Dokumentation Lotharstraße

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Version 220722 mit nun 90 Bildern, Korrekturen und einem Nachtrag

ELOT“ = Eine Abkürzung nach DB-Standard

Bedeutet: „Direktion Essen“ (E), „Abzweigstelle LOTharstrasse“.

Eine Eisenbahn-Betriebsstelle im Stadtwald zwischen Duisburg und Mülheim/Ruhr, hinter der Universität gelegen an der „Lotharstrasse“, und zwar zwischen den Querstrassen Kammerstrasse und dem Duisburger Zoo (Mülheimer Straße). Es gibt umstrittene Meinungen dazu: Es gibt Behauptungen, dort gäbe es keine vernünftige Fotostelle, da immer irgendwas im Wege sei, Andere haben ihre bestimmten Punkte, wieder Andere variieren, wie die Gelegenheit es zuläßt. Zu den dritten „Anderen“ gehöre ich. Ich versuche, das Beste aus dem zu machen, was gerade möglich ist. Dazu habe ich hier einmal den gesamten Bereich von ELOT, vom südlichen Deckungs- Vorsignal bis zum nödlichen Selbigen, also von Streckenkilometer 3,0 bis 5,0 fotografisch in mehreren Jahren abgearbeitet, damit sich Jeder selbst ein „Bild“ machen kann, ob es hier gute Motive gibt oder nicht und wie sehr tatsächlich die Fahrleitungen stören. Bitte sehr, Vorhang auf!

Am 13.07.22 war eine weitere Überarbeitung erforderlich, da mir von Karl Hans Fischer alte Bilder zugeleitet wurden, auf denen noch das STELLWERK „Lotharstraße“ im Hintergund zu erkennen ist!! Die Lokalitäten dieser Bilder lassen sich einwandfrei bestimmten Km-Abschnitten zuordnen, und zusätzlich noch mit aktuellen Bildern im Einst-Jetzt-Vergleich aufwerten! Sie sind ganz unten zu finden, also bitte ganz nach unten scrollen -> Es lohnt sich: Dort gibt es nun einen Blick zurück ins Jahr 1970 und zum Stellwerk „Lotharstraße“ !

Wir beginnen mit einer Übersichtsaufnahme und wandern dann vom südlichen Ende der Betriebsstelle ELOT nordwärts bis zum Duisburger Zoo. Fast die gesamte Strecke ist fußläufig gleisnah zu betreten, teils offiziell, teils halboffiziell (wenn gerade das Buschwerk freigeschnitten wurde) und teils inoffiziell (weil dazu ein Zaun überklettert werden muß, DIESE Bilder sind hier aber NICHT vertreten!), also los, Wanderstiefel mit dornenfesten Sohlen an und auf geht´s:

<1> Zunächst eine Übersichtsaufnahme, die den Hauptzweck von ELOT zeigen soll: Wir sehen zwei zweigleisige Strecken: Die rechten beiden Gleise schwenken gleich nach rechts (Westen) weg und führen via Rheinhausen- Krefeld großräumig zur linken Rheinstrecke oder nach Holland/Belgien, die beiden linken Gleise gehören zur Nord- Süd- Verbindung rechter Rhein, also Rotterdam- Brenner (oder hier: Oberhausen- Wedau). Und bei ELOT gibt es letztmalig die Möglichkeit, die jeweiligen Strecken zu wechseln. Also nochmal: Wir schauen in Südrichtung, rechts ist jetzt Westen, links Osten. Im weiteren Verlauf werde ich versuchen, möglichst eine Himmelsrichtung zur Orientierung anzugeben
<2> Dann haben wir hier eine Karte aus dem Jahre 1922, in dem die „Lotharstraße“ im Gewirr der vielen Ruhrgebietsstrecken dargestellt ist. Sie ist zur dieser Zeit noch eine reine Blockstelle der freien Strecke, und kein Abzweig. Da das spätere Stellwerk 1937 umgebaut und erweitert wurde, ist vielleicht davon auszugehen, daß zu dieser Zeit die Weichenverbindungen eingebaut wurden, die wir heute noch sehen – Damit kam die Bedienung von 8 Weichen hinzu, das Stellwerk war aber weiterhin eine Blockstelle. Auf dieser Zeichnung ist der „Bk-Lotharstr.“ zudem noch an anderer Stelle eingezeichnet (siehe das +), das spätere Stellwerk befindet sich hingegen rechts (östlich) der Gleise neben dem Buchstaben „G“ des Namens Duisburg. Die Karte zeigt aber auch noch etwas anderes: Den Grund für den Bau dieser Güterverbindung: Durch diese „Güterumgehung“ durch den Duisburger Wald wurde die Lücke geschlossen, die zwischen Wedau und dem großen Güterbahnhof Oberhausen West klaffte und durchgehende Züge vorher zwang, über Duisburg Hbf zu fahren = Ein Nadelöhr. Die beiden ersten Gleise an der Lotharstraße wurden 1901 in Betrieb genommen (Oberhausen-Wedau), die beiden nach Rheinhausen abzweigenden Gleise kamen bis 1911 hinzu. Die hier noch nicht eingezeichneten Weichenverbindungen bei ELOT kamen wahrscheinlich 1937 hinzu
<3> Hier noch ein zweites Quasi-Titelbild. Da hat ein Komiker einen Aufkleber hinterlassen „Verdammt schön hier!“ und hat wahrscheinlich das Gegenteil gemeint – er konnte ja nicht ahnen, daß Eisenbahnfuzzis WIRKLICH gerne hier sind und den Ausblick genießen können . . . Wie schon vor HUNDERT JAHREN (!) >
<4> Werner Wölke stellte mir diese Postkarte aus der Zeit um 1912 aus seiner Sammlung zur Verfügung. Sie zeigt genau unsere „Lotharstraße“ vor über 100 Jahren, als die Welt noch eine ganz andere war. Die genaue Stelle dieses alten Fotos ist heute schwierig zu lokalisieren – die sichtbare Brücke sieht inzwischen anders aus und auch sonst sind alle Bezugsquellen zur Gegenwart der Arbeit des Farb-Retouscheurs zum Opfer gefallen, ich denke aber, es handelt sich um einen Blick etwa aus der Höhe der heutigen Brücke Aktienweg (siehe unten) in Richtung Norden, dann würde sich rechts neben dem Brandschutzstreifen und den Telegrafenmasten nun die Autobahn A3 befinden. Herzlichen Dank an Werner Wölke! Der Zeitpunkt der ursprünglichen Schwarz/Weiß-Aufnahme ist klar einzugrenzen, denn die Strecke gibt es ja erst seit 1901, und erst im Jahre 1911 sind die Gleise nach Rheinhausen hinzugekommen, die Aufnahme muß also NACH dem September 1911 entstanden sein, also in der letzten Phase, in der noch solch alte Lokomotiven wie eine preußische G3 (oder ähnlich) unterwegs waren
<5> Bild A9801. Nach vielen Versuchen bin ich fast sicher, daß dies in etwa der Standplatz des Fotografen von 1912 ist, wie er sich heute darstellt als Blick von der Aktienwegbrücke aus mit Blick auf den Forsthausweg. Inzwischen sind die Weichen des Abzweiges hinzugekommen, der Fahrdraht, Signalanlagen und eine leichte Verschwenkung der Wedauer Gleise, die durch einen frühen Neubau der Aktienwegbrücke zustande kam, da diese einen Mittelpfeiler zwischen den Gleisen benötigte, der mit dem Neubau der jetzigen Aktienwegbrücke wieder entfiel (siehe dazu das Bild 76 ganz unten ich Nachtrag)

Hat Jemand eine bessere Idee? Dann möchte ich den Beginn eines Wettbewerbs gerne eröffnen! Wer ist in der Lage, den Standort mit der „richtigen“ Brennweite besser darzustellen???

