“001”-und besonders seltene Fahrzeuge Teil 1

Die Erstlinge ihrer Art und die Prototypen, die meistens die 001-Nummern bekommen, sind immer etwas Besonderes – jedenfalls für mich. Daher habe ich diese Fahrzeuge auch auserkoren für jene relativ besondere Galerie, es ist nämlich die 66te Galerie an Zahlen, die ich für diese HP zusammengebastelt habe. Diese Galerie wird noch erweitert, dies hier ist der erste Teil – bewußt unsortiert, damit deutlich wird, wie umfangreich das Repertoire der “001er” und der ganz seltenen Fahrzeuge ist. Viel Freude und Vorhang auf:

Bild 10749. 111 001 in Mittenwald, Sommer 78
Bild 22153. 150 001 in Duisburg Hbf, Vorbahnhof, 1999 Herbst
Bild 24812. Der Typ Berliner-S-Bahn ist unverkennbar, obwohl der hier nie in Berlin war! Siehe dazu: Wikipedia “ET 26”. Nun war ich ja der Ansicht, ich hätte die Aufnahme irgend wo um Koblenz herum gemacht zum Dampflokfest 1977. Ein freundlicher Martin W machte mich aber darauf aufmerksam, daß dies ganz woanders sein könnte, nämlich am 1. April 1973 in Krefeld-Oppum! Nach dort waren die Fahrzeuge 426 001 und 003 nämlich ausgeliehen für einen Pendeldienst zwischen Hbf Krefeld und AW Oppum zu einem Tag der offenen Tür. Und Vergleiche ergaben: Das hier muß der Bahnhof Krefeld Oppum sein – so spielt einem die Erinnerung nach so vielen Jahren Streiche . . .
Bild 24834. 323 001 im Bw Rheydt, 1988 – aber da muß meine Kartei “spinnen”: Die Kleine wurde wohl schon 1984 im AW Bremen zerlegt, da kann das Bild schwerlich aus 88 stammen, außerdem darf auch Rheydt angezweifelt werden, es ist vielleicht das Bw Mönchengladbach, oder liegt/lag das Bw Mönchengladbach im Ortsteil Rheydt ?
Bild 24841. 141 001 noch in blau/weiss im Bw Nürnberg, 1985/07
Bild 20147. Viel später sah die Lok dann wieder ÄLTER aus . . . Sie war in Opladen in alten Originalfarben wiederhergestellt worden und sogar mit neuen, “alten” Schildern versehen! Hier knallt sie mit einem normalen Pz als betriebsfähige Museumslok in Duisburg, Juni 1997
Bild 24859. Mal keine 001, sondern eine “002”: Die rumänische Versuchslok 151.002, von der es nur zwei Exemplare gab. Es ist eine der deutschen 45 vergleichbare 1E1h2, die zur Zeit unserer Reise (1986/09) zu den seltensten Fahrzeugen in Rumänien zählte, aber auch zu den am schwierigsten erreichbaren; es mußte ganz schnell und subversiv geschehen und dann schnell weg . . . (Der Ort heißt Subcetate)
Bild 24870. Auch dies ist ein Erstling und die Einzige ihrer Art, die ehemalige 61 002
Bild 24995. Die erste E40 in Berchtesgaden, 1987/07
Bild 27830. Die später bei einem Unfall zerstörte 120 001 in München, 1987/01
Bild 1190381. 215 001 bei ELOT mit einem Bauzug, September 2016. Also eindeutig ein Mitglied der V160-Familie, nun wieder in alten farben unterwegs und privatisiert
Bild 39646. Und hier sehen wir die Urmutter aller V160, die 216 001, ehemalige V160 001, in Duisburg-Hochfeld-Süd, 1980. Im Hintergrund der heute noch als Szene-Kneipe “Pulp” für Jufus existente (aber nicht wiedererkennbare) Bahnhof gleichen Namens “Hochfeld Süd”
Bild 51111. Auch keine 001, sondern nur eine 010, aber ein Einzelstück: Die einzige V160, die so aussieht: Den modernen Kasten der Serien-216, aber noch die Drehgestelle und der Rahmen der Lollo! Duisburg Südhafen, 1976
Bild 24806. An diese Stelle muß natürlich die 216 011 > kein Einzelstück und keine 001, aber die Erste in der endgültigen Karosserieform bei der V160-Familie. Die Unterschiede zur 010 im vorigen Bild sind deutlich (gesehen im Bw Gelsenkirchen-Bismarck im Sommer 1977)
