G011 Lotharstrasse

ELOT” – Eine Abkürzung nach DB-Standard

Bedeutet: “Direktion Essen (E), Abzweig Duisburg Lotharstrasse”.

Eine Eisenbahn-Betriebsstelle im Stadtwald zwischen Duisburg und Mülheim, hinter der Universität gelegen an der “Lotharstrasse”, und zwar zwischen den Querstrassen Kammerstrasse und dem Duisburger Zoo (Mülheimer Straße). Es gibt umstrittene Meinungen dazu: Es gibt Behauptungen, dort gäbe es keine vernünftige Fotostelle, da immer irgendwas im Wege sei, Andere haben ihre bestimmten Punkte, wieder Andere variieren, wie die Gelegenheit es zuläßt. Zu den dritten “Anderen” gehöre ich. Ich versuche, das Beste aus dem zu machen, was gerade möglich ist. Dazu habe ich hier einmal den gesamten Bereich von ELOT, vom südlichen Deckungs- Vorsignal bis zum nödlichen Selbigen, also von Streckenkilometer 3,0 bis 5,0 fotografisch abgearbeitet, damit sich Jeder selbst ein “Bild” machen kann, ob es hier gute Motive gibt oder nicht und wie sehr tatsächlich die Fahrleitungen stören. Bitte sehr, Vorhang auf!

Wir beginnen am km 3,0 (Ortslage Kammerstrasse/Kammerweg, etwa Ecke Lotharstrasse in Duisburg-Neudorf). Dies ist das SÜDLICHE Ende der Betriebsstelle ELOT, wir wandern nun bis zum NÖRDLICHEN Ende bei etwa km 5,0 am Zoo. Fast die gesamte Strecke ist fußläufig gleisnah zu betreten, teils offiziell, teils halboffiziell (wenn gerade das Buschwerk freigeschnitten wurde) und teils inoffoziell (weil dazu ein Zaun überklettert werden muß, DIESE Bilder sind hier aber NICHT vertreten!), also los:

Zunächst eine Übersichtsaufnahme, die den Hauptzweck von ELOT zeigen soll: Wir sehen zwei zweigleisige Strecken: Die rechten beiden Gleise schwenken gleich nach rechts (Westen) weg und führen via Rheinhausen- Krefeld großräumig zur linken Rheinstrecke oder nach Holland/Belgien, die beiden linken Gleise gehören zur Nord- Süd- Verbindung Brenner- Rotterdam (oder hier: Wedau- Oberhausen). Und bei ELOT gibt es letztmalig die Möglichkeit, die jeweiligen Strecken zu wechseln. Wir sehen hier konkret den möglichen Wechsel vom “Ruhrorter” Gleis rechts (das aus Ruhrort-Hafen kommt) zum “Wedauer” Gleis in Südrichtung. Also nochmal: Wir schauen in Südrichtung, rechts ist jetzt Westen, links Osten. Im weiteren Verlauf werde ich immer die Himmelsrichtung angeben, in die der Fotograf schaut (bitte beachten!).