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An dieser Stelle mal zwei Links zur Lotharstraße, die weitere Fakten offenlegen:

Streckenbeschreibung 2321 aus dem NRW-Bahnarchiv von André Joost

Der Wikipedia- Eintrag zur Lotharstraße

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Nun die detaillierte Dokumentation von km 3,0 bis km 5,0:

<6> Von Kilometer 3,0 aus gesehen in Richtung Süden: Hier sehen wir genau das Auseinanderlaufen der beiden Strecken: Die beiden rechten Gleise schwenken nach rechts = Westen über den Rhein, die beiden linken Gleise schwenken scheinbar nach links = Süden. Die 232 528 kommt also aus Richtung Rheinhausen, nicht aber aus Richtung Lintorf/Wedau (das wäre von links, auf dem Außengleis)
<7> Auf diesem Bild sieht man das Auseinanderlaufen der beiden Strecken nochmal etwas deutlicher: Das Elefanten-Klopapier verschwindet nach rechts (hier Westen), die beiden vorderen Gleise schwenken nach Süd-Ost (Richtung Wedau/Lintorf/Hilden/Gremberg). Wenn man so will, ist das hier quasi die Aufteilung der Nord-Süd-Magistrale in RECHTE und LINKE Rheinstrecke > Die beiden 151er werden unmittelbar über den Rhein fahren (Rheinbrücke Hochfeld- Rheinhausen) und via Krefeld/Neuß/Köln-West die linke Rheinstrecke ansteuern, während die beiden vorderen Gleise die Verlängerung der rechten Rheinstrecke darstellen
<8> Dieser Zug kommt aus Süden und ist eben am Vorsignal für das Deckungssignal von ELOT vorbeigefahren, wir stehen genau am km 3,0 und schauen auf östlicher Gleisseite südwärts (!) – Dazu bitte notfalls die Orientierung verständlich machen mithilfe einer Karte! Dazu am besten in Gurgel Maps „Kammerweg in 47057 Duisburg“ aufrufen und dann nach dem Hundeplatz zwischen Autobahn und Eisenbahn suchen, genau dort stehen wir, dort hängt die Tafel „3,0“, die Fotostelle ist frei zugänglich, vielleicht ist etwas Buschwerk im Weg
<9> Da ist die km- Tafel 3,0 (oder genau: die Angabe 2,974). Genau neben diesem Mast kann man stehen und in beide Richtungen knipsen
<10> Da kommt der Zug mit der 120 schon wieder zurück . . . aber erst am nächsten Tag. Nun schauen wir direkt in die Gegenrichtung, also nordwärts, von der östlichen Gleisseite aus. Die 120 ist auf dem Wedauer Gleis unterwegs (also nach Süden!), die beiden Gleise von und nach Rheinhausen liegen sichtbar dahinter
<11> Und genau dort, auf der Rheinhauser Schiene, ist nun 1116 195 „nightjet“ mit einem Autozug unterwegs, ebenfalls exakt km 3,0, nördlich gesehen, Zug also süd-westlich Richtung Rheinbrücke unterwegs, er hat den Blinker schon an, wenige Meter weiter laufen die beiden Strecken auseinander (siehe oben)
<12> Und hier ist sie sichtbar, die Kilometertafel „3,0“ am Hundeplatz Kammerweg. Die Aufnahme entstand am 15.11.20 mit dem „Andernacher Coilzug“, der heute via Rheinhausen umgeleitet wird und mit 151 036 und 068 bespannt ist
<13> Bild A8263. Und tatsächlich gibt es das letzte Motiv auch mit Sonne – sogar mit Novembersonne! Diesmal ziehen am 23.11.2020 die 151 167 und 129 und wieder wird der Schwerlastzug mit Coils via Rheinhausen umgeleitet (anstatt den Regelweg via Wedau/Hilden zu nehmen)
<14> Nun sind wir 100 Meter weiter, also an km 3,1 und schauen diesmal von der anderen Seite, also von der westlichen Gleisseite aus nach Süden. Dort kommt 232 668 auf dem Rheinhauser Gleis angefahren, aber sie kommt wahrscheinlich nicht aus Rheinhausen, sondern von HKM, eine Stichstrecke, die kurz vor der Rheinbrücke noch abzweigt. Der Weg zu dieser legalen Fotostelle an km 3,1 führt von der Kammerstraße aus an der sichtbaren Schallschutzmauer entlang bis zum Ende derselben, dort befindet sich ein kleiner freier Platz mit Sicht in beide Richtungen. Dort entstand auch das Titelbild der „Sichtungen“
<15> Selbe Stelle, aber nun wird die Wedauer Schiene befahren, der Zug kommt also aus Süden nach Norden
<16> Immer noch selbe Stelle (km 3,1), aber andere Richtung, wo bereits die Tafel „3,2“ neben der Lok sichtbar ist. Wir schauen also jetzt nördlich und der Zug mit 1016 045 ist auf dem Wedauer Gleis in Richtung Süden unterwegs, okay!?
<17> Selbe Stelle, km-Tafel „3,2“ sichtbar – aber diesmal von der anderen/östlichen Gleisseite, was nur ganz selten geht, weil dort nur alle paar Jahre mal freigeholzt wird. Dies hier war im April 2009 der Fall, als 140 854 mit einer Schwester südwärts summte, also auf demselben Gleis wie oben die ÖBB- 1016
<18> Und wenn wir von dieser Stelle bei km 3,2 nach Norden blicken, sehen wir die beiden südlichen Deckungs-Hauptsignale von ELOT und zudem die km-Tafel 3,4 (am rechten Signal) Rechts liegt also das Gleis aus Wedau mit dem zuständigen Hauptsignal, und links (2. von links) das Signal für das Gleis aus Rheinhausen (oder HKM). Und dieses Motiv gibt es auch mit Zug:
<19< Und jetzt sehen wir das Km-Schild 3,4 genauer, exakt zwischen den beiden Loks: Die Deckungs-Signale für die Nordrichtung stehen also genau an km 3,4. Zusätzlich sehen wir hier die Brücke „Aktienweg“, von der aus das nächste Bild entstand:
<20> Nun stehen wir wieder 100 Meter weiter, und zwar auf der im letzten Bild sichtbaren Brücke (= Aktienweg), km 3,4. Wir stehen also wieder östlich vom Gleis und sehen daher 232 589 aus Richtung Rheinhausen (oder HKM) kommend – und nördlich fahrend. Hier können die Fahrdrähte (je nach Lichteinfall) etwas stören