Bild 06973. Und eine 215.9 ist vertreten als erste der Bauart, also 215 901, dies war die ehemalige 215 034 (Sylt 2004/07)
Bild 24256. Dann fehlt noch eine 217, und natürlich die 001! (Nürnberg, 1985)
Bild 08403. Da ist auch noch eine 753, aber das war vorher genau die gerade gesehene 217 001 (Rheinhausen, 2005/08)
Bild 24842. 218 001 ebenfalls in Nürnberg, 1985/07
Bild 17513. Und eine 218.9 ist vertreten, dies war die ehemalige 210 001 mit Gasturbine. Hannover 1993
Bild 52897. Das Einzelstück unter den V160: Die V169 001, spätere 219 001, die Gasturbinen-Versuchslok, von der wir inzwischen auch den Ort wissen, an dem die Aufnahme entstand: Haltepunkt Wanne “Alter Fritz”, etwa 1 Km östlich vom Bw Bismarck. Foto aus 1976
Bild 42654. Hier nochmal die 215 001, die 2004 aber ganz anders heißt und scheinbar zu einer weiteren Baureihe geworden war: “225 001” (Bw Osterfeld). Der Grund für die Umnummerung war aber eine Eigentümerfrage, kein technischer Umbau: Die 215 gehörten zu DB-Regio (Pz-Dienst) und die umgezeichneten 225 gehörten zu DB Cargo (Gz-Dienst), sonst gab es keinen Unterschied, auch wenn Viele das glauben
Bild 42601. Die erste der V200-Familie auf der Emslandstrecke, noch zu Dampfzeiten, 1976
Bild 44614. Nochmal nur eine 002, aber deshalb, weil diese viel interessanter ist als die 001: Die 002 war zuletzt Heizlok und wurde bereits 1973 zerlegt, während die 001 heute noch Museumslok ist im DDM. Gesehen in Schifferstadt bei Ludwigshafen, Herbst 1972
Bild IMG10859. 50 001 im DTM Berlin, 2010
Bild 50060. Keine ganze Lok, sondern nur die Reste der 183 001, quasi der Mehrsystem-Lok der 141, die einen 141er-Kasten auf den Drehgestellen einer E44 besaß (siehe Wikipedia oder meinen Beitrag im Ordner 07 “Feldkirchen”)
Bild 51489. Auch dies keine direkte 001, sondern eine 8000, aber die EINZIGE 8000, die es gab. Eine in Österreich nach dem Kriege aufgefundene auswärtige 52, deren Herkunft damals nicht zu klären war, daher bekam sie die Nummer 8000 – noch weit bevor die Reichsbahn auf die Idee kam, ihre rekonstruierten 52 ebenfalls zu 8000ern zu machen (die dann mit 8001 begannen)
Bild 34398. Uns das genau diese: Die 52 8001, die ehemalige 52 671, 1960 umgebaut. Sie wurde im Gegensatz zur eben gesehenen 8000, die gar nichts mit der 8001 zu tun hat, erhalten und gehört (Stand 2021/02) zum “Historischen Bw Gera”
Bild 52365. Auch dies ein Erstling, aber mit der Nummer 201. Erzberg 1976
Bild 55701. Noch seltener geht es wohl nicht! Ein vollkommenes Einzelstück in jeder Beziehung. Die ehemalige 202 001, hier als DE 0902 der WLE, 1977 im Schuppen der WLE-Werkstatt Lippstadt. Nur wenig später wurde sie (leider) verschrottet
Bild 56177. Die erste Mehrsystem- 181 in Saarbrücken, April 1973
Bild 57468. Die 4-System-Lok 184 001 im Bw Kön-Deutzerfeld, 1973
Bild 24768. Viel später sah ich sie erneut, diesmal in Farbe (Ehrang Rbf, 1987/09)
Bild 57429. Ein Dinosaurier auf Rädern: E91 01 = 191 001 im Bw Osterfeld, bereits abgestellt, im Jahre 1973
Bild 57619. Auch ein Erstling, die 01 501. Gerade setzt sich die 01 520 davor, um in Doppeltraktion in den Osten zu stürmen
Bild H1643. Auch die moderne Eisenbahn hat “001er” zu bieten: 185 001 an der Lotharstraße, 2018. Aber dies ist ein nur halblegaler Fotopunkt, der das Überklettern eines Geländers erfordert, bitte nicht nachmachen (hat auch keinen Sinn, weil dieses Schild sogut wie immer zugewachsen ist und nur alle paar Jahre mal freigeschnitten wird!)