Von Kilometer 3,0 aus gesehen in Richtung Süden: Hier sehen wir genau das Auseinanderlaufen der beiden Strecken: Die beiden rechten Gleise schwenken nach rechts = Westen (> Linke Rheinstrecke oder Holland/Belgien), die beiden linken Gleise schwenken scheinbar nach links = Süden (> Rechte Rheinstrecke). Die 232 528 kommt also aus Richtung Rheinhausen ODER aus Richtung HKM (siehe weiter unten), nicht aber aus Richtung Lintorf/Wedau (das wäre von links, also auf dem Außengleis wie die 120 im nächsten Bild)
Dieser Zug kommt aus Süden und ist eben am Vorsignal für das Deckungssignal von ELOT vorbeigefahren, wir stehen genau am km 3,0 und schauen auf östlicher Gleisseite südwärts (!) – Dazu bitte notfalls die Orientierung verständlich machen mithilfe einer Karte! Dazu am besten in Gurgel Maps “Kammerweg in 47057 Duisburg” aufrufen und dann nach dem Hundeplatz zwischen Autobahn und Eisenbahn suchen, genau dort stehen wir, dort hängt die Tafel “3,0”, die Fotostelle ist frei zugänglich, vielleicht ist etwas Buschwerk im Weg
Da ist die km- Tafel 3,0 (oder genau: die Angabe 2,974). Genau neben diesem Mast kann man stehen und in beide Richtungen knipsen
Da kommt der Zug mit der 120 schon wieder zurück . . . aber erst am nächsten Tag. Nun schauen wir direkt in die Gegenrichtung, also nordwärts, von der östlichen Gleisseite aus. Die 120 ist auf dem Wedauer Gleis unterwegs (also nach Süden!), die beiden Gleise von und nach Rheinhausen liegen sichtbar dahinter
Und genau dort, auf der Rheinhauser Schiene, ist nun 1116 195 “nightjet” mit einem Autozug unterwegs, ebenfalls exakt km 3,0, nördlich gesehen, Zug also süd-westlich Richtung Rheinbrücke unterwegs, er hat den Blinker schon an, wenige Meter weiter laufen die beiden Strecken auseinander (siehe oben)
Nun sind wir 100 Meter weiter, also an km 3,1 und schauen diesmal von der anderen Seite, also von der westlichen Gleisseite aus nach Süden. Dort kommt 232 668 auf dem Rheinhauser Gleis angefahren, aber sie kommt wahrscheinlich nicht aus Rheinhausen, sondern von HKM, eine Stichstrecke, die kurz vor der Rheinbrücke noch abzweigt
Selbe Stelle, aber nun wird die Wedauer Schiene befahren, der Zug kommt also aus Süden nach Norden (aus dem Angertal)
Immer noch selbe Stelle (km 3,1), aber andere Richtung, wo bereits die Tafel “3,2” neben der Lok sichtbar ist. Wir schauen also jetzt nördlich und der Zug mit 1016 045 ist auf dem Wedauer Gleis in Richtung Süden unterwegs, okay!?
Und wenn wir von derselben Stelle bei km 3,1 nach Norden blicken, sehen wir die beiden südlichen Deckungs-Hauptsignale von ELOT, rechts also für das Gleis aus Wedau, links (2. von links) für das Gleis aus Rheinhausen oder HKM. Und wir sehen die nächste Brücke, von der aus das folgende Bild entstand:
Nun stehen wir wieder 100 Meter weiter, und zwar auf der im letzten Bild sichtbaren Brücke (= Aktienweg). Wir stehen also wieder östlich vom Gleis und sehen daher 232 589 aus Richtung Rheinhausen (oder HKM) kommend – nördlich fahrend. Hier können die Fahrdrähte (je nach Lichteinfall) etwas stören
Selbe Stelle, aber nun westlich vom Gleis, 193 824 der Rurtalbahn (Rur ohne h!) aus Wedau nach Norden, klar, ja? Natürlich stören auch hier etwas die Fahrdrähte, die je nach Lichteinfall mehr oder weniger lästig werden. Wen das konkret stört, der ist hier nicht gut aufgehoben, sieht aber deutlich die beiden Deckungs- Hauptsignale für ELOT aus südlicher Fahrtrichtung, sowie die Trapeztafel für das Gegengleis von/nach Rheinhausen (= die ebenfalls deutlich sichtbar mit einem 2000-Hz-Magneten gesichert ist! Das heißt: Die Trapeztafel gilt wie ein auf “Halt” stehendes Hauptsignal mit IMMER scharfem Indusi/PZB-Magneten!)