<21> Selbe Stelle, aber nun westlich vom Gleis, 193 824 der Rurtalbahn (Rur ohne h) aus Wedau nach Norden, klar, ja? Natürlich stören auch hier etwas die Fahrdrähte, die je nach Lichteinfall mehr oder weniger lästig werden. Wen das konkret stört, der ist hier nicht gut aufgehoben, sieht aber deutlich die beiden Deckungs-Hauptsignale für ELOT aus südlicher Fahrtrichtung, sowie die Trapeztafel für das Gegengleis von/nach Rheinhausen (= die ebenfalls deutlich sichtbar mit einem 2000-Hz-Magneten gesichert ist! Das heißt: Die Trapeztafel gilt wie ein auf „Halt“ stehendes Hauptsignal mit IMMER scharfem Indusi/PZB-Magneten!)
<22> Nun stehen wir immer noch an derselben Stelle (also an km 3,4), nun aber wieder östlich vom Gleis und beobachten DeltaRail 243 650 aus Rheinhausen mit dem nett winkenden Tf Sven L (einem seinerzeitigen Stammlokführer der gepflegten 650)
<23> Hier stehen wir noch auf derselben Brücke an km 3,4 – aber wir schauen mit leichtem Tele diesmal in nördliche Richtung, wobei die markante Signalbrücke an km 3,5 ins Blickfeld kommt. Sie sichert die Strecke nach Rheinhausen, die ab hier zweigleisig signalisiert ist, an ihr hängen die beiden Vorsignale für den Vorbahnhof Hochfeld-Süd, Betriebsteil „Stellwerk Hd“. 232 230 wird dort mit ihrem Leerzug sicherlich wieder abbiegen nach HKM (= Hüttenwerke Krupp-Mannesmann in Duisburg Mündelheim)
<24> Das ist dann der km 3,5 und wir sehen die Signalbrücke nun von der „richtigen“ Seite und zudem die Brücke Aktienweg. Das geht nur mit dornenfester Kleidung oder bei wenig Bewuchs. Und wir sehen einen weiteren Fotostandort: Zu der Signalbrücke führt eine Treppe (wir erkennen das Geländer hier) und von dort aus sind ebenfalls Bilder machbar weitgehend legal, die Treppe ist frei zugänglich. Natürlich ist jetzt klar: 077 010 kommt aus Richtung Rheinhausen und fährt nordwärts
<25> Und auch so ist die Signalbrücke (legal) umsetzbar, allerdings stört der Mast, der aus der Lok ragt und/oder die Warnbake zwischen den Gleisen. Zum nicht störenden gelben Mast rechts siehe diesen Link
<26> Von der Brücke Aktienweg beobachten wir nun auf der anderen Gleisseite den Starzug bei ELOT aus der Vor-Corona-Zeit, den „Andernacher Coilzug“ mit den Rollen aus Elefanten-Klopapier, der von Oberhausen West (= Thyssen/Krupp) zum weiterverarbeitenden Betrieb in Andernach fährt. „Starzug“ deshalb, weil er die letzte verbliebene, ziemlich sichere 151- Leistung der Gegend war – und gottseidank nach dem Februar 2021 auch wieder ist. Und wenn wir uns jetzt vorstellen, wir wären links hinter der Signalbrücke auf dem Damm (der gerade schön freigeschnitten ist), dann haben wir das nächste Motiv:
<27> Da kommt der legendäre Brohltaler Aluzug angebrummt mit der schönen 218 396, die immer gepflegt aussieht. Wir sind noch an km 3,5 und sehen zur nächsten Brücke, von der aus die kommenden Bilder entstanden sind. Wir stehen also auf der legalen westlichen Seite vom Gleis, der Zug fährt südwärts Richtung Wedau/Lintorf
<28> Nun stehen wir auf der nächsten (im letzten Bild sichtbaren) Brücke = Forsthausweg in 47057, während wir die letzte Brücke hier im Bild erkennen können nebst der Signalbrücke. Damit sind wir bei km 3,7 und die Lok passiert gerade die 3,6 (siehe Tafel neben der 243 931). Und wir wissen sofort: DeltaRail muß aus Richtung Rheinhausen kommen und ist nördlich unterwegs (Richtung Ruhrort-Hafen oder Oberhausen West Rbf). Hier ist von der Brücke aus mit leichtem Tele das Schild „Abzw. Lotharstrasse“ ins Bild zu zerren, allerdings nur zu einer Jahreszeit, in der wieder mal freigeschnitten wurde (was hauptsächlich im Winter geschieht)
<29> Und so kann das Schild im Sommer aussehen, hier am 13. Juli 22 > Völlig zugewachsen . . . (193 375 ist dennoch sichtbar)
<30> Und dieses Schild „Abzweig Lotharstrasse“ ist auch von der Südseite her fotografierbar (WENN freigeholzt wurde!) – ABER: Dies ist die ILLEGALE Seite der Strecke für Fotografen! Um hierhin zu gelangen, muß man über ein Geländer steigen, daher sollten solche Aufnahmen hier eigentlich unterbleiben > Dieses Bild ist nur zur Dokumentation der Örtlichkeit mit dem eindeutigen Hinweis: Achtung Illegal! Nochmal: Die hier LINKS zu sehende Seite ist völlig problemlos legal erreichbar an fast jeder Stelle, abhängig nur vom Bewuchs, die hier rechte (östliche) Seite ist durchgängig NUR von den Brücken aus einsehbar und ansonsten nur illegal oder mit Genehmigung (wie hier) zugänglich, bitte beachten!
<31> Dieses Schild „Lotharstrasse“ ist aus mehreren Blickwinkeln einzufangen, hier von westlicher Gleisseite aus gesehen bei nordwärts fahrendem Zug mit 189 289 aus Wedau. Der Fotopunkt befindet sich unter der Brücke Forsthausweg und ist eigentlich eine Arbeitsplattform für Brückenarbeiter, die aber durch eine offene Treppe problemlos zugänglich ist. Wir sehen: Zu dieser Jahreszeit ist das Schild schon wieder halb zugewachsen (Juni 2019)! Und wir sehen auch: ENTWEDER das Schild ist „zu weit“ weg ODER ein Mast kuckt aus der Lok . . . BEIDES kann man nicht haben, man muß Kompromisse schließen . . .

Es sei denn, man „spielt“ etwas herum . . .

<32> . . . denn wenn man bei DB-Grün den Antrag stellt, das Schild um zwei Meter zu versetzen, kommt es auf die Beziehungen an, die man hat. Stellt man den Antrag nur bei Photoshop, ist der Dienstweg abgekürzt auf zwei Minuten . . . ( > aber das Ergebnis ist nicht so ganz korrekt, weil manipuliert, doch immerhin schön . . . und aus meiner Sicht zu „genehmigen“)

Hand aufs Herz! Wenn hier Niemand was gesagt hätte von Manipulation, wäre es doch gar nicht aufgefallen ??!!

