrzone neben dem Brandenburger Tor. Hier wäre wenige Wochen vorher noch geschossen worden!
 
März 1990, irgendwo im Nirgendwo um Wartha: Ein Stück Original-Grenzzaun war noch zu finden = Streckmetallgitter, Stachdeldraht mehrdimensional und stromführende Alarmleitungen
 
Berlin, Potsdamer Platz. Der sieht heute etwas geringfügig anders aus! Heute kann man sich nicht mehr vorstellen, daß der noch im Jahre 1994 vollkommen unbebaut war
 
Der Grenzverlauf im Harz: Der Zaun hat seinen Schrecken bereits verloren, nur die Reste ohne Stachdeldraht stehen noch
 
So zum Beispiel sahen die Mauerstücke aus, die zu Tausenden in alle Welt verkauft wurden
 
Ein DDR-Lastwagen von "VEB Minol", der eine Tankstelle beliefert (Juli 1990 im Harz)
 
1,40 Mark der DDR = der Preis für einen Liter DK (Diesel-Kraftstoff) an einer Minol-Tankstelle des Jahres 1990 kurz vor der Einführung der D-Mark. Der Zustand der Anlage spricht Bände und steht für quasi alle technischen DDR-Anlagen dieser Zeit
 
Das hat mich damals glatt vom Stuhl gehauen: Ein Original Mercedes-Unimog mit DDR-Zulassung im Dienst der Deutschen Reichsbahn der DDR! Ich hätte es nicht geglaubt ohne Fotobeweis (bei Altenburg, 1984)
 
Es ist gerade mal 1992, und schon sind "Bonzenschüsseln" aus dem Fuhrpark des obersten Staatsstabes auf dem Gebrauchtmarkt zu haben! Hier ein Langchassis-Volvo mit Gardinen, der bis vor kurzem der obersten Staatsspitze zur Verfügung stand
 
In der Nähe von Gutenfürst konnten im März 1990 noch Reste einer Hundelaufanlage im Grenzstreifen gefunden werden. Hier waren scharfgezogene Schäferhunde unterwegs, die sich nicht mit Leberwurst beruhigen ließen
 
Im April 1990 konnte noch ein vollständig erhaltener Grenzpfahl mit Plakette gefunden werden, und zwar am Eingang einer Grenzschützer-Kaserne mitten im Wald (im Harz). Nur kurze Zeit später wurde sie aufgelöst
 
September 1986. Noch fahren vereinzelte Züge mit Dampfloks und in Güsten ließ sich eine von ihnen mit einer DDR-Fahne kombinieren. Zufällig wurde die Lok später Museumslok und existiert noch heute
 
Büchen- Schwanheide war einer der Transit-Übergänge in die DDR, hier der Bahnhof Schwanheide im März 1990 = Reste der Sperranlagen sind noch erkennbar
 
Im Januar 1990 ein offenes Grenztor im Todeszaun bei Sonneberg, der seinen Schrecken verloren hat, aber noch seine elektrischen Feinheiten zeigt
 
Ebenfalls in Schwanheide fand sich dieser Uralt-Trabi, der es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht bis die Neuzeit geschafft hat
 
Frühling 1990 bei Marienborn: Aus Richtung Helmstedt kommt ein Dampfsonderzug an den ehemaligen Grenzanlagen mit Wachbrücke vorbei. An dieser Stelle standen bis vor wenigen Wochen nur Grenzer und niemals Fotografen!
 
1984 in Saalfeld: Wieder kommt eine ungeliebte Diesellok anstelle des fahrplanmäßigen Dampfers angefahren, da stellt der Fotograf mal auf die Pamphlete im Vordergrund scharf und nicht auf den Zug - Heute wird ein Stück deutscher Geschichte daraus
 
Genau wie hier: Eine Dampflok ließ sich gemeinsam mit einer typischen DDR-Parole knipsen (Gernrode, 1984)
 
Ein DDR-Personenzug mit einer Diesellok. Das Besondere ist der gute Pflegezustand und das Schild an der Front: Jugendlok! Schon früh sollten Jugendliche Verantwortung übernehmen, auch für Fahrzeuge der Eisenbahn, was gleichzeitig Werbung für die Berufswahl war
 
Stedtfeld bei Eisenach, 1993: Ein Sonderzug mit der 01 118 fährt an der letzten Vorkontrolle vorbei, die alle Wege schon weit vor einem Grenzzaun absperrte, gesehen vom zugehörigen Wachtturm aus, der nun funktionslos in der Gegend herumsteht und dieses Motiv liefert
 