Nun stehen wir immer noch an derselben Stelle (etwa km 3,3), nun aber wieder östlich vom Gleis und beobachten DeltaRail 243 650 aus Rheinhausen mit dem winkenden Tf Sven L (einem seinerzeitigen Stammlokführer der gepflegten 650)
Hier stehen wir noch auf derselben Brücke an km 3,3 – aber wir schauen mit leichtem Tele diesmal in nördliche Richtung, wobei die markante Signalbrücke an km 3,4 ins Blickfeld kommt. Sie sichert die Strecke nach Rheinhausen, die ab hier zweigleisig signalisiert ist, an ihr hängen die beiden Vorsignale für den Vorbahnhof Hochfeld-Süd, Betriebsteil “Stellwerk Hd”. 232 230 wird dort mit ihrem Leerzug sicherlich wieder abbiegen nach HKM (= Hüttenwerke Krupp-Mannesmann in Duisburg Mündelheim)
Das ist dann der km 3,4 und wir sehen die Signalbrücke nun von der “richtigen” Seite und zudem die Brücke Aktienweg. Das geht nur mit dornenfester Kleidung oder bei wenig Bewuchs. Und wir sehen einen weiteren Fotostandort: Zu der Signalbrücke führt eine Treppe (wir erkennen das Geländer hier) und von dort aus sind ebenfalls Bilder machbar weitgehend legal, weil die Treppe nicht gesperrt ist. Natürlich ist jetzt klar: 077 010 kommt aus Richtung Rheinhausen und fährt nordwärts
Und auch so ist die Signalbrücke (legal) umsetzbar, allerdings stört der Mast, der aus der Lok ragt und/oder die Warnbake zwischen den Gleisen
Von der Brücke Aktienweg beobachten wir nun den Starzug bei ELOT aus der Vor-Corona-Zeit, den “Andernacher Coilzug” mit den Rollen aus Elefanten-Klopapier, der von Oberhausen West (= Thyssen/Krupp) zum weiterverarbeitenden Betrieb in Andernach fährt. “Starzug” deshalb, weil er die letzte verbliebene, ziemlich sichere 151- Leistung der Gegend war. Und wenn wir uns jetzt vorstellen, wir wären links hinter der Signalbrücke auf dem Damm (der gerade schön freigeschnitten ist), dann haben wir das nächste Motiv:
Da kommt der legendäre Brohltaler Aluzug angebrummt mit der schönen 218 396, die immer gepflegt aussieht. Wir sind etwa an km 3,4 oder 3,5 und sehen zur nächsten Brücke, von der aus die kommenden Bilder entstanden sind. Wir stehen also auf der legalen westlichen Seite vom Gleis, der Zug fährt südwärts Richtung Wedau/Lintorf
Nun stehen wir auf der nächsten (im letzten Bild sichtbaren) Brücke = Forsthausweg in 47057, während wir die letzte Brücke hier im Bild erkennen können nebst der Signalbrücke. Damit sind wir bei km 3,6 (siehe Tafel neben der 243 931). Und wir wissen sofort: DeltaRail muß aus Richtung Rheinhausen kommen und ist nördlich unterwegs (Richtung Ruhrort-Hafen). Hier ist von der Brücke aus mit Tele das Schild “Abzw. Lotharstrasse” ins Bild zu zerren, allerdings nur zu einer Jahreszeit, in der wieder mal freigeschnitten wurde (was hauptsächlich im Winter geschieht)
Dieses Schild “Lotharstrasse” ist aus mehreren Blickwinkeln einzufangen, hier von westlicher Gleisseite aus gesehen bei nordwärts fahrendem Zug mit 189 289 aus Wedau. Der Fotopunkt befindet sich unter der Brücke Forsthausweg und ist eigentlich eine Arbeitsplattform für Brückenarbeiter, die aber durch eine ungesicherte Treppe problemlos zugänglich ist. Wir sehen: Zu dieser Jahreszeit ist das Schild schon wieder halb zugewachsen (Juni 2019)! Und wir sehen auch: ENTWEDER das Schild ist “zu weit” weg ODER ein Mast kuckt aus der Lok . . . BEIDES kann man nicht haben, man muß Kompromisse schließen . . .