<33> Bild IMG_17258. Und auch so kann das Motiv an der Forsthausweg-Brücke von unten aussehen (mit Weitwinkel): Der Zug mit der Riesenlok V320 001 kommt auf demselben Gleis wie eben die 243 931 (April 2015). Der Bildautor ist Volker Wirtz, die Rechte hier liegen bei mir, Dank an Volker!
<34> Wir sind noch an selber Stelle (Brücke Forsthausweg an km 3,7), stehen aber nun auf dieser Brücke und schauen im strömenden Regen der 294 694 zu, die in der Relation Wedau- Mathilde unterwegs ist, also nordwärts fährt. Das Schild „Lotharstrasse“ ist schwach erkennbar über dem ersten Wagen und die Gleisverbindung kennen wir schon aus dem ersten Titelbild dieser Galerieseite
<35> Für dieses Bild des schon bekannten Starzuges (heute im Regen mit 151 036 und der silbernen 151 062) gehen wir nochmal 100 Meter zurück, also zum km 3,6, der überhaupt nur zugänglich ist, wenn freigeschnitten wurde. Hier ist ein Blick aus südlicher Richtung auf das Schild „Lotharstrasse“ möglich und wir sehen die Brücke Forsthausweg im Ganzen
<36> Dieses Motiv geht aber auch bei besserem Wetter . . . (mit 186 224)
<37> Jetzt stehen wir wieder völlig legal auf der Forsthausweg- Brücke an km 3,7 und blicken mit leichtem Tele auf das freigeschnittene Schild mit genau der Betriebssituation, die den Abzweig am besten beschreibt, da der Zug mit 145 028 und 021 hier tatsächlich abzweigt: Er kommt (natürlich) aus Süden, also von Wedau und biegt hier auf die andere Strecke ab, die ENTWEDER in Richtung Ruhrort-Hafen weiterführt ODER in den Rbf Oberhausen-West, er kommt also auf dem ersten Gleis und wird hier auf das dritte Gleis geleitet = das Nordgleis nach EOBR (Oberhausen West Rbf)
<38> Wir wissen jetzt sofort: Wir sind immer noch an km 3,7 und kennen die Gleissituation bereits. Der Zug mit 189 083 und 076 fährt im starken Gegenlicht nordwärts. Es ist der gleiche Standort wie im letzten Bild, nur 30 Meter weiter rechts. Direktes Gegenlicht und die Feuchtigkeit des vorangegangenen Regens bieten eine schöne Lichtstimmung
<39> Bild A9296. Und genau eine ähnliche Lichtstimmung kann man (mit etwas Glück) auch im Winter finden: Februar 21 mit Wintersonne im Gegenlicht und einer fast durchgehenden Eisfläche bei Minus 8° – Das hat schon was! (189 039 und 034 mit AK)
<40> Kaum zu glauben: Das ist immer noch dieselbe Stelle, nun aber wieder unten auf der Arbeitsplattform. Wir sehen (wie oben bei den 145ern) wieder einen Zug, der von Wedau aus abbiegt nach Ruhrort-Hafen oder EOBR und dabei das Schild „Lotharstrasse“ fotogen passiert. Wir sehen übrigens 185 227 und 277. Der aus der Lok springende Mast muß akzeptiert werden ODER ein großer Abstand zum ELOT- Schild (man kann nicht alles haben, siehe oben)
<41> Und mit diesem besonderen Blick verlassen wir nun den km 3,7: Wir sehen gleichzeitig drei Züge, deren Richtungen wir jetzt eindeutig bestimmen können, oder? Die beiden auf uns zu kommenden Züge mit der 482 und der (natürlich stehenden) 185 fahren nordwärts und der ablaufende Zug mit den vielen Aluminiumblöcken rollt abbiegend südwärts Richtung Wedau, damit sind alle vier Gleise belegt
<42> Wie das Bild verrät, sind wir jetzt bei km 3,8 angelangt. Wir stehen aber immer noch auf der Forsthauswegbrücke und haben ein leichtes Tele drauf für 1275 116 (TKS/EH 549) mit ihrem Kalkzug nach Dornap-Hahnenfurth (ja, sowas gibts wirklich!). Wir schauen also nun in nördliche Richtung, und der Zug rollt südwärts Richtung Wedau/Lintorf. Morgens kann man auf dieser Lichtseite stehen (östlich vom Gleis) und Nachmittags dann eher westlich, siehe weiter unten (beim Bild mit der 217)
<43> Selbe Stelle, km 3,8 – nun aber auf dem Rheinhauser Gleis. Der Zug hat von hier aus drei Möglichkeiten, weiterzufahren: Entweder über die Rheinbrücke nach Rheinhausen, oder vorher abbiegen nach HKM, oder hier sofort in 100 Metern abbiegen auf das Wedauer Gleis Richtung Süden. Es ist übrigens die „rollende Einbauküche“ G2000 > 272 201
<44> Wie das Bild verrät, sind wir immer noch bei km 3,8, stehen aber nun westlich vom Gleis (was wie gesagt nur Nachmittags möglich ist bei wenig Bewuchs) und bewundern die schöne 217 002 mit ihrer Schwester 218 472, die in der gleichen Relation unterwegs sind wie die G2000 auf dem letzten Bild
<45> Auch sowas kann vorkommen: Ein IC auf einer reinen Güterstrecke! Es passiert sogar häufiger, als man denkt: Wenn irgendwo was klemmt zwischen Essen, Duisburg und Düsseldorf auf der Hauptstrecke, dann ist ELOT Umleiterstrecke auch für Fensterzüge. Hier ist es 101 012, die im Juli 1019 an km 3,8 mit ihrem planmäßigen IC vorbeisummt in Richtung Düsseldorf, sie kann via Rath wieder in richtiger (Süd-) Richtung den Düsseldorfer Hbf anlaufen und wäre dann wieder auf dem Regelweg. Selbe Stelle wie auf den Vorbildern, aber nun direkt von der Brücke aus gesehen. Das heisst: Immer wieder sieht es anders aus und ergibt unterschiedliche Motive, aber manchmal stört die Fahrleitung etwas
<46> Nochmals der Starzug an km 3,8 auf dem Wege nach Andernach, also hier gleich abbiegend auf die Wedauer Strecke. Heute laufen 151 099 und 168, die zu Beginn der extremen Coronazeit beide zusammen mit fast allen anderen 151 abgestellt wurden mit unsicherer Zukunft, später aber wieder ans rollen kamen
<47> Noch etwas weiter: Nun sehen wir am vierten Mast rechts die Km-Tafel „4,0“ und wir sehen gleichzeitig den Standort des ehemaligen Stellwerks: Es stand rechts zwischen den Masten drei und vier! (Also optisch genau über der 294 783 – Siehe dazu den Nachtrag am Ende der Galerie ganz unten)
<48> Und jetzt stehen wir auf der nächsten Brücke, die im letzten Bild schon sichtbar ist. Es ist die Waldbrücke „Wolfsburgweg“ knapp neben der Straßenbrücke Carl-Benz-Straße, die nur 100 Meter weiter die nächste Brücke darstellt. Wir sind etwa bei km 3,9 und stehen östlich. 152 004 fährt also südwärts und man könnte die störenden Fahrdrähte bemängeln, wohingegen . . .
<49> . . bei 185 278 auf dem Wedauer Gleis KEINE Oberleitungen stören! Und die noch recht neue Sicherungsweise des Gegengleises durch Trapeztafel und „dickem“ Magnet ist nochmal deutlich erkennbar. Die sichtbare nächste Brücke ist die Carl-Benz-Straße, sichtbar ist auch der Waldweg (links = westlich), der unter der Brücke hindurchführt
<50> Und wenn wir nun von dieser Waldbrücke Wolfsburgweg aus zurückschauen südwärts in die Richtung, aus der wir schon herangewandert sind, dann ergibt sich im Tele ein Blick auf die GANZE Abzweigstelle Lotharstrasse: Hier sind alle Weichenverbindungen sichtbar, die dazugehören. Also nochmal: rechts die beiden Gleise Richtung Rheinbrücke, links die Hauptgleise Richtung Lintorf/Gremberg/rechte Rheinstrecke/Süden. Die sichtbare Brücke ist die Forsthauswegbrücke, auf der wir eben standen. Und wir sehen noch was: Nämlich den genauen Standort des Stellwerks „Blockstelle Lotharstraße“, dieses stand bis etwa 1970/71 genau hier vorne links nah am Gleis zwischen Eisenbahn und Autobahn. Wenige Fundamente sind noch heute erkennbar, sowie das Geländer der Treppe, die nach unten zu den Gleisen führte (siehe dazu die Bilder ganz am Ende!)