Gerstungen 1991 im Oktober: Ein Plandampfzug mit 01 531, gesehen vom Wachtturm der Grenzer aus, der keine Gefahr mehr darstellt und dessen Scheiben zerschlagen sind
 
Auch dies ist ein DDR-Bild, auch wenn es aus Gütersloh stammt: Ein "Interzonenzug" aus Reichsbahnwagen, unterwegs von Leipzig nach Düsseldorf
 
Nicht alles in der DDR war schlecht. Und alles war zu bekommen, wenn man "richtig" bezahlen konnte, sprich: mit konvertierbarer Währung. Dann bekam man auch Spezialfahrzeuge wie diesen Land-Trecker eines finnischen Herstellers
 
Juli 1990 im Harz: Hier -und NUR hier!- konnten DDR-Bürger gefahrlos den Vor-Grenzzaun sehen, nämlich von der Harzquerbahn aus, die auf mehreren Abschnitten unmittelbar am ersten Sicherheitszaun entlangfuhr (der seine speziellen Einrichtungen hier aber schon verloren hat). Deshalb fuhren von Elend bis Sorge auf allen Zügen bewaffnete Grenzer mit
 
Juli 1998 in Ost-Berlin: Vom Bahnhof Friedrichstraße aus ein Blick auf den im Westteil gelegenen Reichstag, der gerade seine Kuppel bekommt und umgebaut wird
 
1991 in Berlin: Der Polizist benutzt noch den in der DDR bekannten und gefürchteten "Leuchtstab" anstelle der im Westen gebräuchlichen "Kelle"
 
1998 am Palazzo Prozzo: Nun ist klar, daß der "Palast der Republik" abgerissen werden soll, aber zunächst sind Spezialfirmen (aus dem Westen) beauftragt, die Asbestsanierung durchzuführen
 
Oh . . . ein fieses Aua. Ein Trabi hätte Vorfahrt gehabt. Er ist nicht verbeult, sondern zersplittert! (Duisburg, 1993)
 
Marx-Engels-Platz neben dem Palast der Republik in Ostberlin. Hier steht heute das Berliner Stadtschloß. Wir sehen die goldbedampften Spezialscheiben des PdR
 
Das hier war schon zu DDR-Zeiten ein seltenes Fahrzeug: Ein Serien-Trabi kleiner Bauzahl mit der Bezeichnung "P70 Coupé". Der P70 war der Übergang vom alten F8 zum dann klassischn Trabi und war der erste PKW mit Duroplast-Karosserie, alleridngs war dieser Coupé hier aus Blech (Juli 1990 in Berlin)
 
Eines der vielen genialen Spezialfahrzeuge aus der DDR: Ein Behinderten-Fahrstuhl auf der Basis eines Mopeds (hier in Westnutzung gesehen in Bochum, 2001)
 
Das würde ohne Fotobeweis Niemand glauben: Ein BGS-Grenzschutz-Barkas, also ein Ostauto! Mit Aufkleber "Bundesgrenzschutz" und Ost-Kennzeichen GS (Grenzschutz). Harz, September 1991
 
Eines der vielen Mauerstücke, die in großer Zahl in alle Welt gingen - oder in Berlin vor Ort direkt "geschlagen" werden konnten, solange der Vorrat reichte
 
1993: Hier sehen wir den Reichstag noch OHNE seine heute als "normal" bewertete Kuppel im Dornröschenschlaf
 
Auch ein DDR-Bild, obwohl wir in Athen/Griechenland sind: Die DDR hatte kurz vor der Wende einige Diesel-Schnelltriebwagen nach Griechenland geliefert, die sogar gut auf der Höhe der Zeit waren. Hier einer davon im Bw Agios Joannis Rentis bei Athen, im Hintergrund die Ost-West-Begegnung mit einer aus der BRD stammenden V200
 
Relikt aus alter Zeit: MfV = Ministerium für Verkehrswesen. Ein schönes Emailleschild, inzischen ein Sammlerstück, hier in Weimar 1995 noch in "amtlicher" Nutzung an einer 142
 
Der Palast der Republik, Stitz der DDR-Regierung, im August 1993, als über den Abriss noch nicht endgültig entschieden war
 
So sah der "Spiegel" die Ereignisse des Sommers 1990: Es wurde als "zu schnell" bewertet, was Helmut Kohl alles unternommen hat, um zur Wiedervereinigung zu kommen. Da fliegt Lothar de Maiziere glatt die Mütze weg . . .
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