Es sei denn, man spielt etwas rum . . .

. . . denn wenn man bei DB-Grün den Antrag stellt, das Schild um zwei Meter zu versetzen, kommt es auf die Beziehungen an, die man hat. Stellt man den Antrag nur bei Photoshop, ist der Dienstweg abgekürzt auf zwei Minuten . . . (aber das Ergebnis ist nicht so ganz korrekt, immerhin schön)

Hand aufs Herz! Wenn hier Niemand was gesagt hätte von Manipulation, wäre es doch gar nicht aufgefallen ??!!

Wir sind noch an selber Stelle (Brücke Forsthausweg an km 3,7), stehen aber nun auf dieser Brücke und schauen im strömenden Regen der 294 694 zu, die in der Relation Wedau- Mathilde unterwegs ist, also nordwärts fährt. Das Schild “Lotharstrasse” ist schwach erkennbar über dem ersten Wagen und die Gleisverbindung kennen wir schon aus dem ersten Titelbild dieser Galerie
Für dieses Bild des schon bekannten Starzuges (heute im Regen mit 151 036 und der silbernen 151 062) gehen wir nochmal 100 Meter zurück, also zum km 3,6, der überhaupt nur zugänglich ist, wenn freigeschnitten wurde. Hier ist ein Blick aus südlicher Richtung auf das Schild “Lotharstrasse” möglich und wir sehen die Brücke Forsthausweg im Ganzen
Dieses Motiv geht aber auch bei besserem Wetter . . . (mit 186 224)
Jetzt stehen wir wieder völlig legal auf der Forsthausweg- Brücke an km 3,7 und blicken mit leichtem Tele auf das freigeschnittene Schild mit genau der Betriebssituation, die den Abzweig am besten beschreibt, da der Zug mit 145 028 und 021 hier tatsächlich abzweigt: Er kommt (natürlich) aus Süden, also von Wedau und biegt hier auf die andere Strecke ab, die in Richtung Ruhrort-Hafen weiterführt, er kommt also auf dem ersten Gleis und wird hier auf das dritte Gleis geleitet = das Nordgleis nach Ruhrort-Hafen
Wir wissen jetzt sofort: Wir sind immer noch an km 3,7 und kennen die Gleissituation bereits. Der Zug mit 189 083 und 076 fährt im starken Gegenlicht nordwärts. Es ist der gleiche Standort wie im letzten Bild, nur 30 Meter weiter rechts = westlich. Direktes Gegenlicht und die Feuchtigkeit des vorangegangenen Regens bieten eine schöne Lichtstimmung
Kaum zu glauben: Das ist immer noch dieselbe Stelle, nun aber wieder unten auf der Arbeitsplattform. Wir sehen (wie oben bei den 145ern) wieder einen Zug, der von Wedau aus abbiegt nach Ruhrort-Hafen und dabei das Schild “Lotharstrasse” fotogen passiert. Dieser Blick ist nur im freigeschnittenen Zustand machbar! Wir sehen übrigens 185 227 und 277. Der aus der Lok springende Mast muß akzeptiert werden ODER ein großer Abstand zum ELOT- Schild (man kann nicht alles haben)