<51> Nun stehen wir auf der Brücke Carl-Benz-Straße etwa an km 4,1. Der Blick geht wieder in südliche Richtung und zeigt die nordwärts fahrende ehrwürdige 140 070. Gleichzeitig im Bild sind die beiden nördlichen Deckungs-Hauptsignale für ELOT und die Wolfsburgweg-Bruecke
<52> Wenn man auf der Brücke Carl-Benz-Strasse zur anderen Richtung blickt, also nordwärts sieht, dann sieht das genau so aus – es ist der wahrscheinlich beste Fotopunkt, den es bei ELOT gibt und der an km 4,2 liegt. ABER: Er ist nur mit besonderem Aufwand (wenn auch relativ legal) erreichbar: Diese Brücke ist eine von Autos befahrene Brücke, auf der man stehen DARF, auf die man aber nicht „normal“ hinkommt, da es keinen Fußweg hinauf gibt! Die Lösung: Unter der Brücke führt auf westlicher Gleisseite ein Waldweg entlang und von dort aus kann man den Damm erklimmen und steht oben sicher zwischen Leitplanken und Brückengeländer mit ausreichend Platz. Jedoch: Man kann nicht mal eben schnell die Seite wechseln, um Züge aus der Südrichtung (siehe 140 070) zu knipsen, denn zwei doppelte Leitplanken versperren den Weg auf die andere Seite, man muß also etwas turnen (und natürlich auf die fahrenden Autos achtgeben!). Dafür wird man hier mit einem Superblick belohnt, der in diesem Falle auf die Prima 37 001 fällt (die natürlich südwärts fahrt) und bei dem kein Fahrdraht stört, wenn man es geschickt anstellt
<53> Wir sind noch an km 4,1 und sehen einen Ausflug des DB-Museums Koblenz mit der E40 128 auf dem gleichen Gleis wie die Prima oben, also dem Wedauer Südgleis
<54> Zu anderer Jahreszeit (hier: Oktober 2019) kullern wieder zwei 151 mit dem Andernacher südwärts, nun noch auf dem von EOBR kommenden „Rheinhauser“ Gleis und diesmal ist die so sehr gewünschte 151 062 von RailPool in ihrem einmaligen Outfit an der Spitze. Wir sehen: Auf diesem Gleis, dem Außengleis für den Fotografen, KÖNNEN wieder Fahrdrähte etwas stören, wohingegen auf dem Wedauer Gleis (siehe E40 128) keine Drähte im Wege sind. Die hier so deutlich sichtbaren Fahrdrähte sind, je nach Sonneneinfall, mehr oder weniger (manchmal gar nicht) auffallend
<55> Nun stehen wir nicht mehr AUF der Carl-Benz-Brücke, sondern DARUNTER. Und hier sehen wir exakt den Kilometerstein 4,2, der nur im freigeholzten Zustand zum Vorschein kommt. Die beiden E40 kommen also in gleicher Richtung und auf demselben Gleis, auf dem wir eben noch die grüne E40 128 gesehen haben
<56> Nun sind wir nochmals ein paar Meter weitergewandert zu km 4,3 und stehen wieder auf der westlichen Gleisseite und schauen in Richtung Süden. Wir sehen genau die eben beschriebene Brücke Carl-Benz-Strasse und den Vorsignal-Wiederholer des Rheinhauser Gleises, während 145 028 und 021 von RBH in Richtung Oberhausen West Rbf unterwegs sind, also nordwärts. Auch dieser Punkt ist nur bei freigeschnittener Natur erreichbar, oder mit sehr gutem Schuhwerk durch hohes Dickicht vom daneben verlaufenden Waldweg aus
<57> Jetzt haben wir fast den Kilometer 4,4 erreicht und sehen freudig erregt einen der wichtigsten DB-Mitarbeiter auf dieser Strecke, den Freischneider! Wir sehen auch: Er hat reichlich zu tun (ist aber nicht wirklich alleine dort unterwegs, wie es hier scheint). Der Fotopunkt des letzten Bildes ist nun rechts vom Gleis gut erkennbar, wir stehen hier wieder auf der östlichen Gleisseite und schauen südwärts. Wir befinden uns auf der nächsten Brücke: Der Brücke Mülheimer Strasse, die genau am Haupteingang des Duisburger Zoos vorbeiführt
<58> Wenn wir uns nun vorstellen, daß wir im letzten Bild mit dem Freischneider genau die Gleisseite wechseln, dann ergibt sich dieser Blick, der im Januar 2020 genau auf 151 062, das Einzelstück, gerichtet war. Und wir sehen: Es ist exakt der Kilometer 4,4. Erreichbar ist er vom Waldweg aus, der auf westlicher Gleisseite parallel zu den Gleisen verläuft und immer wieder Durchlässe zu den Gleisen bietet, am besten natürlich, wenn so schön freigeschnitten ist wie hier
<59> Dies ist nun der gleiche Standort an km 4,4 wie auf dem letzten Bild, nur in der anderen Fahrtrichtung: Dieser Zug mit 120 145 rollt nun südwärts. Wir sehen die Brücke Mülheimer Straße und wir sehen, daß genau neben der Eisenbahn die Autobahn verläuft, es ist die vielbefahrene A3 Köln- Oberhausen (Nähe Kreuz Kaiserberg)
<60> Nun stehen wir wieder auf der Brücke Mülheimer Strasse und schauen in Nordrichtung, wo gerade 243 931 vorbeikommt auf dem Weg von EOBR in Richtung Rheinhausen – aber wir wissen ja, dass sie genau bei ELOT noch abbiegen kann auf die Südstrecke Richtung Wedau/Lintorf! Die Keksdosen oben links im Bild gehören übrigens schon zum Duisburger Zoo und beherbergen die Elefanten (!). Auch hier können Fahrdrähte etwas den Gesamteindruck stören, das muss man wissen – oder etwas tricksen, es gibt immer Möglichkeiten, mit der Brennweite zu spielen und Lücken im Fahrdraht zu finden
<61> Noch besser ist es natürlich, wenn man das Glück hat, den Starzug auf dem fotografisch „richtigen“ Gleis, dem Wedauer Südgleis, zu erwischen! DANN stören keine Fahrdrähte das Bild. Hier sind es 151 157 und 135, die in Richtung Andernach unterwegs sind mit ihren Rollmöpsen. Damit sind wir nun beim Kilometer 4,6 angelangt und weitere Möglichkeiten gibt es jetzt nicht mehr, bis 5,0 legal ans Gleis zu kommen. Auch der Blick von der hier erkennbaren Zoobrücke aus lohnt nicht (mehr), da der Fahrdraht zu sehr stört. Der Vollständigkeit halber schiebe ich hier dennoch ein Bild von dieser Zoobrücke ein:
<62> Dies ist genau der Blick von der Zoobrücke aus, also vom Zoogelände = man benötigt eine Eintrittskarte, um hierher zu gelangen. Und wir sehen: Es lohnt den Aufwand nicht. Es stören zuviele Fahrdrähte. Die 247 022 ist auf dem Gleis EOBR/Ruhrort- Rheinhausen unterwegs
<63> Hier sind wir nun schon hinter dem Duisburger Zoo, wo dann wieder eine Möglichkeit besteht, ans Gleis zu kommen, und zwar ziemlich genau bei Kilometer 5,0. Der Zugang wäre von den Strassen Am Schnabelhuck und Gottfried-Kinkel-Straße in 47058 Duisburg. Hier ganz links im Bild das Vorsignal zum Deckungssignal aus nördlicher Richtung, und damit genau dem Gegenstück zum Anfang dieser Galerie, wo wir am entsprechenden Vorsignal der Gegenrichtung waren. Der Lokzug mit den vier 140 fuhr schon 2005, es ist ein Nachschuß (Richtung Norden = EMAF) und ist hier nur der Vollständigkeit halber eingestellt, weil wir hier genau zwei Kilometer von der ersten Fotostelle im Süden entfernt sind und bis hierher genau die Strecke von Kilometer 3,0 bis zum km 5,0 erwandern konnten. Ich finde: Es gibt ausreichend gute Motive hier, für Jeden ist etwas dabei!
<64> Bild B2825. Und zum Schluß dieser Dokumentation nochmal ein Bild, das am 7. August 21 entstand und durch den besonderen Lichteinfall die GESAMTE Abzeigstelle „Lotharstraße“ im Tele zusammenfasst mit allen Weichen und Kreuzungen von km 3,5 bis 4,0. Wir sehen, daß nur ein Wechsel der jeweiligen Richtungsgleise möglich ist, nicht etwa eine Beendigung einer Gegengleisfahrt, da die Kreuzungen über die jeweiligen Gegengleise nur einfache Kreuzungsweichen sind. Genau hier links neben den ersten sichtbaren Weichen gab es mal ein Stellwerk „Lotharstraße“, von dem weiter unten noch die Rede sein wird!