Bild 53365. Auch sie hier kam mir völlig unvorbereitet vor die Linse (im Ostkreuz), und dann nie wieder . . . Sorry für die schlechte Qualiät dieser 4000-PS-Lok aus der Sowjetschmiede Woroschilowgrad (Lugansk) . . . (> nur das Foto betreffend!) . . . Es ist immerhin die stärkste einmotorige Diesellok der Welt!
Bild 22085. Vorübergehend gehörte die stolze Lok später zum Museum Arnstadt, wurde jedoch nochmals gemacht und fährt seitdem für EKO Eisenhüttenstadt privat. Hier zu sehen im März 1995 im Bw Arnstadt
Bild 02579. Ja aber was ist das denn? Wir haben doch gerade die 142 001-7 gesehen als DIESELlok und jetzt steht hier eine ELLOK, ebenfalls als 142 001-7, wie kann das denn? In der DDR hatte die Reichsbahn ein etwas anderes Bezeichnungssystem: Die V-Loks hatten 100er Nummern, die Elloks 200er, also umgekehrt als bei der Bundesbahn. Das gab nach der Wiedervereinigung natürlich Streß und daher bekamen die DR-Loks neue Nummern, so wurde aus der Diesellok 142 001 die 242 001 und aus der Ellok 242 001 wurde die 142 001, das heißt: Man muß den Zeitrahmen kennen, für den die Loks beschildert sind . . .
Bild 35500. Das hier ist dieselbe Lok, hier als E42 001, also dargestellt im Zeitrahmen bis 1970, danach hieß sie EDV-gemäß 242 001 und später zu DBAG-Zeiten dann 142 001. Die Aufnahme entstand bei einem Sondereinsatz in Dresden im Juli 1999
Und hier ist genau diese Lok als 242 001 zu sehen, was den Zeitrahmen von 1970 bis 1992 betrifft, Dank an Steffen!