Und mit diesem besonderen Blick verlassen wir nun den km 3,7: Wir sehen gleichzeitig drei Züge, deren Richtungen wir jetzt eindeutig bestimmen können, oder? Die beiden auf uns zu kommenden Züge mit der 482 und der (natürlich stehenden) 185 fahren natürlich nordwärts und der ablaufende Zug mit den vielen Aluminiumblöcken rollt südwärts Richtung Wedau, damit sind alle vier Gleise belegt
Wie das Bild verrät, sind wir jetzt bei km 3,8 angelangt. Wir stehen aber immer noch auf der Forsthauswegbrücke und haben ein leichtes Tele drauf für 1275 116 (TKS/EH 549) mit ihrem Kalkzug nach Dornap-Hahnenfurth (ja, sowas gibts wirklich!). Wir schauen also nun in nördliche Richtung, und der Zug rollt südwärts Richtung Wedau/Lintorf. Morgens kann man auf dieser Lichtseite stehen (östlich vom Gleis) und Nachmittags dann eher westlich, siehe weiter unten (beim Bild mit der 217)
Selbe Stelle, km 3,8 – nun aber auf dem Rheinhauser Gleis. Der Zug hat von hier aus drei Möglichkeiten, weiterzufahren: Entweder über die Rheinbrücke nach Rheinhausen, oder vorher abbiegen nach HKM, oder hier sofort in 100 Metern abbiegen auf das Wedauer Gleis Richtung Süden. Es ist übrigens die “rollende Einbauküche” G2000 > 272 201
Wie das Bild verrät, sind wir immer noch bei km 3,8, stehen aber nun westlich vom Gleis (was wie gesagt nur Nachmittags möglich ist bei wenig Bewuchs) und bewundern die schöne 217 002 mit ihrer Schwester 218 472, die in der gleichen Relation unterwegs sind wie die G2000 auf dem letzten Bild
Auch sowas kann vorkommen: Ein IC auf einer reinen Güterstrecke! Es passiert sogar häufiger, als man denkt: Wenn irgendwo was klemmt zwischen Essen, Duisburg und Düsseldorf auf der Hauptstrecke, dann ist ELOT Umleiterstrecke auch für Fensterzüge. Hier ist es 101 012, die im Juli 1019 an km 3,8 mit ihrem planmäßigen IC vorbeisummt in Richtung Düsseldorf, sie kann via Rath wieder in richtiger (Süd-) Richtung den Düsseldorfer Hbf anlaufen und wäre dann wieder auf dem Regelweg. Selbe Stelle wie auf den Vorbildern, aber nun direkt von der Brücke aus gesehen. Das heisst: Immer wieder sieht es anders aus und ergibt unterschiedliche Motive, aber manchmal stört die Fahrleitung etwas
Nochmals der Starzug an km 3,8 auf dem Wege nach Andernach, also hier sofort abbiegend auf die Wedauer Strecke. Heute laufen 151 099 und 168, die zu Beginn der extremen Coronazeit beide zusammen mit fast allen anderen 151 abgestellt wurden mit unsicherer Zukunft
Und jetzt stehen wir auf der nächsten Brücke, die im letzten Bild schon sichtbar ist. Es ist die Waldbrücke “Wolfsburgweg” knapp neben der Straßenbrücke Carl-Benz-Straße, die nur 100 Meter weiter die nächste Brücke darstellt. Wir sind etwa bei km 3,9 und stehen östlich. 152 004 fährt also südwärts und man könnte die störenden Fahrdrähte bemängeln, wohingegen . . .