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Nachtrag zur Dokumentation:

Einst-Jetzt-Vergleich über 50 Jahre!

Hier wie angekündigt ein paar ganz alte Bilder aus dem Jahre 1970, die uns freundlicherweise Karl Hans Fischer zugeleitet hat, perfekt organisiert von Bruno Georg -> Recht vielen Dank dafür !!

Bei allen Bildern ist der Standort klar und eindeutig zuzuordnen. Zudem gibt es aktuelle Bilder derselben Standorte, daher habe ich diese alten Bilder HIER eingefügt als Nachtrag zur Dokumentation. Also Vorhang auf zum feinen Einst-Jetzt-Vergleich!

<65>Das Bild läßt sich schnell zuordnen: Wedauer Gleis mit den südlichen Deckungssignalen, die schon 1970 als Lichtsignale ausgeführt waren (das ist durchaus bemerkenswert = sehr neu und modern für diese Zeit! Und wahrscheinlich auch der Grund für den Rückbau des gleich zu sehenden Stellwerks). Karl Hans stand also damals auf der Vorgängerin der Aktienwegbrücke
<66> Selbes Motiv, vergleiche einmal mit Bild 21 oben! Es scheint, als würden dort heute noch dieselben Masten stehen wie 1970!! Wir sehen im übrigen 050 538, die mit einem langen Kalkzug aus dem Angertal (Flandersbach-Rohdenhaus) gekommen sein dürfte. Und am 13. Juli 2022, 52 Jahre später, entstand dieses Bild zum Vergleich:
<67> Dieselbe Szenerie heute, 52 Jahre später = Es hat sich sogut wie NICHTS verändert! Die Bäume sind höher, aber es stehen tatsächlich noch immer dieselben Masten aus Dampfzeiten! Wer hätte das gedach?? Ich hätte auch nicht gedacht, daß für diesen Fotovergleich ausgerechnet 152 001 um die Ecke kommt . . .
<68> Hier sehen wir 050 668 (Bw Osterfeld) an selber Stelle (= Brücke Aktienweg). Sie fährt also auf dem Rheinhauser Gleis, wird aber höchstwahrscheinlich nach Mannesmann (heute HKM) abbiegen in Hochfeld
<69> Selbe Stelle = Aktienwegbrücke, nun aber aus Richtung Rheinhausen, während die 044 243 oben im ersten alten Bild aus Richtung Wedau kommt. Vergleiche hierzu Bild 22 oben und diese hier:
<70> Das Motiv von damals im heutigen Weitwinkel: Es zeigt die alten Masten durch den besonderen Lichteinfall recht deutlich und vor allem zeigt sich nun die Km-Tafel „3,4“ unten rechts am Mast. Sicher ist: Auch hier stehen noch dieselben Masten wie vor 50 Jahren!
<71> das nachgestellte Motiv von damals, nur daß 187 198 aus Wedau kommt und nicht aus Rheinhausen wie 051 538. Faszinierend: Es gibt kaum eine sichtbare Veränderung. Lediglich dürfte die alte Brücke damals etwas niedriger gewesen sein als die heutige
<72> Dies hier ist derselbe Standort wie die Bilder vorher: Brücke Aktienweg, aber in die andere Richtung (nach Norden) geschaut. Dann würde 080 844 hier mit einem langen Kalk-Leerzug nach Flandersbach oder Dornap heranbrettern auf dem Wedauer Gleis. Das wäre dann am ehesten den Bildern 3, 4 und 5 oben zuzuordnen – Und diesem hier:
<73> Was für ein genialer Zufall (!): Es ist DERSELBE Zug wie vor 50 Jahren, sogar mit (fast) denselben Wagen: Talns mit Schwenkdach für den Kalktransport – damals wie heute (nur damals in 2-Achsern, heute 4-Achser)! Hier sehen wir, daß sich an Gleislage und Masten kaum was verändert hat, aber die Signalbrücke für die Rheinhauser Strecke ist hinzugekommen und (der gelbe Mast rechts:) die „Expobrücke“ hat einen neuen Standort bekommen, sie stand damals im Zoo-Gelände und überspannte die A3 an anderer Stelle als heute. Der Mast im Vordergrund steht wie eh und je und hat noch dasselbe Zubehör anmontiert! 1275 814 von „Railflex“ hat das alles nicht interessiert . . .
<74> Auch hier mußte ich etwas überlegen, aber die Örtlichkeit sollte klar sein: Forsthauswegbrücke. Dann kommt der Zug aus Richtung Wedau und will nach Oberhausen West in den Rbf. Dieses Bild entspricht am ehesten dem Regenbild mit der V90 (Bild 33 oben), was ganz eindeutig wird, wenn wir den Km-Stein links mit „3,7“ entziffern! Diesen Stein gibt es heute nicht mehr und man hat den unerwarteten Eindruck, daß die Bäume damals eher höher waren als heute. Und: Das bekannte Schild „Abzw Lotharstrasse“ ist NICHT da, das gibt es noch gar nicht! (Auch dies ist völlig unerwartet)
<75> Da: Derselbe Standort, sofort erkennbar. 185 121 nimmt den gleichen Weg wie damals die Osterfelder 052 913! Auch hier scheinen Fahrdraht und Masten einst und jetzt völlig identisch zu sein, nur zwei Kleinigkeiten fallen auf: Zum einen steht auf dem alten Bild gut sichtbar ein Km-Stein „3,7“ am linken Rand, der bis heute verschwunden ist, zum anderen aber ist das Schild „Abzw Lotharstrasse“ hinzugekommen, das es offensichtlich damals noch gar nicht gab. Wir waren doch alle der Meinung, dieses Schild stünde seit der Reichsbahnzeit dort – aber weit gefehlt: Es wurde offensichtlich erst nach der Auflassung des Stellwerks aufgestellt (und ist heute ab und zu freigeschnitten, sonst zugewachsen)
<76> Und nun wirds interessant! Das Gebäude rechts hätte ich eigentlich als das Stellwerk eingeordnet, aber das KANN nicht sein, und zwar deshalb, weil wir in die „falsche“ Richtung blicken: Der Zug mit 050 959 (Bw Osterfeld) kommt jedenfalls eindeutig aus Rheinhausen und läuft auf dem EOBR-Gleis nach Norden, wir sehen im Hintergrund die beiden Brücken Forsthausweg und Aktienweg, denn die Wolfsburgwegbrücke KANN es nicht sein, sie ist auf anderen Bildern eindeutig eine stabile Stahl- Nietkonstruktion. Dies hier muß also ein Schaltkasten oder sowas sein, genau gegenüber vom Stellwerk! Siehe dazu die Bilder 87 und 88 ! Und wir sehen den Grund für die Gleisverschwenkung am Aktienweg: Deutlich ist der Mittelpfeiler der damaligen Brücke im Hintergrund sichtbar