Bild 53311. Auch hier war ich unvorbereitet – ich wollte die Aufnahme gar nicht machen und habe im letzten Moment die “001” gesehen. Es ist ein mir nicht mehr erinnerlicher Bahnhof im Norden der DDR
Dann fehlt jetzt hier die 130 001 – voila, da isse! Zur Geschichte der V300-Familie siehe Wikipedia
Bild 11559. Nochmals keine 001, sondern eine 002, oder eine 102, von der es nur zwei Exemplare gab (Riestedt 1984)
Bild 39743. Und genau die gerade gesehene 130 102 wurde zu DB-Zeiten noch zur 754 102, hier mit einem normalen Pz in Halberstadt (1992)
Bild 42801. Es gab auch eine 131 001, die wir hier sehen in Meiningen, 1992. Sie wurde erhalten
Bild 02133. Und hier haben wir ein vollkommenes Pechbild, das klassische Beispiel von in die sprichwörtliche Hose geschossen . . . An der Landstraße gabs ein schönes Motiv mit einem guterhaltenen Kilometerstein, den wollte ich knipsen, als im Hintergrund ein Güterzug auftauchte. Ich wollte diese langweilige 132 als Beiwerk mit dabei haben, habe mich aber auf den Km-Stein und die Telegrafenmasten konzentriert, bis ich im letzten Moment die “001” bemerkte, mir blieb fast das Herz stehen . . . Es war das einzige mal, daß ich die 132 001 auf der Strecke sah, denn als ich sie wiedersah, war sie bereits ein leerer, ausgemusterter Lokkasten im AW Chemnitz. Hier gesehen bei Jüterbog im Jahre 1984
Auch Steffen hatte kein großes Glück mit ihr und hat nur dieses Bild der 132 001 zu bieten
Bild 04508. Hier ist das eben erwähnte Bild: die bereits ausgemusterte 132 001 als leerer Lokkasten für den Verwerter im AW Cottbus, April 92
Bild 54616. Im Juni 1978 war in Rostock eine DMV-Ausstellung, deren Grund mir nicht mehr geläufig ist, jedenfalls gelang dort eine typische 001- Aufnahme: Der Erstling der Zweizylinder-44, eben die Baureihe 43
Bild 41864. Kommen wir zu einer weiteren “001”, die als erste ihrer Unterbauart “501” hieß: Es ist die in Freilassing “fehlende” 144 501 ex E44 501, die hier in Hamm auf ihren nächsten Einsatz als Umwerflok (für Rettungsübungen) wartet, Bw Hamm/W, 1978
Bild 00914. Bei der Baureihe 50 hatte die Reichsbahn der DDR bereits Probleme, alle Unterbauarten in die “50” hineinzubekommen, daher hat man sich dazu entschlossen, die durch die Modernisierung alter 50er entstandene neue Bauart bei 3500 baginnen zu lassen, um sie von den anderen zu unterscheiden. Die Erste war also die 50 3501, die wir hier sehen. Sie hatte vorher die Nummer 50 380. Bild von 1984 gemeinsam mit dem damaligen Fuzzimobil, einem Leihwagen-Passat
Bild 03939. Auch dies ist keine direkte 001, sondern eine 401. Es gab von ihr genau zwei Stück, nämlich 97 401 und 402, die 1942 für Österreich gebaut wurden und von denen die 401 bis heute als Denkmal in Vordernberg mit ihrer ÖBB-Nummer 297.401 überlebt hat. Es war die stärkste Zahnraddampflok der Welt, allerdings war sie so kompliziert, daß sie die Erwartungen nicht zur Gänze erfüllte wegen zahlreicher Ausfälle. Bild von 1986/09
Bild 12500. Dann kommen wir zurück zu den artreinen “002”ern, von denen wir hier ein Paradebeispiel haben: E44 001 weitgehend im Ursprungszustand bei den 150-Jahr-Feierlichkeiten im September 1985 in Bochum-Dahlhausen
Bild 07863. Und diese sächsische 98 001, die in Decin beim Dampflokfest 1981/08 in schönem Licht gesehen werden konnte
Bild 05133. Noch eine ganz echte 001. Aber ein Bild, das mir besonders am Herzen liegt und um das herum eine eigene Galerie in dieser Homepage (Ordner 12 “Erzgebirge”) entstanden ist, und gleichzeitig gehört dieses Bild auch zu der Sondergalerie “D-c-Fix” (siehe dort), weil das “alte” Schild, das der Meister gerade anschraubt (während der Heizer das gemalte EDV-Schild wegträgt) ein Nachbau von mir ist aus einer PVC-Platte und ausgeschnittenen Klebeziffern! So ist die Lok einen Umlauf mit planmäßigen Personenzügen gefahren!

Das waren die ersten 55 Bilder mit “001”ern, aber ein Wiederkommen lohnt sich, denn vielleicht wirds noch weitere Teile geben – bis dahin alles Gute und Tschüß!

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