. . bei 185 278 auf dem Wedauer Gleis KEINE Oberleitungen stören! Und die noch recht neue Sicherungsweise des Gegengleises durch Trapeztafel und “dickem” Magnet ist nochmal deutlich erkennbar. Die sichtbare nächste Brücke ist die Carl-Benz-Straße, sichtbar ist auch der Waldweg (links = westlich), der unter der Brücke hindurchführt
Und wenn wir nun von dieser Waldbrücke Wolfsburgweg aus zurückschauen südwärts in die Richtung, aus der wir schon herangewandert sind, dann ergibt sich im Tele ein Blick auf die GANZE Abzweigstelle Lotharstrasse: Hier sind alle Weichenverbindungen sichtbar, die dazugehören. Also nochmal: rechts die beiden Gleise Richtung Rheinbrücke, links die Hauptgleise Richtung Lintorf/Gremberg/rechte Rheinstrecke/Süden. Die sichtbare Brücke ist die Forsthauswegbrücke, auf der wir eben standen. Und wir sehen noch was: Nämlich den genauen Standort des Fdl-Stellwerks “Lotharstraße”, dieses stand bis etwa 1970 genau hier vorne links auf dem Damm zwischen Eisenbahn und Autobahn. Wenige Fundamente sind noch heute erkennbar, sowie das Geländer der Treppe, die nach unten zu den Gleisen führte
Nun stehen wir auf der Brücke Carl-Benz-Straße etwa an km 4,0. Der Blick geht wieder in südliche Richtung und zeigt die nordwärts fahrende ehrwürdige 140 070. Gleichzeitig im Bild sind die beiden nördlichen Deckungs-Hauptsignale für ELOT und die Wolfsburgweg-Bruecke
Wenn man auf der Brücke Carl-Benz-Strasse zur anderen Richtung blickt, also nordwärts sieht, dann sieht das genau so aus – es ist der wahrscheinlich beste Fotopunkt, den es bei ELOT gibt. ABER: Er ist nur mit besonderem Aufwand (wenn auch relativ legal) erreichbar: Diese Brücke ist eine von Autos befahrene Brücke, auf der man stehen DARF, auf die man aber nicht “normal” hinkommt, da es keinen Fußweg hinauf gibt! Die Lösung: Unter der Brücke führt auf westlicher Gleisseite ein Waldweg entlang und von dort aus kann man den Damm erklimmen und steht oben sicher zwischen Leitplanken und Brückengeländer mit ausreichend Platz. Jedoch: Man kann nicht mal eben schnell die Seite wechseln, um Züge aus der Südrichtung (siehe 140 070) zu knipsen, denn zwei doppelte Leitplanken versperren den Weg auf die andere Seite, man muß also etwas turnen (und natürlich auf die fahrenden Autos achtgeben!). Dafür wird man hier mit einem Superblick belohnt, der in diesem Falle auf die Prima 37 001 fällt (die natürlich südwärts fahrt) und bei dem kein Fahrdraht stören kann
Wir sind noch an km 4,1 und sehen einen Ausflug des DB-Museums Koblenz mit der E40 128 auf dem gleichen Gleis wie die Prima oben, also dem Wedauer Südgleis
Zu anderer Jahreszeit (hier: Oktober 2019) kullern wieder zwei 151 mit dem Andernacher südwärts, nun noch auf dem von Ruhrort kommenden “Rheinhauser” Gleis und diesmal ist die so sehr gewünschte 151 062 von RailPool in ihrem einmaligen Outfit an der Spitze. Wir sehen: Auf diesem Gleis, dem Außengleis für den Fotografen, KÖNNEN wieder Fahrdrähte etwas stören, wohingegen auf dem Wedauer Gleis (siehe E40 128) keine Drähte im Wege sind. Die hier so deutlich sichtbaren Fahrdrähte sind, je nach Sonneneinfall, mehr oder weniger (manchmal gar nicht) sichtbar
Nun sind wir nochmals ein paar Meter weitergewandert zu km 4,3 und stehen wieder auf der westlichen Gleisseite und schauen in Richtung Süden. Wir sehen genau die eben beschriebene Brücke Carl-Benz-Strasse und den Vorsignal-Wiederholer des Rheinhauser Gleises, während 145 028 und 021 von RBH in Richtung Ruhrort-Hafen unterwegs sind, also nordwärts. Auch dieser Punkt ist nur bei freigeschnittener Natur erreichbar, oder mit sehr gutem Schuhwerk durch hohes Dickicht vom daneben verlaufenden Waldweg aus