<77> Hier könnte die Lösung des Rätsels sein: Auf diesem Bild habe ich ein Schalt-Häuschen oder einen Relaiskasten entdeckt. Das kann zwar nicht das Gebäude sein, das auf dem alten Bild von Karl-Hans sichtbar ist, aber ein Vorgänger davon könnte passen, wenn das Ding im Laufe der Jahre einfacher wurde in der Gestaltung. Das würde auch Sinn machen, denn diese Stelle konnte man LEGAL problemlos erreichen über eine Treppe, die noch in den Achtzigern zugänglich war. Diese Treppe führte zum Schalt-Haus und zu dem Metallgestell direkt daneben, von dem wir eine senkrechte Strebe sehen und einen grauen Deckel auf der oberen von zwei Querstreben: Das ist der Standort und der Rahmen des ZWEITEN (nördlichen) Schildes „Abzw Lotharstrasse“! Das Schild war um 1980 herum noch vorhanden und dann plötzlich weg, es wird irgendeinen Keller zieren (aber nicht meinen). Und dieses Schild war (im Gegensatz zu dem bekannten anderen Abzweigschild auf der Südseite) beleuchtet, daher der graue Deckel, in dem die Lampen saßen. Um diese zu tauschen und zu warten, gab es die Treppe, die von Fotografen oft genutzt wurde – bis sie so stark zuwuchs, daß sie nicht mehr passierbar war und von Wurzeln zerstört wurde. Genau hier wird die obige Aufnahme entstanden sein, da habe ich keinen Zweifel (mehr). Es wird damals auch einer der zwei Dienstwege gewesen sein, um das genau gegenüberliegende Stellwerk überhaupt zu erreichen, der „korrekte“ Dienstweg kam von der Forsthauswegbrücke über den Damm
<78> Nun ist Karl Hans immer noch auf legalem Gelände auf einer Brücke, die der heutigen Forsthauswegbrücke entspricht. Hier sehen wir rechts auf dem Damm den amtlichen Fußweg zum Stellwerk und wir sehen das Stellwerk im Rauch der 051 265 etwa in der Mitte zwischen Forsthausweg und Wolfsburgweg, rechts davon muß auch 1970 bereits die Autobahn A3 existiert haben. Zum Stellwerk kommen wir gleich nochmal!
<79> Hier ist es schon etwas schwieriger mit der Lokalisierung: Es ist die Brücke Mülheimer Straße, auf der Karl Hans nun steht, seitlich des Haupteinganges vom Duisburger Zoo damals wie heute. Er schaut mit uns ind nördliche Richtung zum Kaiserberg, wo uns 044 355 aus Bismarck gerade entgegenkommt, rechts der Zug steht offenbar vor einem Signal. Das Gebäude oben links, das scheinbar im Wald liegt, ist bereits ein Teil des Zoos (wo heute die Elefanten wohnen)
<80> Hier sehen wir, daß der rechte Zug steht, denn noch bevor der linke Güterzug weg ist, kommt 044 465 Lz angerollt und möchte nach Wedau, während der Zug aus französischen Kohlewagen der Konzerne Stemi, Arbel und Lotrasit sicher nach Rheinhausen und weiter in Richtung Aachen laufen wird. Die sichtbare Brücke im Hintergrund ist die Zoobrücke, die die beiden Teile des Zoos verbindet über Eisen- und Autobahn hinweg. In diesem Brückenzug stand damals auch die schon erwähnte Expobrücke, die heute viel weiter südlich steht
<81> Noch ein Bild vom selben Standort, diesmal mit 044 648 (ebenfalls vom Bw Bismarck), immer noch gesehen von der Mülheimer Straße aus
<82> Und dieses Bild steht dagegen für die Neuzeit an exakt derselben Stelle: 1275 114 fährt Klopapier für Elefanten (Stahlblech-Coils), die 044 oben transportiert Koks für die Stahlgewinnung irgendwo, es gab ja noch zahlreiche Standorte. Die Zoobrücke im Hintergrund ist erneuert und dabei stark verbreitert worden, unten links ist ein Vorsignal hinzugekommen und oben links stehen nun die „Keksdosen“ im Zoo, in denen die Elefanten wohnen, für die das „Klopapier“ zu sein scheint . . .
<83> Noch ein Bild mit 050 746 (Bw Osterfeld) aus alter Zeit. Komisch, aber wahr: Dieser Zug hier hat erst wenige Kilometer gelaufen und doch hat das Personal schon fast Feierabend! Wie kann das denn sein? Ganz einfach, nämlich sehr kompliziert: Der Zug kommt von den Mannesmann-Röhrenwerken in Mülheim-Styrum. Von dort aus ist er nach Ruhrort-Hafen gefahren, hat doirt das erste Mal Kopf gemacht, dann nach Oberhausen-West, wo ein zweites Mal Kopfmachen anstand, und läuft nun südwärts wahrscheinlich bis Wedau, wo umgespannt wird auf modernere Traktion. Die 50 wird noch einen Zug nach Oberhausen bringen und hat dann 10 Stunden rum, aber vielleicht nur 30 oder höchstens 40 Kilometer gefahren!
<84> Dann ist dies hier der Blick von der Mülheimer Straße (am Zoo) nach Süden: 051 709 (Bw Osterfeld) kommt mit Stahlerzeugnissen aus Rheinhausen oder Mündelheim (= Mannesmann). Der Zug ist noch auf dem Rheinhauser Gleis, welches zu dieser Zeit noch NICHT eine Abbiegung nach Ruhrort Hafen erlaubt, sondern zwangsweise bis Oberhausen West führt, von wo aus nach Ruhrort Kopf gemacht werden mußte, die Südkurve wurde erst viel später gebaut. Dieses Gleis führt also direkt in den Gbf Oberhausen West, wohingegen das linke Nord-Gleis an Oberhausen West vorbei direkt nach Mathilde führt und weiter nach Osterfeld/Hamm (Osten) oder Wesel/Emmerich (Norden)
<85> Und dies ist die Szenerie heute: Dieselben Masten, dieselben Fahrleitungen und Isolatoren, aber erneuerte Signale an fast selber Stelle, einzig im Hintergrund die Straßenbrücke (Carl-Benz-Straße) ist hinzugekommen, um das Uni-Gelände direkt an die Autobahn anzubinden. Hier können wir die Km-Tafel „4,4“ erkennen, die am ersten Mast rechts hängt und mit diesem Wissen finden wir im alten Bild auch den Km-Stein „4,4“ neben dem Gleis und etwas VOR dem Mast. Das ist der Beweis, daß wir uns an gleicher Stelle befinden – Nur im Abstand von zwei Generationen!
<86> Und dann kommen wir nochmal zurück zum Stellwerk, denn hier ist es nun ganz deutlich zu sehen, das Stellwerk „Blockstelle Lotharstrasse“! Damit ist es heute eindeutig lokalisierbar. Damals war 191 009 vom Bw Osterfeld (die wahrscheinlich nach Rheinhausen fuhr) ungleich interessanter, denn Nahaufnahmen vom Stellwerk hat Karl Hans uns leider nicht mitgebracht aus der Vergangenheit vor über 50 Jahren. Wie wir heute wissen, war es wohl gar bei Fdl-Stellwerk (wie gedacht), sondern „nur“ eine Blockstelle mit Weichenbedienung für die Abzweigungen
<87> Dieselbe Szene heute! Auch in der Neuzeit ist es eine Elektrolok, die des Weges kommt. Aber eine internationale Fernstreckenlok, während die E91 eine Lok für Kirchturmrunden war. Dieselben Fahrdrähte stören den Fotografen immer noch, nur der Km-Hinweis ist als Stein von der einen Seite zur Tafel auf der anderen Seite gehüpft, wir lesen „3,8“
<88> Es bleibt nur die Vergrößerung aus dem Bild mit der E91. Dies war das Stellwerk, das ziemlich bald nach der Aufnahme aufgegeben und abgerissen wurde, auf Bildern von 1974 ist es nicht mehr zu sehen und auch nicht mehr zu lokalisieren
<89> Dieselbe Ortslage heute: Die Masten sind dieselben, die Fahrleitungen ebenfalls, allein das Stellwerk ist verschwunden. Es stand also rechts unmittelbar hinter dem dritten sichtbaren Mast, der damals noch ein „Krönchen“ hatte (eine Antenne oder eine Lampe). Und wir sehen, daß die nächste sichtbare Brücke, die Wolfsburgweg-Brücke offenbar immer noch dieselbe ist wie damals, sie hat mehr als 50 Jahre überdauert

Vielen Dank an Karl Hans Fischer (und Bruno Georg) für diese tollen Bilder, die diese Doku erst zu einer Solchen machen!

Zum Schluß noch eine Zeichnung des Stellwerks aus der Sammlung von Stefan Panske – vielen Dank auch dafür!

<90> Eine Zeichnung der RBD Essen aus 1937 für einen Umbau von „Block Lotharstrasse“, die (natürlich) mit dem Bild von Karl-Hans übereinstimmt. Und frühe „Eisenbahnlogik“ sehen wir hier: Wir wissen, daß der Dienstweg über den Damm kam . . . also am oberen Ende der Treppe. Dennoch mußten die Stellwerker diese Treppe hinabsteigen und vorne wieder eine andere Treppe hochklettern, um das Stellwerk zu erreichen, wo doch eine einfache Tür auf der oberen Ebene zum Damm hin gereicht hätte . . .

Übrigens . . . (frei nach Harald Lesch) . . .

<Vergrößerung aus Bild 90> Übrigens: Ein Teil des Handlaufes der hier eingezeichneten Treppe zwischen Damm und Gleis ist das EINZIGE Relikt, das heute noch vorhanden ist und an das Stellwerk und seinen Standort erinnert, über den Rest ist sprichwörtllich Gras gewachsen . . .

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Damit danke ich für Euer Interesse

und wünsche Euch spannende eigene gute Bilder aus Duisburg von der Lotharstrasse. Vielleicht könnt Ihr meine Bilder als Anregung verwenden? Das würde mich sehr erfreuen und meine Arbeit an der Doku würdigen, gut Knips!

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