Jetzt haben wir fast den Kilometer 4,4 erreicht und sehen freudig erregt einen der wichtigsten DB-Mitarbeiter auf dieser Strecke, den Freischneider! Wir sehen auch: Er hat reichlich zu tun (ist aber nicht wirklich alleine dort unterwegs, wie es hier scheint). Der Fotopunkt des letzten Bildes ist nun rechts vom Gleis gut erkennbar, wir stehen hier wieder auf der östlichen Gleisseite und schauen südwärts. Wir befinden uns auf der nächsten Brücke: Der Brücke Mülheimer Strasse, die genau am Haupteingang des Duisburger Zoos vorbeiführt
Wenn wir uns nun vorstellen, daß wir im letzten Bild mit dem Freischneider genau die Gleisseite wechseln, dann ergibt sich dieser Blick, der im Januar 2020 genau auf 151 062, das Einzelstück, gerichtet war. Und wir sehen: Es ist exakt der Kilometer 4,4. Erreichbar ist er vom Waldweg aus, der auf westlicher Gleisseite parallel zu den Gleisen verläuft und immer wieder Durchlässe zu den Gleisen bietet, am besten natürlich, wenn so schön freigeschnitten ist wie hier
Dies ist nun der gleiche Standort an km 4,4 wie auf dem letzten Bild, nur in der anderen Fahrtrichtung: Dieser Zug mit 120 145 rollt nun südwärts. Wir sehen die Brücke Mülheimer Straße und wir sehen, daß genau neben der Eisenbahn die Autobahn verläuft, es ist die vielbefahrene A3 Köln- Oberhausen (Nähe Kreuz Kaiserberg)
Nun stehen wir wieder auf der Brücke Mülheimer Strasse und schauen in Nordrichtung, wo gerade 243 931 vorbeikommt auf dem Weg von Ruhrort-Hafen in Richtung Rheinhausen – aber wir wissen ja, dass sie genau bei ELOT noch abbiegen kann auf die Südstrecke Richtung Wedau/Lintorf! Die Keksdosen oben links im Bild gehören übrigens schon zum Duisburger Zoo und beherbergen die Elefanten (!). Auch hier können Fahrdrähte etwas den Gesamteindruck stören, das muss man wissen – oder etwas tricksen, es gibt immer Möglichkeiten, mit der Brennweite zu spielen und Lücken im Fahrdraht zu finden
Noch besser ist es natürlich, wenn man das Glück hat, den Starzug auf dem fotografisch “richtigen” Gleis, dem Wedauer Südgleis, zu erwischen! DANN stören keine Fahrdrähte das Bild. Hier sind es 151 157 und 135, die in Richtung Andernach unterwegs sind mit ihren Rollmöpsen. Damit sind wir nun beim Kilometer 4,6 angelangt und weitere Möglichkeiten gibt es jetzt nicht mehr, bis 5,0 legal ans Gleis zu kommen. Auch der Blick von der hier erkennbaren Zoobrücke aus lohnt nicht (mehr), da der Fahrdraht zu sehr stört. Der Vollständigkeit halber schiebe ich dennoch noch ein Bild nach von genau diesem km 5,0:
Hier sind wir nun schon hinter dem Duisburger Zoo, wo dann wieder eine Möglichkeit besteht, ans Gleis zu kommen, und zwar ziemlich genau bei Kilometer 5,0. Der Zugang wäre von den Strassen “Am Schnabelhuck” und Gottfried-Kinkel-Straße in 47058 Duisburg. Hier ganz links im Bild das Vorsignal zum Deckungssignal aus nördlicher Richtung, und damit genau dem Gegenstück zum Anfang dieser Galerie, wo wir am entsprechenden Vorsignal der Gegenrichtung waren. Der Lokzug mit den vier 140 fuhr schon 2005, es ist ein Nachschuß (Richtung Norden = EMAF) und ist hier nur der Vollständigkeit halber eingestellt, weil wir hier genau zwei Kilometer von der ersten Fotostelle im Süden entfernt sind und bis hierher genau die Strecke von Kilometer 3,0 bis zum km 5,0 erwandern oder kennengelernt haben. Ich finde: Es gibt ausreichend gute Motive hier, für Jeden ist etwas dabei!

Damit danke ich für Euer Interesse und wünsche Euch spannende eigene gute Bilder aus Duisburg von der Lotharstrasse “ELOT”. Vielleicht könnt Ihr meine Bilder als Anregung verwenden?